Beratungsklau im Einzelhandel | WDR aktuell
02:00 Min.. Verfügbar bis 13.02.2028.
Erst Beratung, dann woanders Online kaufen? Ideen gegen "Showrooming"
Stand:
Gebühren für Beratung im Fachgeschäft? Ein Experte erklärt, wie Ladenbesitzer ihre Kunden halten könnten - trotz Onlinehandel.
Von Nina Magoley
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Zu den Kommentaren [33]"Beratungsklau" oder auch "Showrooming" heißt das Phänomen, das Einzelhändler oft Nerven kostet: Kunden kommen ins Geschäft, lassen sich ausführlich zu einem Produkt beraten - und googeln dann oft noch im Laden nach dem günstigsten Onlineangebot.
Am Mittwoch hatte der WDR über ein Schulranzen-Geschäft in Hagen berichtet, das mittlerweile eine Gebühr von 25 Euro für ein ausführliches Beratungsgespräch nimmt. Chefin Stefanie Kranz hatte es satt, zuzusehen, wie ihre Kunden nach ausführlicher Beratung im Geschäft den Ranzen dann doch im Internet kaufen. Weil er dort vielleicht ein paar Euro günstiger ist.
Das Thema polarisiert: Viele Userinnen und User schrieben ihre Meinung in die Kommentarspalten unter dem WDR-Onlineartikel. Einige rieten dazu, statt Zeit im Geschäft zu verbringen, besser online zu recherchieren oder ChatGPT nach Beratung und den günstigsten Online-Anbietern zu fragen.
Beratungsgebühr in Apotheken?
Viele aber sahen das kritisch. Auch in anderen Branchen sei dieser Trend zunehmend ein Problem. Ein Karosseriebauer berichtete, dass sich Kunden in seiner Werkstatt einen Kostenvorschlag machen ließen, um dann "fiktiv mit der Versicherung abzurechnen". Zu einer Reparatur komme es gar nicht.
Er nehme daher auch eine Gebühr für den Kostenvoranschlag, die bei Reparatur dann gutgeschrieben würde: "Es ist meine Zeit, die verloren geht und allein das Kalkulationsprogramm kostet mich 400 Euro pro Monat."
Auch Apotheken sollten eigentlich eine Beratungsgebühr erheben, fand eine andere Userin: "Sie haben eine große Aufgabe übernommen." Arztpraxen würde durch die Patientenberatung in der Apotheke "viel Zeitverlust abgenommen".
Jeder dritte hat schonmal "Showrooming" gemacht
Klar: Online lassen sich viele Informationen und Testergebnisse über einen Artikel finden - aktuelle Schnäppchenpreise inklusive. Der Artikel wird nach Hause geliefert und kann im Zweifel kostenlos wieder zurückgeschickt werden. Rein finanziell scheint die Chance, hier weniger Geld auszugeben, zunächst mal hoch.
Eine Umfrage des Instituts YouGov im August vergangenen Jahres hatte ergeben, dass rund jeder dritte Verbraucher in Deutschland sich schon einmal im stationären Handel beraten ließ, um anschließend das entsprechende Produkt nach einem Preisvergleich online zu kaufen.
Trend rückläufig, aber ...
Das Institut für Handelsforschung (IFH) Köln beobachtet diesen Trend seit mehr als zwanzig Jahren – auch mittels regelmäßiger Umfragen. Entgegen dem Anschein sei die Tendenz, sich im Laden beraten zu lassen, um dann online zu kaufen, zunehmend rückläufig, sagt IFH Köln-Geschäftsführer Kai Hudetz.
"Ansprüche sind hoch": IFH-Geschäftsführer Kai Hudetz
Das klingt zunächst nach einer guten Nachricht für den Einzelhandel. Allerdings liege das auch daran, dass Kundinnen und Kunden zunehmend mehr Vertrauen in Onlineanbieter hätten – und gar nicht erst vorher im Laden recherchieren würden.
Vorreiter Zalando
"Zalando hat es vorgemacht", sagt Hudetz: Dadurch, dass Umtausch oder Rückgabe bei den meisten Onlinehändlern heute unproblematisch und kostenlos sind, sei es für viele am komfortabelsten, sich den Wunschartikel nach Hause liefern zu lassen, um ihn dort in Ruhe zu testen.
Ausnahmen gelten offenbar für höherpreisige Artikel, wie etwa Fernseher oder Fahrräder: "Da will man vielleicht doch mal selbst im Laden sehen, wie gut das TV-Bild aussieht oder wie man auf dem Fahrrad sitzt."
Ein Problem für den stationären Handel: Das Angebot dort treffe oft nicht genau die Erwartung der Kunden. Ob Größe, Farbe oder spezielles Modell – "heutzutage sind die Ansprüche da hoch".
Was kann der Einzelhandel tun, um Onlinekunden zurückzuholen?
Vor allem müssten stationäre Händler für die "Out-of-Stock“-Situation gute Lösungen anbieten: Ist der Artikel nicht genau in der gewünschten Variante vorhanden, müsse klar sein, bis wann genau das Teil bestellt werden könne, "im Idealfall kann es dann auch direkt nach Hause geschickt werden".
Außerdem sei es wichtig, auf günstigere Onlinepreise zu reagieren, sagt Hudetz: "Was kann man der Kundin oder dem Kunden in dem Fall anbieten?“ Zugaben seien eine Möglichkeit: Ist der Staubsauger zwar nicht genau das gesuchte Modell, bekommt der Kunde dafür aber zum Beispiel eine Vorratspackung Premium-Staubsaugerbeutel gratis dazu.
