Streik in NRW: Busse und Bahnen stehen noch bis Dienstagfrüh still
Stand:
Leere Haltestellen, volle Straßen: Der Warnstreik hat am Montag den öffentlichen Nahverkehr in großen Teilen von NRW lahmgelegt. Gestreikt werden soll laut Gewerkschaft Verdi noch bis Dienstagfrüh, 3 Uhr.
Dialogbox
Zu den Kommentaren [107]Busse, Straßen- und U-Bahnen blieben am Montag in den Depots. 12.000 Beschäftigte seien dem Streikaufruf gefolgt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Am Dienstag soll sich die Lage im ÖPNV aber wieder normalisieren. Laut Gewerkschaft soll der Streik bis Dienstag, 3 Uhr weitergehen. Hintergrund des Warnstreiks, zu dem die Gewerkschaft Verdi in allen Bundesländern außer Niedersachsen aufgerufen hat, sind die laufenden Tarifverhandlungen.
Köln, Dortmund, Düsseldorf: Fast alle NRW-Städte vom Streik betroffen
Vor dem Hauptbahnhof in Dortmund warteten heute Taxis auf Reisende.
Zu den kommunalen Verkehrsbetrieben, um die es in den Verhandlungen geht, gehören nahezu alle großen Städte in Nordrhein-Westfalen - von Köln, Düsseldorf und Duisburg über Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund bis hin zu Bielefeld. Die Aachener Verkehrsbetriebe Aseag sind eine der wenigen Ausnahmen in NRW, auf die sich die Tarifverhandlungen nicht beziehen - dort gab es am Montag normalen Nahverkehr.
Nach Informationen der WDR-Verkehrsredaktion kam es durch den Streik am frühen Montagmorgen nicht zu einem verstärkten Verkehrsaufkommen. Viele Menschen stellten sich demnach auf die Einschränkungen ein und arbeiten beispielsweise aus dem Homeoffice. Im Verlauf des Vormittags gab es in NRW zwar zwischenzeitlich rund 250 Kilometer Stau. Laut der WDR-Verkehrsredaktion sei das aber nicht auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zurückzuführen, sondern auf Unfälle und Sperrungen.
Das sagen Menschen aus Köln zu den Streiks im ÖPNV
In NRW fahren am 2. Februar wegen eines Warnstreiks kaum Busse und Straßenbahnen. Das sagen Menschen aus Köln dazu.
Galerie
Galerie
Galerie
Galerie
Galerie
Galerie
Einzelne Subunternehmer-Linien nicht vom Streik betroffen
Durch den Streik standen allerdings nicht alle Busse und Bahnen still. In einigen Kommunen sind auf einzelnen Linien private Subunternehmer unterwegs, die nicht streiken. Es lohnte sich also, trotz Streik in den aktuellen Fahrplan auf der Website oder in der App der Anbieter zu schauen.
Liste zum Ausklappen: Welche NRW-Verkehrsunternehmen sind vom Warnstreik betroffen?
- Bahnen der Stadt Monheim
- Beteiligungsgesellschaft des Kreises Düren
- Bogestra
- Dortmunder Stadtwerke AG
- Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
- Hagener Straßenbahn AG
- Kölner Verkehrs-Betriebe AG
- moBiel GmbH
- MVG Märkische Verkehrsgesellschaft
- NEW mobil + aktiv MG GmbH
- NEW mobil + aktiv Viersen GmbH
- Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG NIAG
- Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft
- Rheinbahn AG
- Ruhrbahn GmbH (früher EVAG)
- Stadtbus Gütersloh GmbH
- Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (einschließlich Fahrbetrieb Bonn GmbH)
- Stadtwerke Hamm Verkehrsbetrieb Hamm GmbH
- Stadtwerke Münster GmbH Nahverkehr
- STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH
- Straßenbahn Herne Castrop-Rauxel
- SWK mobil GmbH
- Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Remscheid GmbH
- Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Solingen GmbH
- Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr
- Vestische Straßenbahnen GmbH
- WestVerkehr GmbH
- WSW mobil GmbH
- wupsi GmbH
NRW-Schulministerium: Schulpflicht gilt trotz Streik
Das NRW-Schulministerium hatte bereits im Vorfeld der Warnstreiks auf die Schulpflicht verwiesen: Eltern müssten dafür sorgen, dass ihre Kinder zur Schule kämen. Sollte der Schulweg im Einzelfall nicht zumutbar sein, handele es sich um entschuldigte Fehlzeiten.
