gezeichnete Grafik: Person hält Lupe über Säulendiagramm

Kommunalwahlen in Grafiken: So hat NRW gewählt

Stand:

Die Wahllokale sind geschlossen, die Menschen in NRW haben ihre Stimme abgegeben. Die Kommunalwahlen im Land in Grafiken.

Wer hat wen warum gewählt. Infratest Dimap hat Wahlberechtigte vor den Wahllokalen befragt.

So war das Wahlverhalten von Männern und Frauen

Danach kam die CDU bei beiden Geschlechtern auf 34 Prozent der Stimmen. Die SPD schnitt bei den Männern mit 21 Prozent, bei den Frauen mit 24 Prozent der Stimmen ab.

Stimmanteile nach Geschlechtern bei der Kommunalwahl 2025

Leichte Unterschiede gibt es indes bei der AfD: Während 19 Prozent der Männer den Rechtspopulisten ihre Stimme gaben, waren es bei den Frauen 14 Prozent.

Stimmanteile nach Geschlechtern bei der Kommunalwahl 2025

Diese Themen waren wahlentscheidend

Zu den Themen, die bei dieser Kommunalwahl entscheidend waren, gehört vor allem die Wirtschaft. Für 36 Prozent der Wahlberechtigten war dies wichtigstes Thema. Dicht gefolgt von Einwanderung und Integration. Öffentliche Sicherheit und Schule spielten für etwa ein Viertel der Wählerinnen und Wähler die entscheidende Rolle bei der Frage, wem sie ihre Stimme gegeben haben. Umwelt und Klimaschutz trieb gerade mal 19 Prozent um, Wohnungsmarkt und Kitabetreuung waren nur für 14 Prozent wahlentscheidende Themen. Am wenigsten ausschlaggebend war die Frage, wie Städte und Kommunen mit Geld umgehen.  

Thema Wirtschaft

Diese Themen waren wahlentscheidend bei der Kommunalwahl 2025

Von den FDP-Wählern gaben 56 Prozent an, dass für sie die Wirtschaftspolitik für ihre Wahlentscheidung ausschlaggebend war. Bei den CDU-Wählern waren es 51 Prozent und bei den AfD-Wählern 36 Prozent.

Thema Einwanderung und Integration

Diese Themen waren wahlentscheidend bei der Kommunalwahl 2025

39 Prozent der AfD-Wähler erklärten, dass für sie die Aussage "Öffentliche Sicherheit und Ordnung waren für meine Wahlentscheidung ausschlaggebend" zutreffend ist. Bei den CDU-Wählern waren nur 28 Prozent dieser Auffassung, bei den Linken-Wählern 8 Prozent und bei den Grünen-Wählern 5 Prozent.

Thema Schule und Bildungspolitik

Diese Themen waren wahlentscheidend bei der Kommunalwahl 2025

Vor allem die Linken-Wähler waren es, die mit 33 Prozent angaben, für sie sei die Schul- und Bildungspolitik für ihre Wahlentscheidung zentral gewesen. 28 Prozent der SPD-Wählern war dies wichtig und 25 Prozent der Grünen-Wähler.

Thema Umweltschutz und Klima

Diese Themen waren wahlentscheidend bei der Kommunalwahl 2025

Erwartungsgemäß waren es mit 75 Prozent vor allem die Grünen-Wähler, für die die Umwelt- und Klimapolitik für ihre Wahlentscheidung ausschlaggebend war. Weit dahinter folgen die Linken-Wähler mit 31 Prozent, die SPD-Wähler mit 17 Prozent - und nur für 5 Prozent der AfD-Wähler war die Umwelt- und Klimapolitik von zentraler Bedeutung.

Themen Wohnungsbau und Mieten

Diese Themen waren wahlentscheidend bei der Kommunalwahl 2025

Für die Linken-Wähler waren mit 37 Prozent Themen wie Wohnungsbau und Mieten ausschlaggebend für ihre Wahlentscheidung. Weit abgeschlagen mit 17 Prozent war dies den SPD-Wählern wichtig. Es folgen die Grünen-Wähler mit 14, die AfD-Wähler mit 12, die CDU-Wähler mit 10 und die FDP-Wähler mit 8 Prozent.

Thema Familienpolitik und Kinderbetreuung

Diese Themen waren wahlentscheidend bei der Kommunalwahl 2025

21 Prozent der Linken- und 18 Prozent der SPD-Wähler gaben an, dass für sie die Familienpolitik und Kinderbetreuung für ihre Wahlentscheidung ausschlaggebend war. Bei den FDP-Wählern war das nur bei 10 Prozent der Fall.

Gewinner und Verlierer der Stichwahlen

Jubel bei der SPD in Gelsenkirchen, Schock in Dortmund. Das sind die Gewinner & Verlierer der Stichwahlen

Thomas Kufen bekommt einen Blumenstrauß überreicht

In Essen bleibt Thomas Kufen (CDU) Oberbürgermeister. Er gewann die Stichwahl deutlich gegen Julia Klewin (SPD).