Angebote in den sozialen Medien platzieren
Kaufimpulse über TikTok
Ein Muss seien außerdem die sozialen Medien. Vor allem junge Kunden bekämen hier am häufigsten ihre Kaufimpulse. Schaffe es ein stationärer Händler, Plattformen wie Snapchat oder Tiktok mit eigenen Angeboten zu bespielen, könne das den Zulauf deutlich erhöhen.
Ein weiterer Weg, Online-Kunden zurück ins Geschäft zu holen: "Click&Collect“-Angebote. Der Kunde sichert sich dabei einen Artikel per Onlinebestellung, holt ihn aber in der Filiale ab. Vor Ort werde dann meist noch mindestens ein weiterer Artikel gekauft, weiß Hudetz. Einer der Vorreiter sei hier das westfälische Unternehmen "Ernsting‘s Family": Dort mache "Click&Collect“ mittlerweile etwa 80 Prozent der Käufe aus.
Beratungsgebühr oder Kundenkarte
Eine Gebühr für die Fachberatung im Geschäft hält Hudetz grundsätzlich für eine gute Idee. "Allerdings muss das Beratungsangebot dann auch wirklich gut sein." Manche Anbieter würden auch mit Kundenkarten arbeiten: Wer sich registrieren lässt, bekommt die Beratung umsonst.
"Händler müssen stärker aus Kundensicht denken", sagt Hudetz. "Was zählt, sind intelligente Ideen, Händler müssen einfach kreativ sein." Nach einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland geben aber fast 19 Prozent der Einzelhändler an, in ihrem Ladenlokal bislang "kein Konzept zur Steigerung des Einkaufserlebnisses" zu haben.
Unsere Quellen:
- WDR-Reportage in Hagener Schulranzen-Geschäft
- WDR-Interview mit IFH Köln-Geschäftsführer Kai Hudetz
- Statistik Handelsverbands Deutschland
- Umfrage YouGov
Sendung: WDR.de, "Showrooming im Einzelhandel", 13.02.2026, 17.49 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 13.02.2026, 21.45 Uhr
33 Kommentare
Kommentar 33: Bilbo schreibt am 15.02.2026, 15:11 Uhr :
Angesichts steigender Preise bei gleichbleibenden Löhnen und einer immer höheren Steuerlast sehe ich es nicht ein, im stationären Handel zu kaufen – erst recht nicht, da man dort oft weniger Rechte genießt. Rechnet man dann noch die Anfahrt und den Transport nach Hause dazu, lohnt sich der Kauf im Geschäft für mich sicher nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Beratung und Angebots Vielfalt vor Ort teilweise nicht einmal gut ist.
Kommentar 32: Kon Sum schreibt am 15.02.2026, 14:06 Uhr :
Hinzu kommen noch die Teleshopping-Kanäle, die zwar immer wieder auf dem absterbenden Ast gesehen wurden, aber mit Deutschland einen stabilen zweiten Platz in Europa belegen. Gerade unsere älteren Semester bestellen hier gerne - antiquiert-telefonisch(!)-bequem mit großzügigem Rückgaberecht; aber oft mindere bis durchschnittliche Qualität (ggf., auch von der Resterampe) zu oft überhöhten Preisen, präsentiert von verkaufspsychologisch gut geschulten und überwiegend sympathisch auftretenden Verkäufern und sog. "Experten". Der Futuremarketreport rechnet mit einer jährlichen Wachstumsrate von (immerhin) ~6% und bis 2032 mit einer weltweiten Marktgröße von USD ~30 Mrd. Hört sich zunächst nach nicht viel an, aber auch das sind 30 Milliarden, die dem Einzelhandel "einfach so" wegbrechen.
Kommentar 31: Johann Moritz schreibt am 15.02.2026, 14:04 Uhr :
So manches von dem, was ich kaufe, gibt es gar nicht im lokalen Einzelhandel, und gab es nie. Drum bestelle ich recht oft Dinge online. Höherpreisige Elektronik gerne so, daß ich online bestelle und in der lokalen Filiale abhole, denn wenn dann etwas nicht funktioniert, kann ich einfach in den Laden gehen und es den Verkäufern vor die Füße werfen. Aber es ist tatsächlich so, daß auch bei Kleidung oder Schuhen vieles gar nicht lokal vorrätig ist, und nur online bestellt werden kann. Und welcher Buchladen sucht noch in internationalen Katalogen und bestellt einem dann ein Fachbuch aus den USA?
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 15.02.2026, 17:04 Uhr :
@Johann Moritz ….in einem guten Buchladen fremdsprachige Bücher zu bekommen ist kein Problem, wenn einer selbst nicht online bestellen will. Man geht in den Buchladen und fragt nach dem Buch, wenn es nicht vorrätig ist, dann bestellt der Buchladen es für den Kunden im Internet.. Abholung im Buchladen ohne Gebühr- Aufschlag. Es leben doch nicht nur Deutsche in Deutschland. Diesen Service gibt es bei mir vor Ort. Ich besitze einiges mit Suaheli - Sprache und von USA. Es ist auch ein guter Service, wenn man das Buch als Geschenk für jemand anderen bestellt. Würde DHL o.a. es liefern, dann wäre es keine Geschenk- Überraschung mehr. Manchmal bekomme ich das Gefühl, zwischen Stadt und Land spaltet sich immer mehr der Kundenservice zu Ungunsten der Kunden überwiegend in der Stadt.
