Präsenzunterricht fällt aus: Pro und Contra | Aktuelle Stunde
06:15 Min.. Verfügbar bis 12.01.2028.
Schulen geschlossen: Wie läuft es mit Distanzunterricht in NRW?
Stand:
Wegen Unwetterwarnungen mussten am Montag Millionen Schüler von zuhause aus lernen. Wie gut hat der Distanzunterricht funktioniert?
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Zu den Kommentaren [32]Bei Familie Greving hat man sich mit der Situation arrangiert: Einträchtig sitzen Mutter Ricarda und Sohn Jonah am Schreibtisch - sie am Laptop, er am Tablet-Computer. Die Bankkauffrau aus Gescher-Hochmoor (Kreis Borken) hat an diesem Montag eine Doppelrolle. Neben ihrer "normalen" Arbeit im Homeoffice muss sie zusätzlich ihren 7-jährigen Sohn bei seinen Aufgaben unterstützen. Offenbar klappt das ganz gut, auch wenn Jonah hin und wieder nachdrücklich zum Arbeiten motiviert werden muss.
Ricarda Greving und Sohn Jonah
Ganz einfach sei die Aufgabe trotzdem nicht, meint die berufstätige Mutter: "Ich muss versuchen, alles parallel zu machen." Gott sei Dank habe sich die Grundschule ihres Sohnes beim Arbeitspensum etwas zurückgehalten. "Wir müssen jetzt etwa eine Stunde lang arbeiten. Und dann darf schon die Spielzeit eingeläutet werden." Auch Jonah weiß das eher lockere Arbeitspensum zu schätzen: "Wenn ich eine Pause brauche, dann darf ich auch zwischendurch mal spielen."
Wechsel ins Homeoffice nicht für alle Eltern möglich
Die Nachricht, dass die Schule ihres Sohnes am Montag geschlossen bleibt, habe sie kalt erwischt, sagt Greving. Zum Glück habe sie problemlos ins Homeoffice wechseln können. Viele andere Familien hätten wohl erheblich mehr Schwierigkeiten gehabt, so kurzfristig eine Betreuung für ihre Kinder zu organisieren.
Kritik daran kommt auch von der Landeselternschaft der Grundschulen. Für berufstätige Eltern sei die Info über drohende Schulschließungen zu spät gekommen, sagte die Vorsitzende Josephine Behrens dem WDR. Wenn die Schulen bereits am Freitag auf ein solches Szenario für Montag hingewiesen worden seien, wäre es sinnvoll gewesen, auch die Eltern dabei einzubinden. Dann hätten sie die Möglichkeit gehabt, schon über einen Plan B für die Betreuung der Kinder nachzudenken.
Aber: Sicherheit stehe an erster Stelle. So sieht das auch Ricarda Greving. Der kurzfristig organisierte Homeschooling-Tag sei zwar "umständlich" und "nervig", doch Sicherheit gehe vor, so Greving.
Ein Schulbus im Graben, das möchte keiner in den Nachrichten hören. Ricarda Greving
Von technischen Problemen beim Distanzunterricht, wie sie vor allem in den ersten Wochen nach den Schulschließungen in der Corona-Pandemie immer wieder aufgetreten waren, weiß sie nichts zu berichten.
Keine größeren technischen Probleme beim Distanzunterricht
So geschmeidig wie bei Familie Greving verlief der Tag aber nicht überall in NRW. In den sozialen Netzwerken berichten manche Eltern von Stress, Netzwerk-Problemen und wenig motivierten Lehrkräften. Die Aufgaben der Schule hätten kaum ausgereicht, die Kinder länger als einige Minuten zu beschäftigen.
Größere technische Probleme beim Homeschooling gab es am Montag wohl nicht. Darauf deutet zumindest eine nicht-repräsentative Umfrage des Philologenverbands NRW unter Gymnasiallehrern und -lehrerinnen hin. Am Morgen seien die Server zeitweise etwas schwerfällig gewesen - das habe sich aber schnell wieder normalisiert.