Weitere Warnstreiks bei Bus und Bahn wahrscheinlich
Frank Christian Starke, WDR-Wirschaftsredakteur
"Es ist davon auszugehen, dass das nicht die letzte Protestaktion sein wird", sagt WDR-Wirtschaftsredakteur Frank Christian Starke: "Denn der Tarifkonflikt ist noch im Anfangsstadium. Es ist gerade erst eine Verhandlungsrunde vorbei." In der Regel steigere Verdi die Intensität der Arbeitskampfmaßnahmen, so Starke. Und weiter:
"Gut möglich also, dass es vor der nächsten Verhandlungsrunde Anfang März erneut zu Warnstreiks kommt." Frank Christian Starke, WDR-Wirtschaftsredakteur
Nach seiner Einschätzung sind die Verhandlungen schwierig. "Es geht nicht um Lohnprozente, sondern um Arbeits- und Ruhezeiten, um Zuschläge. Solche Fragen zu klären, braucht in der Regel viel Zeit."
Was Verdi in den Tarifverhandlungen verlangt
Mit den Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, die zweite Verhandlungsrunde der Tarifgespräche ist für den 2. März geplant.
Verdi NRW fordert unter anderem:
- Die wöchentliche Arbeitszeit soll von 39 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzt werden. Auf welche Stundenzahl genau soll noch konkretisiert werden.
- Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von zehn auf elf Stunden erhöht werden.
- Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen.
- Außerdem pocht die Gewerkschaft auf deutlich mehr Investitionen in Infrastruktur und Personal.
Warum die Arbeitgeber die Verdi-Forderungen ablehnen
Die Arbeitgeber werfen Verdi vor, "die Augen vor der Realität der desolaten Finanzlage der kommunalen Nahverkehrsunternehmen" und der Kommunen zu verschließen. Der Nahverkehr sei ein gewaltiges Zuschussgeschäft. Würde man den Forderungen nachkommen, müsste voraussichtlich an vielen Stellen verstärkt etwa über die Einstellung von Linien, über längere Takte und über die Vergabe von Beförderungsleistungen an das private Busgewerbe nachgedacht werden, teilte der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen mit.
Vor allem die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung sieht der Verband kritisch. "Eine Position ist bei uns sehr klar", sagte Bernhard Langenbrinck vom Kommunalen Arbeitgeberverband in NRW im Interview mit dem WDR 5 Morgenecho: "Wir dürfen die Produktivität im ÖPNV nicht weiter vermindern." Denn dann sei das Ziel der Verkehrswende gefährdet.
Der Verband verweist auf Steigerungen in den vergangenen Jahren, die "bei der Gewerkschaft scheinbar völlig aus dem Blick geraten" seien. Die Tarif- und Entgeltbedingungen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr in NRW hätten sich deutlich verbessert, sodass dieser bereits jetzt attraktive Arbeitsplätze biete.
Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben beim ersten Treffen Gespräche über einen sogenannten Zukunftstarifvertrag angeboten. Die Verdi-Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung sei bisher unkonkret.
Unsere Quellen:
- Mitteilung der Gewerkschaft Verdi
- Verdi-Sprecherin
- Mitteilung des Kommunalen Arbeitgeberverbands Nordrhein-Westfalen
- Nachrichtenagentur dpa/lnw
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 02.02.2026, 12:45 Uhr
107 Kommentare
Kommentar 107: Brigitta S. schreibt am 04.02.2026, 11:58 Uhr :
Die Verdi- Gewerkschaft hatte mal ein gutes Image, um den Arbeitern einen besseren Lohn zu erstreiten. Tarifverträge könnte auch ohne Streik ausgehandelt werden, aber wenn jeder ewig auf seinen Standpunkt bleibt, dann wird es unweigerlich zum Chaos zum Bsp. beim Nahverkehr. Eine andere Streik- Waffe gibt es nicht? Die Streiks von Verdi schädigen die Wirtschaft enorm, sie sind zu viele und dauern zulange. Streiks die den Nahverkehr lähmen, sollten bei harte Eis- Schnee- Winter nicht stattfinden dürfen. Das Streikrecht in Deutschland ist verfassungsrechtlich geschützt und unterliegt bestimmten Grenzen, dazu steht auch ein Verhältnismäßigkeitsgebot.“ Jeder ist sich selbst der Nächste“, leider ist es so! Ohne Rücksicht auf Verluste anderer Menschen.