Kommentar 30: Marco schreibt am 15.02.2026, 11:12 Uhr :
Ich mache es eher umgekehrt. Ich gucke bei Amazon nach, lese die Rezensionen. Versuche immer in einen Geschäft zu kaufen was geht.
Kommentar 29: Gabriele schreibt am 15.02.2026, 10:48 Uhr :
Arbeitsschuhe in meiner Grösse nicht da.Bis wann geliefert?..weiss ich nicht.Also gegoogelt,gleiche Schuhe gefunden und dazu noch 30€ billiger.So kann es auch gehen.
Kommentar 28: Brusli schreibt am 15.02.2026, 09:57 Uhr :
Also wenn die Beratung in Fachgeschäfte gut wäre und ich nicht nur ein verkaufsgespräch bekommen würde und dann mit Schrott nachhause gehe, dann würde ich wohl noch in den Einzelhandel gehen.
Kommentar 27: Radiant schreibt am 15.02.2026, 09:53 Uhr :
Endlich schafft sich das nervige Verkaufsgespräch von selbst ab.
Kommentar 26: Me schreibt am 15.02.2026, 09:19 Uhr :
Bekomme ich dann auch das Beratungs-Geld zurück, wenn der Laden das Teil, was ich am Ende möchte, nicht in meiner Größe, der richtigen Farbe etc. da hat? Wo fängt die denn die Beratung an? Ist "oh, das steht ihnen aber gut" schon Beratung? Ich habe schon so oft in Läden gestanden und nicht bekommen, was ich suchte. Das fing mit breiten Haushaltsgummis an, ging über Klebestreifen, USB-Sticks und Tablets bis hin zu Jeans Hosen (die notorisch nicht in meiner Größe [38-40] da sind. Ja, Lagerhaltung ist kompliziert, aber wenn das, was ich will nicht da ist, kaufe ich fast zwangsläufig online. Und schaue das nächste Mal gleich dort nach.
Kommentar 25: Jürgen schreibt am 15.02.2026, 08:59 Uhr :
Also bitte, ein Schulranzen für fast 300 Euro, den der Hersteller für 5 Euro in China oder Indien herstellen lässt kann doch nur dazu führen, dass im Rahmen der Globalisierung der Kunde direkt im Erzeugerland kauft. Profitgier zerstört Vertrauen und lässt sich nicht durch gestiegene Kosten rechtfertigen. Der Bürger soll am Ende die Milliardäre noch reicher machen, so wie er es seit Jahrzehnten schon tut. Nein Danke!
Antwort von Karim , geschrieben am 15.02.2026, 15:33 Uhr :
👍
Kommentar 24: Christian H. schreibt am 15.02.2026, 08:04 Uhr :
"Showrooming" Geht's vielleicht auch mal ohne Anglizismen und künstliche Wortgebilde?
Antwort von C.B , geschrieben am 15.02.2026, 09:46 Uhr :
Da hast du Recht. Das ist ein echtes no-go
Kommentar 23: Julia schreibt am 14.02.2026, 23:44 Uhr :
Der Einzelhandel hat Zukunft. Viele Leute wenden sich von Online-Shops ab, die die Erwartungen oft gar nicht erfüllen. Zudem verärgern zunehmend Fake-Shops im Internet die Konsumenten. Und schließlich sind die Daten oft nicht sicher. Mal ganz abgesehen von Problemen mit Zustellungen und den lästigen Retouren, wenn die Ware mal wieder defekt von irgendeiner Resterampe kommt. Nö, da geh ich lieber ganz entspannt ins Fachgeschäft!
Kommentar 22: K.V. schreibt am 14.02.2026, 22:39 Uhr :
"Was kann der Einzelhandel tun, um Onlinekunden zurückzuholen?". Jede Wette: für die nachgefragte Produktwelt der breiten Masse - NICHTS! Dafür ist die Online-Konkurrenz viel zu überwältigend und wird u.a. durch sehr gut bezahlte Beeinflusser (aka Influencer) immer größer. Die Kunden, die eine Vor-Ort-Präsenz und -beratung noch zu schätzen wissen bzw. bezahlen wollen (oder können), sterben schlicht biologisch aus. Exklusivhändlerlokalitäten für Luxusgüter (Nobel-Automobile, -Uhren, -Schmuck, -Boote, -Möbel, -Mode etc.) wird es auch auf lange Sicht weiterhin geben; der Schulranzenladen für Max Mustermanns Kinder, gehört aber sicher nicht mehr lange dazu.
Kommentar 21: Franziska 1 schreibt am 14.02.2026, 21:02 Uhr :
Die Commerze Anarchy nimmt zu, wächst ständig. Der Kunde hat die Wahl im Internet online zu bestellen oder auf Fachgeschäfte vor Ort zu blicken. Alle fordern ihren Preis, nirgends gibt es was umsonst. Quantität oder Qualität bestimmt den Preis. Wobei ich vermute, dass Internet mit der Vielfalt der Angebote wird stärker bleiben, als die Fachgeschäfte die manche Kunden nun wegen Gebühren abschrecken. Nicht jeder zahlt mit Bargeld. Ich habe was dagegen, nicht mehr anonym beim Einkauf bleiben zu können, wenn Daten vom Handy gescannt werden. Was gesetzlich noch nicht für alle in der Gesellschaft vorgeschrieben ist, der genießt noch die Freiheit beim Konsumieren und Showrooming, wenn es wichtig sein muss. Die Fachgeschäfte in der Stadt erinnern mich ein wenig an eine beginnende Hierarchie - Art. Auf dem Land ist mehr der Zusammenhalt. Mit Freundlichkeit und guten Service hält man Stamm-und Neukunden! Ein bissiges Gesicht, auch bei Verkäufer treibt Kunden nur aus dem Laden!