Hingegen erklärte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW (GEW), Ayla Celik, beim Thema Distanzunterricht gebe es noch viel zu tun: "Trotz vorhandener Standards bestehen weiterhin große Unterschiede bei technischer Ausstattung, Endgeräten sowie der Qualität von Internet- und WLAN-Zugängen - sowohl an Schulen als auch in den Haushalten der Lernenden." Das führe dazu, dass viele Schüler und Schülerinnen keine optimalen Bedingungen vorfinden und gegenüber anderen benachteiligt sind. Hier müsse das Land dringend nachbessern, so Celik.
Mehr auf Eigenverantwortung der Eltern setzen?
Manche Eltern posten auch Videos, in denen sie fast triumphierend darauf hinweisen, dass es vor ihrer Haustür überhaupt kein Glatteis gibt.
Christina Feldheim aus Siegen möchte nicht klagen - trotz Doppelbelastung. Die Lehrerin musste am Montag den Fernunterricht für ihre eigenen Klassen leiten und gleichzeitig ihre neun und 16 Jahre alten Töchter Martha und Louisa unterstützen. Ihre Kinder hätten am Montag ihre Aufgaben und Arbeitsblätter bekommen, so Feldheim, und seien gut beschäftigt gewesen.
Dennoch hätte sie es im Nachhinein besser gefunden, Schülern und Eltern mehr Eigenverantwortung zu geben, so Feldhaus. Eltern hätten in diesem Fall freie Wahl gehabt, ob sie ihre Kinder am Montag zur Schule schicken. Oder sie angesichts der Straßenverhältnisse lieber zuhause lernen zu lassen. "Das hat am Freitag doch auch gut geklappt."
Fandet ihr die Schulschließung ok? Viele Reaktionen in unserer Whatsapp-Community
Wir haben euch auch in unserem Whatsapp-Kanal WDR aktuell gefragt: "Fandet ihr die Schulschließung ok?" Innerhalb der ersten 60 Minuten kamen 400 Antworten. Das Bild in unserer Whatsapp-Community ist geteilt: Viele finden die Entscheidung richtig: "Sicherheit geht vor", heißt es beispielsweise. Andere hätten sich mehr Differenzierung gewünscht und erzählen, dass es bei ihnen gar nicht glatt war: "Die Entscheidung hätte bei den jeweiligen Kommunen liegen sollen: In Minden kann es ganz anders aussehen als in der Eifel." Auch wird darauf hingewiesen, dass man ähnliche Situationen früher auch gemeistert hätte: "In den 60er-Jahren wurde auch bei Schnee und Eisglätte unterrichtet."
Unsere Quellen:
- Interviews mit Ricarda Greving und Christina Feldheim
- Interview mit Josephine Behrens, Vorsitzende der Landeselternschaft der Grundschulen
- Pressestellen Philologenverband und GEW
- Social Media
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 12.01.2026, 18:45 Uh
32 Kommentare
Kommentar 32: Thomas schreibt am 13.01.2026, 14:31 Uhr :
Ich finde es übertrieben, oder besser gesagt es falsch formuliert, von Distanzunterricht zu sprechen, denn in der Regel werden nur Aufgaben übermittelt, die zu erledigen sind. Also das ist kein Unterricht, sondern nur erweiterte Hausaufgaben. Das lief leider auch in der Coronazeit so und im Nachhinein wurde erwartet, das der Unterrichtsstoff verstanden wurde. Leider waren Nachfragen zum Stoff nur rudimentär möglich.
Kommentar 31: Andreas Friedrich schreibt am 13.01.2026, 12:00 Uhr :
Ein paar Aufgaben an die Schüler zu schicken, wenn überhaupt geschehen, kann man beim besten Willen nicht als Distanz Unterricht bezeichnen. Unterm Strich war es also ein weiterer, verlorener Tag der Bildung. So eine ministeriale Schließung der Schule darf es auf keinen Fall mehr geben! Bald stehen wieder Streiks im ÖPNV an, da gehen wieder genug Tage verloren.
