In Blomberg ist der AfD-Direktkandidat für den Rat, Ralph Lange, unerwartet verstorben. Die in dem betroffenen Wahlbezirk ausgestellten Wahlscheine verlieren deshalb ihre Gültigkeit, heißt es von der Stadt.
Die AfD darf einen Kandidaten oder eine Kandidatin nachnominieren. Das hat der Kreis Lippe als zuständige Aufsichtsbehörde entschieden. Egal, ob das klappt oder nicht, wird die Wahl am 14. September auch in dem betroffenen Bezirk stattfinden. Formal gilt diese Abstimmung als Nachwahl.
Nicht nur die Wahlscheine, sondern auch die Briefwahlunterlagen, die bereits verschickt wurden, sind ungültig. Die Stadt ist jetzt unter Zeitdruck: Die Stimmzettel müssen neu gedruckt werden. Die neuen Briefwahlunterlagen werden automatisch zugeschickt.
Auch AfD-Kandidat in Bad Lippspringe verstorben
Eine vergleichbare Situation gibt es in Bad Lippspringe: Die Briefwahlunterlagen von 133 Wählern sind ungültig. Grund ist der plötzliche Tod des AfD-Kandidaten für den Stadtrat, Stefan Berendes.
Zunächst muss dort jetzt der Wahlausschuss einen Nachfolger des verstorbenen Kandidaten bestimmen. Danach gibt es neue Briefwahlunterlagen und bis zu 133 Wähler müssen ihre Stimme im Zweifel erneut abgeben. Für die Wahl zum Stadtrat, dem Bürgermeister, dem Landrat und dem Kreistag. Ihre schon eingereichten Wahlunterlagen sind ungültig.
Ähnliche Fälle in Schwerte und Rheinberg
Es ist bereits der vierte Tod eines AfD-Kandidaten bei der NRW-Kommunalwahl 2025. In dieser Woche war bereits ein Kandidat der AfD in Schwerte plötzlich und unerwartet gestorben. Hier hatten bereits rund 200 Menschen in dem betroffenen Wahlbezirk ihre Briefwahlunterlagen erhalten.
Bereits in der vergangenen Woche sind in Rheinberg im Kreis Wesel wegen des Todes eines 59-jährigen AfD-Kandidaten Stimmen für ungültig erklärt worden - auch er war überraschend verstorben.
Neue Stimmzettel für jeweiligen Bezirk
Alle vier Städte müssen jetzt neue Stimmzettel anfertigen und per Post an die Briefwähler im jeweiligen Bezirk verschicken, damit ihre Stimmen noch rechtzeitig zur Kommunalwahl am 14. September vorliegen.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Stadt Bad Lippspringe
- Mitteilung der Stadt Blomberg
- WDR-Berichte