Kommentar 20: Daniel schreibt am 14.02.2026, 20:19 Uhr :
Also ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich in den letzten 20 Jahren in Fachgeschäften als Privatkunde kompetent beraten wurde. Ganz im Gegenteil, eingestellt wird der billigste und in Schulungen wird wenn überhaupt nur zum dreisten Aufverkauf investiert. Es ist nun mal nicht meine Aufgabe Geschäftsmodelle entgegen meinen Interessen zu finanzieren, da kann der Handel noch so viel auf emotionaler Ebene jammern.
Kommentar 19: Asoziales Verhalten schreibt am 14.02.2026, 20:17 Uhr :
wird uns von der Politik vorgelebt. Wenn Politiker sich ungeniert die Taschen vollstopfen (z.B. Überversorgung, Maskendeals, unanständige Versorgungsposten für Versager mit Millionengehältern etc, etc.) und dabei zeitgleich die Bürger durch absurd hohe Steuern und Abgaben und Massenmigration immer mehr in wirtschaftiche Aus drängen (z.B. Lohndumping, Wohnungsmangel, etc., etc) ist es kein Wunder, wenn auch immer mehr Menschen jeden Anstand über Bord werfen.
Antwort von Adler , geschrieben am 14.02.2026, 22:20 Uhr :
"Nieten in Nadelstreifen" können zwar das Stadtbild dezent etwa aufhübschen, sind erwiesener Maßen jedoch sonst tatsächlich zu wenig gut. Die Steuergerechtigkeit ist vor allem bei Reichen nicht gegeben. Da müssten die Steuern überhaupt mal gezahlt werden! Die unteren Einkommen dürften in der Tat mehr entlastet werden. Das war schonmal besser und da ging es dem Einzelhandel auch gut. Der Begriff "asozial" ist unpassend, weil damit im III. Reich Menschen stigmatisiert wurden. Das Verhalten in der Politik ist auf jeden Fall unsozial, wenn es um Selbstbedienung, Korruption und Klientelprofit geht und dies undemokratisch und täuschend gegen das Gemeinwohl geschieht. Absolut richtig erkannt, dass so ein Egoismus als Vorbild verheerende Folgen hat. Wer den Sozialstaat bekämpft, weil die nahestehende Lobby so mehr Profite kriegt, ist komplett falsch im Amt. Nur mal so: 90% sind gesetzlich Krankenversichert! Dieser Mehrheit von oben herab Wohlstand und Sicherheit abzugraben, darf nicht sein!
Antwort von Anonym , geschrieben am 14.02.2026, 22:55 Uhr :
@Adler: Der Begriff "asozial", als Abkürzung für "anti-sozial", ist grundsätzlich wertfrei zu sehen. Dass die Nazis und auch die DDR-Führung sich diesen Begriff stigmatisierend bzw. als Schimpfwort zu eigen machten, ist zwar unbestritten, aber der Begriff bedarf gerade deshalb immer einer Kontextbetrachtung und ist im vorliegenden Fall durchaus passend gewählt.
Kommentar 18: Frederic schreibt am 14.02.2026, 20:17 Uhr :
Wir haben ein Fahrradgeschäft und guter Service ist uns wichtig. Dh man kauft brei uns nicht nur ein Fahrrad von der Stange sondern bekommt auch eine umfassende Beratung. Unser Fokus liegt auf Ergonomie und mit dem Kunden das für seine Bedürfnisse passende Fahrrad zu finden. Mind 1 Stunde Beratung, mit Ergonomie vermessung, Probefahrt und nach Wunsch individuelle Konfiguration des Bikes. Das Fahhrad wird aufgebaut und auf den Kunden eingestellt. 90 % würdigen diesen Aufwand und kaufen dann auch bei uns. Aber es gibt auch Kunden die dann mit einem günstigen Onlineangebot kommen. Aber vergessen das er dann nur ein Fahrrad im Karton bekommt. Die ganze Arbeit die wir investieren und die umgerechnet Kosten werden ignoriert. Wenn gewünscht bekommt der Kunde auch einfach ein Fahrrad ohne Beratung und muss dann selber klarkommen.
Kommentar 17: Franziska 1 schreibt am 14.02.2026, 14:20 Uhr :
Das Handel Angebot trifft oft nicht die Erwartung der Kunden. Heutzutage sind die Ansprüche da hoch. Zitat vom Artikel. Showrooming bezeichnet das heutige Verhalten von Verbrauchern, die Fachgeschäfte aufsuchen um Produkte zu prüfen und dann Online bestellen. Diese Praxis vom Testen war früher „ohne Digital“ ganz normal. Sehen, fühlen, riechen, das Material prüfen, war den meisten Kunden beim Einkauf sehr wichtig und dürfte heutzutage auch noch sehr gefragt sein. Wenn die Ware Qualität hat wird sie meistens auch gekauft. Viele junge Kunden bestellen erst im Online Shop, wen es ihnen nicht gefällt dann wird es halt zurückgeschickt. Wer spart beim Einkauf mehr Energie ein, wer hilft mehr dem Klimaschutz? Der persönliche Weg ins Fachgeschäft dürfte energiefreundlicher sein, als der jetzige Strom-Mehrverbrauch, der große Aufwand der Lieferautos. Zu Showrooming gehört eigentlich auch der Gegensatz „Web Rooming“ zur Diskussion gestellt. Wenn schon English, dann beides als Vergleich zusammen.