Kommentar 30: Susi schreibt am 13.01.2026, 11:34 Uhr :
Die individuellen Situationen zeigen eine Vielfalt von problematisch bis ohne Probleme und haben sehr viele Faktoren. Organisatorische und technische Strukturen sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Genannt wurde u.a., dass teure Endgeräte unerschwinglich und nicht vorhanden sind. Die iPad-Lösungen sind in der Tat sehr luxuriös. Demgegenüber kostet ein Raspberry Pi 400 Kit eigentlich nichts, bietet aber eine sehr gute Möglichkeit zum Lernen. Diese Lösung ist mit Bildungsbudget usw. finanzierbar. Toll wäre auch im Hinblick auf die Medienkompetenz, wenn die Schulen Raspberry Pi im Unterricht thematisieren könnten.
Kommentar 29: Daniel schreibt am 13.01.2026, 10:16 Uhr :
Ich zitiere aus der gestrigen Nachricht der Schulleitung (Grundschule): "Da unsere Kinder auf mögliche Videokonferenzen allerdings gar nicht vorbereitet sind [...]". Die zugeschickten Aufgaben waren in weniger als zwei Stunden erledigt - statt einem ganzen Morgen Unterricht und Betreuung. Von der OGS nachmittags ganz zu schweigen. Die Ministerin hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Erst wenn alle Schulen, d.h. Lehrer und Schüler, auf Distanzunterricht vorbereitet sind, darf dieser auch angeordnet werden. Ansonsten ist es faktisch schulfrei - und die Eltern sind die Dummen. Und mit ihnen deren Arbeitgeber. Wird irgendwo erfasst, wieviele Eltern spontan Urlaub einreichen mussten? Wieviele nur teilweise gearbeitet haben? Was sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Schulschließung?
Antwort von PBMM , geschrieben am 13.01.2026, 16:49 Uhr :
Hoffentlich denken die Eltern bei der nächsten Wahl daran und ziehen daraus die richtigen Schlüsse. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Menschen in NRW jammern und dann stellt sich heraus, dass sie diese Regierung mitgewählt haben. Und besonders die Arbeitgeber sind extrem CDU nah. Die dürften sich eigentlich gar nicht beschweren.
Kommentar 28: Anonym schreibt am 13.01.2026, 08:14 Uhr :
Wie ist es gelaufen? Die Lehrer hatten einen freien Tag, haben die Arbeitsblätter hastig in drei verschiedene Plattformen eingestellt und die Eltern durften neben Ihrer eigenen Arbeit auch noch den Hilfslehrerjob übernehmen. Lost Place dieses Land.
Kommentar 27: G. Nervt schreibt am 13.01.2026, 07:16 Uhr :
Unser Sohn hat von 8:00 bis 15:30 vor dem Rechner auf irgendeine Aufgabe aus einem der für gestern vorgesehenen 5 Fächer gewartet. Da kam aber nichts. Gar nichts. Es war draußen auch nicht glatt. Nur Restschnee und ein bisschen Regen - wie sonst auch gerne mal. Ich habe dazu zwar eine Meinung, aber leider keinen Bademantel. Deshalb lediglich: "Schöne Restwoche allerseits!"
Kommentar 26: Anonym schreibt am 13.01.2026, 07:05 Uhr :
Meiner Meinung nach war die Entscheidung des Schulministeriums die einzig richtige Entscheidung! Denn nur weil es am Standort der Schule oder an einzelnen Orten kaum oder gar kein Glatteis gibt, heißt es nicht dass es überall so ist. Zudem hätte es mMn. zu noch größeren Unterrichtsversäumnissen geführt, hätte man die Entscheidung den Eltern überlassen, da so ein Teil der Schüler in der Schule ist aber ein anderer Teil nicht. Zudem müssen auch Lehrer pendeln, sodass auch für diese ein größeres Gefahrenpotential besteht. Und wäre es gestern zu größeren Unfallzahlen gekommen, würde diese Debatte genau andersrum geführt werden. Und aus eigener Erfahrung muss ich sagen, ich lerne im Homeschooling mehr und besser als in der Schule, da die Videokonferenzen wie Unterricht sind nur ohne störende Mitschüler. Und bezüglich der Aussage früher war alles besser: Ja früher gab es mehr Schnee und der Unterricht lief trotzdem aber der Unterschied ist die Kontinuität der Wetterlage!
