Warnstreiks in NRW

Aktuelle Stunde 04.02.2026 16:20 Min. UT Verfügbar bis 04.02.2028 WDR Von Bernhard Kaufmann

Öffentlicher Dienst: Landesweiter Warnstreik für nächste Woche angekündigt

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Auch am Donnerstag gab es in NRW noch mal Warnstreiks an Unikliniken, vielen Hochschulen und auch Kindertagesstätten. Und für nächste Woche ruft Verdi bereits zu einem landesweiten Warnstreik auf.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder sollen am Dienstag (10. Februar) in NRW Beschäftigte aus Schulen, Unikliniken, von der Polizei, Behörden, Justiz und weiteren Teilen der Landesverwaltung in Düsseldorf zu einer Demonstration zusammenkommen, teilten Verdi, GEW, GdP und der dbb NRW mit.

An den Unikliniken in Aachen, Essen und Köln ist ein zweitägiger Warnstreik für Montag (9. Februar) und Dienstag (10. Februar) geplant, erklärte Verdi. Neben Schulen, Hochschulen und Unikliniken sind laut Verdi auch etwa Staatsanwaltschaften und der Landesbetrieb Straßen.NRW betroffen. Ob das Auswirkungen auf den Verkehr hat, ist bisher nicht bekannt.

Warnstreiktag in NRW: Gewerkschaften wollen Druck erhöhen

Auf einer gemeinsamen Kundgebung vor dem NRW-Landtag werden Verdi-Chef Frank Werneke und der Bundesvorsitzende des dbb Beamtenbund und Tarifunion, Volker Geyer, als Redner erwartet. Die Gewerkschaften wollen unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Das nächste Treffen der Tarifparteien beginnt am kommenden Mittwoch in Potsdam.

Warnstreiks sorgen bereits für Einschränkungen in NRW

Bereits in den vergangenen Tagen haben in NRW Warnstreiks für Einschränkungen gesorgt - etwa an den sechs Unikliniken im Land. In Köln und Düsseldorf begann der Streik bereits am Dienstag. Am Mittwoch legten dann auch viele Mitarbeitende in Essen, Münster, Bonn und Aachen ihre Arbeit nieder - auch am Donnerstag war das der Fall.

Menschen protestieren auf der Straße

Streik für höhere Entgelte an Unikliniken in NRW

Gegenstand des Arbeitskampfes ist das Entgelt für Pflegekräfte, Labormitarbeitende, Verwaltungsmitarbeitende und Servicepersonal. Die Gehälter von Ärzten sind nicht Teil der Tarifverhandlungen.

Warnstreik in NRW: Unikliniken, Schulen und Hochschulen betroffen

WDR Studios NRW 01.02.2026 00:20 Min. Verfügbar bis 01.02.2028 WDR Online

In einigen Großstädten konnte es durch Demonstrationen von Streikenden zu Einschränkungen im Straßenverkehr wie etwa Staus kommen. Am Donnerstag zwischen 10 und 12 Uhr war zum Beispiel eine große Kundgebung von Mitarbeitenden der Unikliniken Düsseldorf und Essen vor dem nordrhein-westfälischen Landtag geplant. Verdi erwartet 600 Teilnehmende.

Warnstreiks an Schulen in NRW

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte für Mittwoch zu Warnstreiks an etlichen Schulen in den Regierungsbezirken Arnsberg und Düsseldorf aufgerufen. Am Donnerstag standen dann Warnstreiks an Schulen in den Regierungsbezirken Detmold und Münster auf dem Plan.

Demonstranten beim Warnstreik in Münster

Lehrer-Warnstreik in Münster

In allen Regionen konnte es laut GEW auch zu Unterrichtsausfällen kommen. Eine Notbetreuung werde in solchen Fällen ermöglicht, hieß es. Zum Streik aufgerufen waren angestellte Lehrkräfte, aber auch die landesweit rund 40.000 tarifbeschäftigten Lehrkräfte.

Warnstreiks in Awo-Kitas auch am Freitag

Verdi hat auch Beschäftigte von Kindertagesstätten, die von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) betrieben werden, zum Warnstreik aufgerufen. Dies hat aber nichts mit den übrigen Arbeitsniederlegungen zu tun. Der Tarifkonflikt zwischen Verdi und der Awo läuft separat. Betroffen waren am Donnerstag Kitas in Ostwestfalen-Lippe.

Für Freitag kündigt Verdi Warnstreiks an Awo-Kindertagesstätten im Ruhrgebiet und im Münsterland an, unter anderem in Bochum, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Münster. Für die Kitas rechnet die Gewerkschaft mit Notbetreuungen, gemeinsamer Betreuung und Kita-Schließungen.

Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR 2, WDR aktuell Nachrichten, 01.02.2026, 10.45 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 04.02.2026, 18.45 Uhr

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