Antwort von Anonym , geschrieben am 14.02.2026, 15:47 Uhr :
Wenn die jungen Menschen das so machen würden, wäre es ja noch ok. Leider probieren sie oft auch die Kleidung im Geschäft an, um es dann günstiger im Online-Handel zu kaufen. Habe ich schon erlebtAlso das selbe Schema! Und so ganz nebenbei haben sie die Warentische noch durcheinander gebracht und die Verkäuferin durfte aufräumen. Ich denke, dieses Verhalten ist generationsübergreifend. Ich habe weniger Bedenken wegen der Verluste für die Geschäftsinhaber, aber mehr Mitgefühl mit den Verkaufskräften. Für sie bedeutet es Mehrarbeit. Aber an so etwas denkt hier kaum jemand.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 14.02.2026, 16:56 Uhr :
@Anonym … „Leider probieren sie oft auch die Kleidung im Geschäft an". Kleider online bestellen ist immer ein Risiko. Es gibt keine gesetzliche Vorgabe für Kleidergrößen, jede Firmen- Marke hat seine eigenen Größen festgelegt. Selbst in der EU wird man sich darüber nicht einig. Ich kann die jungen Menschen verstehen, wenn bei Online- Bestellungen die Kleidung Mal zu weit oder zu eng ist. Das ein Verkäufer/in zwischendrin die Warentische oder Regal wieder aufräumen muss, wenn Kunden suchen, dass ist leider ein Bedarf- Schicksal. Nichts bleibt im Laden an Ort und Stelle so liegen, wo viel Kunden sich bewegen. Das gilt für die ganze Welt.
Antwort von Anonym , geschrieben am 14.02.2026, 19:53 Uhr :
Wenn die Leute Abfall auf den Boden werfen, dann ist das auch Schicksal? Weil es so viele Menschen gibt? Man kann die Sachen doch ordentlich wieder zurücklegen, genauso wie man seinen Abfall in der Mülltonne entsorgt und es nicht als selbstverständlich ansieht, dass Reinigungskräfte das für sie erledigen. Dass nicht immer alles perfekt läuft,ist schon klar. Nicht immer merkt man, wenn das Taschentuch aus der Jackentasche fällt. Und nicht immer bekommt man einen Pullover so ordentlich gefaltet. Aber man muss ihn ja nicht zerknüllt irgendwo ablegen.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 14.02.2026, 22:26 Uhr :
@Anonym 19:53, Ihre Beschwerde wegen dem Müll und Unordnung mancher Kunden, da sind Sie bei mir nicht richtig. Dafür muss der Chef/in des Hauses oder das Personal schon selbst für Ordnung sorgen, ich kann da leider keinen Rat dazu abgeben. Sorry, ich nehme Ihren Ärger zwar ernst, aber ändern kann ich es nicht.
Kommentar 16: Brigitta S. schreibt am 14.02.2026, 11:58 Uhr :
Ideen gegen "Showrooming"! Viele Hinweise stehen im Forum, die gut durchdacht sind. Es wird wieder polarisiert? Nein! Hinweise wegen den Beratungsgebühren und Showrooming sollten positiv verstanden werden. Die Diskussion darüber will nicht spalten. Bei Beratungsgebühren und wegen Showrooming sollte der Einzelhandel allgemein Kompromisse machen zu Gunsten der Kunden. Sie sind auf Kunden angewiesen, der Kunde hat die Wahl Fachgeschäft oder Online. Ist es von der Regierung gewünscht, dass jedes Geschäft für sich einzeln Gebühren- Regeln festlegen darf? Den Onlinehandel, somit die Bestellungen kann keiner mehr bremsen, er wird noch stärker werden, weil der Einzelhandel die Kunden selbst vergrault. Showrooming wird verurteilt, Blicke auf Waren lässt man sich zahlen? Kunden knebelt man dabei fest in das eigene Fachgeschäft? Was für eine Zukunft beim Fachgeschäft. Beratungsgebühren, warum sind sie im Verkaufspreis nicht mit berechnet, wenn Beratung erforderlich ist?
Kommentar 15: Xy schreibt am 14.02.2026, 11:10 Uhr :
Dachte bisher immer, dass FachverkäuferInnen dazu da wären, Kunden zu beraten. Wie soll das denn in Zukunft mit der Beratungsgebühr aussehen? Muss ich dann z. B. für die simple Frage, welches Buch von den Neuerscheinungen zu empfehlen ist, eine Gebühr bezahlen? Oder wenn mir im Geschäft eine Beratung aufgedrängt wird, auch wenn ich es gar nicht wünsche (aufgedrängte Beratungen habe ich schon mehrfach gehabt)? Habe auch schon an einer Kartenvorverkaufskasse ein Schild gesehen, dass man für die Auskunft sechs Euro zu zahlen hat, wenn man dann keine Karte kauft. Und sowas ist dann für mich vor allem eins: Abzocke von seitens des Geschäfts.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 14.02.2026, 22:50 Uhr :
Gute Idee, eine Test- Lese- Buch als Vorlage zur Information im Buchhandel. Wie viele wären es, Hunderte? Jetzt im Ernst, was soll da beraten werden? Liebesromane, Krimibücher oder Sachbücher? Bei Sachbücher könnte ich mir eine Beratung schon eher vorstellen. Da sind wir aber wieder bequem beim Internet. Bewertungen darüber entscheiden bei mir, ob das teure Sachbuch das Richtige ist.