Antwort von Anonym , geschrieben am 13.01.2026, 10:11 Uhr :
Jeder Arbeitnehmer muss pendeln - warum soll es hier Extrawürste für Lehrer geben? Die Eltern können IMMER entscheiden, dass sie die Kinder zuhause lassen, wenn es zu gefährlich ist. Die Entscheidung gehört in die Hände der Schulen - so hat es BaWü und RLP auch gehandhabt.
Antwort von Ruhri , geschrieben am 13.01.2026, 10:23 Uhr :
@Anonym; umgekehrt, es war nur an einzelnen Orten zu bestimmten Zeiten glatt. Das war nur ein schmaler Streifen mit Glatteis der nachts von West nach Ost zog. Dahinter kam normaler Regen. Als am Morgen die Kinder zur Schule gegangen wären war nur noch im Osten Glatteis und im Reg.Bezirk Arnsberg und genau das wurde vorhergesagt. Das mit Distanzunterricht „ohne störende Mitschüler“ irritiert, würde ich eigentlich nur an einer Brennpunktschule vermuteten aber da funktioniert auch kein Fernunterricht.
Kommentar 25: Andre Schäfer schreibt am 13.01.2026, 00:24 Uhr :
Distanzunterricht wegen "Schneefrei"? Lächerlich. Zu meiner Schulzeit, vor über 40 Jahren, gabs in 10 Schuljahren in Summe 10 Tage Schnee- und Hitzefrei. Schneefrei in der 3. Klasse, Winter 78/79, über 50cm Neuschnee in einer Nacht. An den 10 Tagen Extraferien hatte keiner Zuhause Unterricht, nicht mal besondere Hausaufgaben, einfach frei. Denn die Schule haben schon damals gewusst, dass 2 oder 3 Tage extra frei nicht mal 10% der Ausfallzeit über Jahrs ausmachen, die der schon damals viel zu dünnen Lehrpersonal-Decke geschuldet waren. Betreuen konnte mich bei Ausfällen daheim niemand. Homeoffice gabs noch nicht. Und als Bäckerei-Verkäuferin und Schlossermeister arbeiten Sie eh nicht von Zuhause aus. Extrafrei hieß für mich, draußen spielen, egal bei welchem Wetter. Oder in der Stadtbücherei sitzen. 10 Tage in 10 Jahren wegen dem Wetter. 80 Tage allein in 6 Jahren wegen kranker Lehrer und fehlender Vertretung! Ein 3-fach Hoch auf die Bildungspolitik!
Kommentar 24: Rollgardina Pfefferminz schreibt am 12.01.2026, 22:38 Uhr :
Ist doch besser, wenn ein Kind mal einen Tag zuhause oder beim Nachbarn bleibt, bevor es mit dem Fahrrad stürzt oder unter den Schulbus rutscht. Gibt so viel zu lernen für's Leben, das nicht Mathe per Fernunterricht ist: Schnee schippen oder Staubsaugen helfen, Brot backen, malen, singen, Handarbeiten, Sendung mit der Maus gucken... Meine Güte, welch ein Aufstand :)
Kommentar 23: Tom schreibt am 12.01.2026, 22:22 Uhr :
Bei uns waren nicht die Aufgaben das Problem sondern der Internetanschluss. Wir wohnen am Rand vom Ruhrgebiet und warten immer noch auf den Netzausbau. Die Kinder wurden von den Großeltern abgeholt und konnten so am Unterricht teilnehmen.
Kommentar 22: Jon schreibt am 12.01.2026, 21:15 Uhr :
Schulen geschlossen: Wie läuft es mit Distanzunterricht in NRW? Perfekt, auch zur Coronazeit.
Kommentar 21: Eine Mutter schreibt am 12.01.2026, 21:15 Uhr :
Zwei Kinder neben dem Job (zum Glück am Home-Office -Tag) um 8 Uhr parat an abends schnell vorbereiteten Endgeräten sitzen zu haben und für jede Rückfrage zur Verfügung zu stehen, weil es eben einfacher ist, als der Lehrerin über eine Tastatur die seltenst verwendet wird eine Verständnisfrage zu stellen. Ja so sieht dann ein solcher Tag aus, bei dem draußen Regen den Schnee zu Matsch aber nicht zu monstergefährlichem Glatteis verwandelt. Wo lag denn die Sorge? Beim Ausrutschen? Sorgt euch doch mal um Missstände in Schulen!!