Antwort von LYN , geschrieben am 04.02.2026, 13:18 Uhr :
Schwierig wenn man seit Jahren probiert was zu reißen und es immer wieder abgelehnt wird. man streik ja nicht, weil man mal Lust hat.
Antwort von Paul S. , geschrieben am 04.02.2026, 13:39 Uhr :
Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gilt auch für die Art und Weise, wie der Streik durchgeführt wird. Der Arbeitskampf muss sich deshalb auch zumindest an Grundgebote der Fairness halten. Grundsätzlich gibt es keine festgeschriebene, gesetzliche Regelung, wie lange Gewerkschaften streiken dürfen. Das Streikgesetz stammt aus einem Streikzeitalter, was heutzutage nicht mehr passend sein kann. Der Nahverkehr hat sich seitdem in der Größe stark verändert. Verdi nimmt diese Verkehr-Größenordnung mit Kusshand beim Streik.
Kommentar 106: Conny schreibt am 04.02.2026, 04:36 Uhr :
Ver.di sagt ja immer so schön, sie wollen die Arbeitgeber treffen. Schon mal überlegt, warum diese mindestens 2 Verhandlungsrunden lang kein Angebot machen? Ich denke, denen kann ver.di gar keinen größeren Gefallen tun als zu streiken. Dadurch holen sie einen Teil der künftigen Mehrausgaben wieder rein, weil sie an den Streiktagen keinen Lohn zahlen müssen - also je nehr, desto besser. - Die verschnähte 39-Stunden-Woche hätte ich gern; unsere Arbeutszeit wurde vor Jahren auf 41 hochgesetzt - ohne jeden finanziellen Ausgleich. Und mein Urlaub, der eigentlich für meine Erholung ist, wird von ver.di fremdbestimmt - allein letztes Jahr 5 Tage futsch...
Kommentar 105: Franziska 1 schreibt am 03.02.2026, 20:16 Uhr :
Verdi hat einen Generalstreik angeordnet, dazu fällt mir als Retourkutsche folgendes ein, weil über den Köpfen der ganzen Gesellschaft in Deutschland gehandelt wird von der Verdi- Gewerkschaft und sie viele Menschen behindert den Nahverkehr benützen zu können. Was würde passieren, wenn alle Arbeiternehmer die es gibt im Land für einen halben Tag streiken würden. Keiner geht bis Mittag zur Arbeit oder sonst wohin, außer der Rettungsdienst und die Polizei? Mir ist klar, es hört sich wie eine Spinnerei an, jedoch dann würde man erkennen, dass andere Leute die nichts mit Verdi zu tun haben, auch Druck ausüben können, nicht nur sie selbst. Ich betreibe damit keine Volks -Verhetzung, es ist kein Aufruf, sondern nur eine Fantasie-Idee die bestimmt was bewirken würde, aber nicht durchsetzbar ist. Die Wirtschaft soll nicht darunter leiden, Verdi scheint es egal zu sein.
Antwort von Streik 2026 , geschrieben am 03.02.2026, 22:05 Uhr :
Sie haben ihrer Fantasie aber wirklich freien Lauf gelassen,aber mehr ist es auch nicht,wenn man mit ihrer Fantasie gegen hält, könnte man auch meinen das ist einen Sache für den Staatsschutz,aber wie geschrieben, nur "Fantasie." Somit wertlos,oder sinnlos?