Kommentar 14: Sandra Schubert schreibt am 14.02.2026, 10:57 Uhr :
Fürchte das haben „ unsere“ viel zu vielen Politprofis auch verschlafen, erst Geiz ist geil, grenzenlos die Welt retten, Kasernen verscherbelt, alles wie immer haftungslos........ Jetzt werden sie von der Realität eingeholt und sind geschockt, fragt doch mal die Maus oder lasst gleich alles die KI machen ! Schlimmer geht nimmer !
Antwort von Hugo , geschrieben am 14.02.2026, 11:27 Uhr :
Die Maus ist eindeutig intelligenter als die KI
Kommentar 13: Hugo schreibt am 14.02.2026, 10:15 Uhr :
Ein großer Teil der Bevölkerung hat mit dem an den Tag gelegten Einkaufsverhalten den stationären Handel quasi „getötet“. Mit eben genau diesem Zeit- und Beratungsklau und anschließendem online Einkauf. Ergebnis daraus ist (unter anderem) eine langweilige Shoppingmeile in vielen Städten. Vielerorts sind die Fußgängerzonen nur noch geprägt von Leerstand, 1€ Shops und Nageclstudios mit 5€ Schülerangeboten, wo man sich fragt, wovon die eigentlich leben. So wie der Endkunde handelt, fällt sein Handeln auch wieder auf ihn selbst zurück weil er sich selbst in seinen Möglichkeiten beschneidet. Das gilt sowohl im digitalen Bereich (Stichwort Algorithmen) als auch ganz analog. Bei mangelnder Nachfrage und Wertschätzung fehlt irgendwann das eine oder andere Geschäft
Antwort von Boss , geschrieben am 14.02.2026, 13:40 Uhr :
Wo wir auch wieder bei der Stadtbild-Debatte wären, nur mit realitätsbezogenem Fokus auf die Folgen eines wirklich problematischen Konsumverhaltens. Aber warum verhält sich ein größer Teil der Bevölkerung so extrem "sparsam"? Na, weil die Leute einfach kein Geld mehr haben! Nur wenige machen sich die Taschen voll und die Mehrheit wird mit Hire and Fire, Lohndumping, Inflation und Preissteigerungen bei Lebenshaltung in existenzielle Nöte gedrängt. Gleichzeitig werden die sozialen Sicherungssysteme immer weiter durch Kürzungen destabilisiert und nach fast jeder Reform haben normale Bürger weniger Sicherheit. Kanzler Scholz war da mal seit Jahrzehnten die einzige Ausnahme! Das Bürgergeld ist wenigstens eine menschenwürdige Existenzsicherung! Aber das hier wieder Änderungen vorgenommen werden, zeigt deutlich, wer das Stadtbild schafft, von dem wir hier reden. Denn wenn die Menschenwürde von ganz oben ständig attackiert wird, braucht sich niemand wundern. Der CDU-Klüngel ist schuld daran.
Kommentar 12: Klunterbella schreibt am 14.02.2026, 08:39 Uhr :
Große Elektromarktkette. Ich brauchte sofort ein neues Handy. Die Onlineverfügbarkeit stimmte nicht mit dem Ladenbestand überein (angeblich hatten sie noch fünf Stück). "Ich schau mal eben im Lager" ich warte. Nach Minuten kommt er zurück "Der Kollege der weiß wo das ist ist in der Pause." Das war es. Kein "ich schau in der anderen Filiale" kein "wir bestellen es und es ist morgen da" nichts. Ein anderes mal wollte ich PC-Mäuse ausprobieren. Mehrere Modelle die infrage kamen hatten sie nur noch als Ausstellungsstück. Auch hier kein Hinweis auf Bestellen oder den eigenen Online-Shop. Ein drittes Mal wollte ich Gimbals testen. Die Verkäuferin sagte "Da haben wir keine Batterien drin." Ich habe jedes mal ohne Reue im Internet bestellt.
Antwort von Stefan , geschrieben am 14.02.2026, 20:44 Uhr :
Die Handy-Situation hatte ich auch mal. Im fünften Geschäft war das gesuchte Modell dann auch vorrätig; aber immerhin haben die vier davor versucht, mich zu anderen Geräten zu beraten, nach denen ich gar nicht gefragt hatte. Der fünfte Händler hätte aber auch keine Beratungsgebühr verdient: "Hallo, ich suche ein [Handymodell]. Haben Sie das da?" "Ja, mit [X] oder [Y] Speicher?" "Wieviel mit [Y] Speicher?" "Das wären dann [Z] Euro." "Prima, nehm ich." (Um mich über Produkteigenschaften zu informieren, frage ich eh lieber Käufer als Verkäufer.)