In Dortmund endet eine Ära: Erstmals seit 1946 hat der Oberbürgermeister kein SPD-Parteibuch: Alexander Kalouti (CDU) schlägt in der "Herzkammer der Sozialdemokratie" den Amtsinhaber Thomas Westphal (SPD) mit 52,93 Prozent.

Köln geht nach zehn Jahren wieder an die SPD. Torsten Burmester (SPD) kann sich mit 53,48 Prozent gegen die Grüne Berivan Aymaz durchsetzen.

In Wuppertal konnte sich die SPD-Kandidatin Miriam Scherff deutlich gegen Matthias Nocke (CDU) durchsetzen. Scherff erhielt 74,6 Prozent.

In Gelsenkirchen schlägt Andrea Henze (SPD) den AfD-Kandidaten Norbert Emmerich deutlich mit 66,9 Prozent.

In Düsseldorf bleibt Oberbürgermeister Stephan Keller für weitere fünf Jahre im Amt. Er setzte sich klar gegen seine grüne Herausforderin Clara Gerlach durch. 

In Essen bleibt Thomas Kufen (CDU) Oberbürgermeister. Er gewann die Stichwahl deutlich gegen Julia Klewin (SPD).

In Münster wird Tilmann Fuchs erster Grüner Oberbürgermeister. In der Stichwahl zog er klar an Georg Lunemann (CDU) vorbei.

Schlappe für die Grünen in Bonn: Guido Déus (CDU) gewinnt mit 52,62 Prozent gegen die amtierenden Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) 

Wahlpanne Mülheim an der Ruhr: Zuerst sah es so aus, als hätte Nadia Khalaf (SPD) denkbar knapp mit 50,1 Prozent gegen Marc Buchholz (CDU) gewonnen - mit nur 67 Stimmen Vorsprung. Doch nun könnte der alte Oberbürgermeister Buchholz auch der Neue sein: Die Stadt Mülheim räumte Fehler bei der Auszählung ein.

Auch in der Nachbarstadt Oberhausen müssen die Christdemokraten die Macht im Rathaus abgeben: Thorsten Berg (SPD) setzt sich mit 51,3 Prozent gegen Noch-OB Daniel Schranz (CDU) durch.

In Remscheid setzt sich der Landtagsabgeordnete Sven Wolf (SPD) mit deutlichen 68 Prozent gegen CDU-Mann Markus Kötter durch. Als OB wird Wolf nun sein Landtagsmandat abgeben müssen.

In Bielefeld wechseln sich seit 1975 die Amtsinhaber zwischen CDU und SPD ab. Christiana Bauer (CDU) gewinnt mit 51,38 Prozent gegen Ingo Nürnberger (SPD).

Nach Bielefeld geht auch der Kreis Lippe an die CDU: Landrat wird dort Meinolf Haase, der sich klar mit 55,53 Prozent gegen die SPD-Kandidatin Ilka Kottmann durchsetzt.

In Bochum hat der von SPD und Grünen unterstützte Kandidat Jörg Lukat (SPD) die Stichwahl klar gewonnen. Andreas Bracke (CDU) muss sich bei der Oberbürgermeisterwahl geschlagen geben.

In der Städteregion Aachen bleibt Tim Grüttemeier (CDU) Städteregionsrat. Er konnte sich mit 62,5 Prozent gegen Janine Köster (SPD) durchsetzen.

Auch im Kreis Siegen-Wittgenstein konnte sich der Amtsinhaber behaupten. Andreas Müller (SPD) setzte sich mit 62,2 Prozent gegen Susanne Ute Otto (CDU) durch.

In Leverkusen muss sich Amtsinhaber Uwe Richrath (SPD) seinem Herausforderer Stefan Hebbel (CDU, m.) geschlagen geben. Hebbel kommt auf 56,6 Prozent.

Im Kreis Recklinghausen bleibt Bodo Klimpel (CDU) Landrat. Mit 51,9 Prozent setzte er sich gegen seinen SPD-Herausforderer Karsten Schneider durch.

Im Kreis Herford wird Mirco Schmidt (CDU, r.) neuer Landrat. Und auch in der Stadt Herford liegt die CDU vorn. Anke Theisen schlägt damit den bisherigen Bürgermeister Tim Kähler (SPD).

In Krefeld hat nach dem dem recht knappen Ausgang des ersten Wahlganges der amtierende Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) 54,98 Prozent der Stimmen bekommen - und sich damit gegen Timo Kühn (CDU) durchgesetzt.

In Mönchengladbach hat Amtsinhaber Felix Heinrichs (SPD) die Stichwahl klar für sich entschieden. Er holte 63,6 Prozent gegen Christof Wellens (CDU) mit 36,4 Prozent.

Über die Ergebnisse der Stichwahlen berichten wir am 28. September auch im Radio auf WDR 2. Das WDR Fernsehen berichtet ab 18 Uhr live über die Stichwahlen. Sonderausgaben der Lokalzeit mit Ergebnissen aus der Region sind geplant für 18.30 Uhr, 19.49 Uhr und innerhalb der WDR aktuell-Ausgabe ab 21.45 Uhr.

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