Antwort von Hammer , geschrieben am 03.02.2026, 22:44 Uhr :
@Franziska Der Gedanke der Gemeinsamkeit, also wenn die eigentliche Mehrheit gemeinsam für gute Bedingungen eine starke Position einnehmen will und sich nicht mehr durch die Ausbeuter spalten ließe, ist doch keine dumme Idee. Nach dem Motto: "Lohnabhängige aller Klassen vereinigt Euch! Ihr habt nichts zu verlieren, außer eure Unterdrückung!" Das ginge natürlich recht einfach schon bei Wahlen, indem alle Nicht-Oligarchen solche Parteien wie CDU, CSU, FDP, AfD, Werteunion und dergleichen logischer Weise nicht wählen, sondern natürlich solche, die den Sozialstaat und die Menschenwürde wirklich schützen und achten. Also, ich empfehle grundsätzlich allen Arbeitnehmern (m/w/d) die Sozialdemokraten zu wählen. Einigkeit, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist so wichtig! Lasst Euch nicht gegeneinander ausspielen.
Kommentar 104: Hammer schreibt am 03.02.2026, 14:23 Uhr :
Den Verdi-Forderungen ist sofort zu entsprechen. So einfach ist das! Holt endlich die CumEx, CumCum und andere Steuergelder von den Betrügern und Hinterziehern! Dann gibts auch nicht solche Haushaltslöcher. Komisch, dass das nicht alleroberste Priorität hat. Es grenzt ja schon an verbrecherischer Beihilfe zur Staatsausbeutung, wenn diese wirklich lohnenden Wirtschafts- und Steuerdelikte nicht unverzüglich geklärt werden. Es sind 140 Mrd pro Jahr, die unsere Regierung durch weitestgehende Untätigkeit diesbezüglich "verschenkt" an Hochprivilegierte und Wirtschaftskriminelle. Seit Jahren! Anstatt dessen werden für die Defizite Arbeitnehmer, Rentner, Kranke und Bedürftige in Haftung genommen. Lohndumping, verschlechterte Arbeitsbedingungen / Infrastrukturen und die Zerstörung der Sozialen Sicherung sind ebenfalls seit Jahren der destruktive Kurs in Politik und Verwaltung ...
Kommentar 103: Brigitta S. schreibt am 03.02.2026, 13:50 Uhr :
Verdi hat Generalstreik angeordnet in ganz Deutschland. Bei diesen vielen Streiks kommt der Nahverkehr in 15 Bundesländern fast zum Erliegen. Da wird von Verdi das Germany erpresst auf eine Weise, wo die Politik in Zukunft dringend eine Streik- Reform bei Gewerkschaften diskutieren sollte. Bei dem Generalstreik fast über ganz Deutschland wird die Wirtschaft, die Freiheit der Bevölkerung massiv eingeschränkt. Es bedeutet Stillstand bei den Schwächsten. Wer kein Auto hat, der wird sozusagen von Verdi gezwungen sich andere Fahrzeuge zu suchen. Die Taxigeschäfte werden angeblich boomen bei diesen vielen Streiks. Somit wäscht eine Hand die andere Hand, einseitig wird die Wirtschaft ruiniert. Die Menschen in den Städten und teils am Land benötigen jedes Jahr gute Nerven, weil hohe Preise ihnen den Lohn wegfrisst. Eine Quizfrage: Wer regiert Deutschland: A-Regierung oder B- Verdi?
Kommentar 102: Hans schreibt am 03.02.2026, 13:03 Uhr :
DER Bahnverkehr lief seltsamerweise problemlos.
Kommentar 101: Franziska 1 schreibt am 03.02.2026, 11:57 Uhr :
NRW, ein Land wo auffällig geballt viele Branchen zur gleicher Zeit streiken, ist das ideal für ein großes Land? Mit dem Streik - Kopf durch die Wand gehen wollen, erzeugt Blessuren bei vielen Unbeteiligten. Einig wird man sich erst nach Wochen oder Monaten? Es ähnelt fast einen Krieg. Nach großer Zerstörung an Leib und Seele kommt erst eine Einigung bei Tarifverhandlungen. Unnötig diese Umwege, am Schluss müssen die Verhandler doch aufeinander zu gehen. Es ist fast jedes Jahr das gleiche Spiel ums Geld. Der Leierkasten der Streiks dreht sich immer weiter, dafür werden schon die nächsten Dates notiert.