Kommentar 11: Detlev schreibt am 14.02.2026, 07:12 Uhr :
Moin, kennt da noch jemand "Evertz" auf de Kö, "Brandenburger" oder wie sie noch hießen? Das Problem gibt es doch schon lange. Im Fachgeschäft beraten lassen und da kaufen wo es "billiger" ist, war schon vor über zwanzig Jahren ein Problem. Märcedes"XX-CL 63" bestellen und Ente bezahlen, sehr peinlich abr leider öfters bei Aussengeländer" hat aber bestimmt etwas mit den Kalorien des Knäckebrot zu tun, sorry! Ist leider eine späte Reaktion. Lasst diese Käufer vor d** Wand fahren und überlegt euch länger braucht ihr das. Die Politik in letzter Zeit markiert irgendwie einen Nationalstolz vor das alle nur noch mit geschwellter Brust rumlaufen, Döder. Seitdem dieser Elephant da rumtrampelt mit fünf Promile ist doch alles verkehrt und dieser Rute schreit in das gleiche Horn. Zeltinger kannte so etwas schon früh und nannte es "Schleimig", boh was richt diese Europäische Gülle die so ungefährlich ist!
Kommentar 10: Herrmann schreibt am 14.02.2026, 06:53 Uhr :
So langsam merkt die Gesellschaft, dass man mit einer Erziehung, die Egozentrik und Egoismus an die erste Stelle stellt, auf dem Holzweg ist. Mir tun die jungen Menschen leid, die damit noch 50 oder womöglich 60 Jahre leben müssen.
Kommentar 9: Bert schreibt am 14.02.2026, 06:42 Uhr :
Wenn ich in einem Fachgeschäft beraten werde und das Produkt meinen Erwartungen entspricht kaufe ich dieses selbstverständlich auch dort und fange nicht an im Internet danach zu suchen. Wir hatten in Köln ein tolles Fachgeschäft für Haushaltwaren die abends Küchengeräte kostenlos vorgeführt haben. Manche Kunden waren sogar so dreist sich danach mit den Worten zu verabschieden "Das ist ein tolles Gerät, bestellen wir jetzt bei Amazon. Da ist es billiger". Wie unverschämt und asozial ist doch so ein Verhalten? EIn Geschäft vor Ort hat horrende Kosten für Miete und Mitarbeiter etc., der große Onlinehändler irgendwo in der Wallachei auf der grünen Wiese mit Arbeitern im Billiglohn kann locker die Preise unterbieten. Auch ich kaufe manches im Internet weil die Riesenauswahl selbst von großen Kaufhäusern einfach nicht angeboten werden kann. Doch sehe ich auch, das die Innenstäde mehr und mehr veröden weil die kleinen Einzelhändler mittlerweile einfach aufgegeben haben.
Kommentar 8: Rumpelwicht schreibt am 14.02.2026, 02:47 Uhr :
Bisher dachte ich immer, dass die Beratung in den Preisen der Waren in einem Laden bereits einkalkuliert sei. Wenn man sich nun im Internet schlau macht, und am Eingang des Ladens zu erkennen gibt, dass man keine Beratung braucht, könnte man dann nicht auf den Preis einen entsprechenden Nachlass verlangen? Gleiches sollte natürlich auch gelten, wenn man eine fachkundige Beratung benötigt, aber im Laden keine geeignetes "Showroom-Personal" findet (oder vergebens hinterher läuft ...) Ach ja, was ist denn eigentlich, wenn die Beratung zwar hervoragend ist, aber kein Produkt überzeugen kann, und deshalb nicht zum Kauf kommt?
Antwort von Bert , geschrieben am 14.02.2026, 20:11 Uhr :
Vielleicht den Beitrag nochmal richtig lesen? Dann erübrigen sich ihre Fragen.
Kommentar 7: Flo schreibt am 13.02.2026, 23:53 Uhr :
Allein der amerikanisierte Sprachgebrauch befremdet schon. Haben wir nicht eine viel ältere Sprache? Die da drüben leben sind doch alle von hier abgehauen, gefiel ihnen nicht mehr, haben Einheimische vertrieben und ghettoisiert und waren nicht besser als die Russen heute!!! Das hat in der Entwicklung der letzten rund 500 Jahre nichts mit Zalando oder Amazon zu tun. Gier frißt Hirn, auch für den letzten Dreck von Temu und Shein, weshalb manche Entsorger die Altkleidertonnen nicht mehr leeren, weil nur noch Müll darin ist. Deutschland, wie tief bist Du gesunken und warum brauchst Du gefühlt 18 Jahre, um das zu ändern. Ginge auch für ab morgen. Ich bin permanent entsetzt. Stattdessen sitzt ihr mit XI am Tisch und sauft Kaffee bis der Arzt kommt. Ergebnisse? Null. In neun Monaten noch mal reden…. mir wird grad mal wieder schlecht, lieber mit Macron und Melloni rumhampeln, war für ein erbärmliches Bild. 1,90 auf 1,65 cm, immerhin😳
Kommentar 6: Deutschland GmbH schreibt am 13.02.2026, 20:46 Uhr :
Grotesk diese Situation, erzählen sie es den afrikanischen Kindern die nichts zu essen haben. Sehr sehr traurig und armselig.
Antwort von Eriso , geschrieben am 14.02.2026, 07:28 Uhr :
Mein Feedback: Ihren Kommentar könnte man wirklich überall drunterschreiben. Sie haben einfach nur es etwas gesagt, weil sie die Möglichkeit hatten. Einen sinnvollen Beitrag sehe ich hier leider nicht. Ich habe manchmal das Gefühl, Menschen sehen eine Kommentarspalte und fühlen sich teilweise genötigt, etwas zu schreiben.
Antwort von Hugo , geschrieben am 14.02.2026, 09:35 Uhr :
Der Inhalt Ihrer Mitteilung weicht erstaunlich vom Niveau ihrer Namensgebung ab 🤔
Antwort von Marvin , geschrieben am 14.02.2026, 09:48 Uhr :
Das hat nix mit dem Problem der Konkurrenz von Einzel- und Onlinehandel zu tun. Hier geht es um Existenzen, die durch digitale Kolonialmächte gefährdet, angegriffen und zerstört werden. Dagegen sucht der Einzelhandel Lösungen. Wenn hier die Geschäfte reihenweise Pleite gehen und massenhafte Arbeitslosigkeit die Kaufkraft weiter minimiert, sind das sehr ernsthafte Krisen. Grotesk ist, vermeintlich billig online zu kaufen und dabei im Grunde jedes Mal am Ast zu sägen, der den Wohlstand hier trägt. Ein Riesenproblem sind zudem auch die künstlich durch Immobilien Spekulationen aufgeblasenen Mieten.
Kommentar 5: Franziska 1 schreibt am 13.02.2026, 20:18 Uhr :
Internet hat die Welt der Kunden verändert, man kann Online bestellen, mancher Einzelhandel spürt die Nachteile. Als Digital noch Neuland war für DE hieß es: Arbeitsplätze werden gehen, neue werden entstehen. Showromming wird nun mit Gebühr belegt. Es ist eine uralte Schau im Laden -Tradition, die nun verflucht wird. Die Politik hat den Konsumenten dazu erzogen, jeder kann Digital benutzen. Kunden haben sich daran gewöhnt, online zu bestellen und zur weiteren Information gehen sie in Geschäfte. Hat mancher Einzelhandel nicht voraus geschaut, was für Kunden Online bestellen bedeutet? Die Nachsorge ist jetzt die umstrittene Eintrittsgebühr? Ein tolle Schnapp-Idee für Geschäfte, bringt das mehr Umsatz, wenn Kunden unmündig verprellt werden? Ich bin überzeugt, man treibt sie damit noch mehr zum Internet-Konkurrenten hin. (Anm. 60 Min. für eine Beratung wegen Schulranzenkauf, ist jede Fachkraft dort schon ein Orthopäde? Werden die Kinder getestet mit Heft und Bücher wegen Gewicht im Ranzen?
Antwort von Hugo , geschrieben am 14.02.2026, 09:33 Uhr :
Ja, Franziska, in einigen sehr guten und auch hochpreisigen Fachgeschäften läuft das tatsächlich genauso ab. So wie in der guten alten Zeit auch in ordentlichen Schuhgeschäften auch die Füße noch vermessen wurden.
Kommentar 4: Thomas aus Detmold schreibt am 13.02.2026, 20:13 Uhr :
Ohne die Sache selbst jetzt zu diskutieren - könnte man nicht einmal von ständiger Erfindung neuer Modeamerikanismen absehen? Muss es unbedingt „Showrooming“ sein, wenn ein deutsches Wort oder ein anderssprachiges Fremdwort bereits existiert, gar daneben steht oder leicht zu formulieren geht?
Antwort von Leo , geschrieben am 13.02.2026, 22:43 Uhr :
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Antwort von Bert , geschrieben am 14.02.2026, 06:52 Uhr :
Ihr Kommentar spricht mir aus der Seele! Beide Sprachen haben für mich ihre Schönheit, doch miteinander im "Denglish" vermischt klingt es einfach nur dämlich. Und die Anwendung meistens sogar falsch, weil sie im Englischen eine völlig andere Bedeutung haben . "Handy" "Showmaster" "Oldtimer" um nur 3 Beispiele zu nennen offenbaren das der "Anwender" weder Deutsch noch Englisch beherrscht.
Kommentar 3: Michi schreibt am 13.02.2026, 20:05 Uhr :
Ich mache es eigentlich mittlerweile genau andersherum. Ich informiere mich in den Onlineshops und gehe dann zum Fachhändler um dort zu kaufen. Wenn etwas nicht direkt nach meinen Wünschen vorrätig war konnte das bisher in über 90 % der Fälle bestellt werden. Preislich ist alles unterm Strich auch nicht viel teurer als über den Onlinehandel mit seinen Pseudorabatten. Vieles kann man durch faires Verhandeln vor Ort etwas günstiger bekommen oder zumindest noch einen Bonus rausholen. Vom Service vor Ort ganz zu schweigen. Bei Problemen kann ich direkt mit Menschen reden und muss mich nicht erst durch KI und Chatbots quälen um dann am Ende in einem Callcenter mit kaum Deutsch sprechenden Agenten keine nennenswerte Hilfe zu bekommen.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 13.02.2026, 23:23 Uhr :
@Michi, so mache ich es auch, seit Jahren schon. Ich liebe den Service vor Ort, man ist schon persönlich bekannt. Beim Preis lässt sich oft was runterhandeln, alles rechtlich erlaubt. Das nervige Vergnügen alles Online zu bestellen mach ich nicht mit. Wo macht die Jugend eine Sitzprobe, wenn sie eine Couch kauft? Showrooming im Einzelhandel?