Kommentar 100: Beate Hild schreibt am 03.02.2026, 00:12 Uhr :
Das Streiken im.ÖPNV müßte mal der Staat stark einschränken und die Verdi dazu verpflichten ,immer für genug Ersatzverkehr zu sorgen.Es hat nicht jeder ein Auto und einen Autoführerschein.Aber ,da tut sich nicht .Es muß mehr an die Fahrgäste gedacht werden ,wie ich einer bin,wenn ich privat weg muß. Zur Arbeit gehe ich zum Glück zu Fuß aber nicht zum Arzt ,wenn ef weiter weg ist.Die Verdi und die Streikenden denken nur an sich und nicht an die Fahrgäste.Oder ,man müßte Verdi mal ganz auflösen ,damit im.ÖTNV nicht mehr gestreikt werden kann ,ganz hart . Beate Hild
Antwort von Brigitta S. , geschrieben am 03.02.2026, 11:19 Uhr :
@ Beate Hild, „ Die Verdi und die Streikenden denken nur an sich und nicht an die Fahrgäste. Oder , man müßte Verdi mal ganz auflösen ,damit nicht mehr gestreikt werden kann , ganz hart“, ist diese Ansicht wirklich ernst gemeint? Überlegen Sie bitte, wo wäre der Arbeitnehmer ohne die Vertretungs-Hilfe von Verdi und andere Gewerkschaften? Wer würde sich kümmern, für höheren Lohn? Soll jeder Einzelne zum bei ÖPNV- Chef gehen und einen Tariflohn aushandeln? Es würde nicht jeden helfen. Ihre Meinung „die Streikenden denken nur an sich und nicht an die Fahrgäste“, ist pauschal nicht gut gedacht. So unmoralisch schätze ich die Streikenden nicht ein, sie organisieren nicht den Streik- Ablauf. Kein Gewerkschafts- Mitglied wird gezwungen auf die Straße zugehen für Streik. Ansonsten, ja ich finde ebenfalls, Verdi streikt zu hart, ein Streik sollte nicht Unbeteiligte so hart bestrafen, wie es bei den Städten abläuft zwischen ÖPNV und Verdi.
Kommentar 99: Franziska 1 schreibt am 02.02.2026, 23:49 Uhr :
Fast eine Million Arbeitstage fielen aus wegen Streik, 2025. Kann sich Deutschland solche Ausfälle leisten? Es gibt einige Gewerkschaften im Land, sie erreichten bis jetzt keinen Erfolg bei Verhandlungen mit den Arbeitgeber. Um mehr Lohn und um was anderes zu erreichen, dauern die (Tarif)Gespräche viel zu lange. Es ist auch immer dasselbe, der eine Arbeiter bekommt mehr Lohn, der andere Arbeiter schaut mit dem Ofenrohr ins Gebirge, ohne Lohnerhöhung. Beim Lohn gibt es keine humane Umverteilung was für Gerechtigkeit sorgen könnte. Wer für eine kürzere Arbeitszeit ist, evtl. pro Tag eine oder zwei Stunden weniger bei vollen Lohnausgleich, der sollte daran denken, wer arbeitet die 1 oder 2 Stunden Fehlzeit bei mancher Branche wieder rein, wo viel Personal fehlt seit Jahren? Wie zum Bsp. bei der strapazierten Pflege? Man hört von Zukunfts-Tarifvertrag, wer hat den Weitblick in eine sichere Zukunft beim Lohn, in der Wirtschaft und beim Nahverkehr? Der autonome Bus, die Bahn vielleicht?
Kommentar 98: Peinlichergehtesnicht schreibt am 02.02.2026, 23:13 Uhr :
An die ganzen Bus-/ und Straßenbahnbasher, vor ein paar Tagen Beamtenbasher wegen Rentenkasse, wie wenig Hirnwindungen braucht es, um Deutschland halbwegs am Leben zu erhalten? Und die EU vor allem in Osteuropa gleich mit? Ihr seid neidisch, gehässig und teilweise übergriffig… die Busfahrer leben nebenan, was stimmt daran nicht? 🤮
Kommentar 97: Anonym schreibt am 02.02.2026, 21:16 Uhr :
Endlich wird richtig Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt, die haben immer noch kein ernstzunehmendes Angebot vorgelegt. Noch besser wär's 6 Wochen lang den Müll nicht abzuholen, dann merkt jeder was der öffentliche Dienst wert ist.
Antwort von Flo , geschrieben am 02.02.2026, 23:00 Uhr :
Hört sich nach AfD an, Chaos stiften statt Ruhe bewahren, eigentlich eher weiblich besetzt🫢