Kommentar 20: Susanne schreibt am 12.01.2026, 20:58 Uhr :
Ich finde es lächerlich, ein paar verschickte pdf-Arbeitsblätter an Grundschulen als Distanz-"Unterricht" zu bezeichnen. Wo war da der Unterricht? Letzten Endes blieb es an den Eltern - meist den Müttern -hängen. Und hinterher kriegt dann der aufstrebende junge Mann den nächsten Karriereschritt angeboten, denn den kann man ja einplanen, Frau hat sich wohl zu wenig angestrengt. Bei wem Home Office und Kinderbetreuung klappt: Glückwunsch! Wenn nicht, sind vielleicht Kinder (gibt auch welche mit erhöhtem Förderbedarf) oder Tätigkeit zu anspruchsvoll. Ich kann diese Bilder von Müttern mit dem Laptop neben den Kindern nicht mehr sehen. Zeigt lieber mal eine Pflegekraft, Ärztin oder auch einfach nur Führungskraft beim "Homeschooling". Für die aktuellen NRW-weiten Schließungen habe ich überhaupt kein Verständnis. Dafür war die Lage in den einzelnen Kommunen zu unterschiedlich. Bei uns wäre überhaupt keine Schließung nötig gewesen. Anderswo hätte vielleicht ein späterer Beginn gereicht.
Kommentar 19: oberts schreibt am 12.01.2026, 20:45 Uhr :
Es ist genauso gelaufen, wie erwartet: Meine Tochter, 11. Jg. hätte heute 7 Stunden, ergo 7 Lehrer/innen gehabt. 2 haben Aufgaben versendet. 5 haben sich gar nicht gemeldet! Arbeitsverweigerung wie schon in der Pandemie....
Kommentar 18: Dani schreibt am 12.01.2026, 20:21 Uhr :
Hier mal ein positives Beispiel: Meine Tochter ist schon in der elften Klasse und Distanzunterricht stellt natürlich kein Problem da. Seit Corona, gibt es jedes Schuljahr einen geplanten Distanzlerntag (der war im November 2025), damit auch die Schulneulinge an die Technik herangeführt werden und beherrschen. Der Distanztag war TOP organisiert und unsere Schule ist vorbereitet, normal hätte sie bis 16h Unterricht gehabt, heute wurde mit Pausen nach jeder Einheit von 8h bis 15h per Videokonferenz unterrichtet.
Kommentar 17: Stephanie schreibt am 12.01.2026, 20:07 Uhr :
Ein Verweis auf Aufgaben in Anton ist für mich nicht ausreichend. Die Grundschullehrer entspannen sich und die Eltern machen wieder alles. Viel neues lernt so keiner.
Kommentar 16: Katinka B. schreibt am 12.01.2026, 20:05 Uhr :
Wie sind wir früher eigentlich zur Schule gekommen? Ich komme aus einer sehr schneereichen Region. Da wurde und wird nicht jede Straße gekehrt. Wenn der Pass früh um sieben komplett zu war, kamen wir eben eine Stunde später. Besser als gar nicht. Corona hat uns doch gezeigt, dass für Kinder Distanzunterricht schädlich ist. Wenn wir immer die Schulen schließen, wenn gerade richtig Winter oder Sommer ist, frage ich mich: Wie weit wollen wie eigentlich noch verweichlichen?
Kommentar 15: Del Sol schreibt am 12.01.2026, 19:45 Uhr :
Ich bin eine Schülerin, und bei mir hat’s super geklappt. Ich habe alle meine Aufgaben in Ruhe erledigt, und es war viel besser zu Hause zu bleiben, weil draußen sehr kalt war.
Kommentar 14: Katinka B. schreibt am 12.01.2026, 19:27 Uhr :
Ich frage mich, wie wir früher in die Schule gekommen sind. Ich komme aus einer sehr schneereichen Region. Da wurden und werden bis heute nicht alle Straßen gekehrt. Wenn der Bus es früh um sieben nicht über den Pass schaffte, kamen wir eben eine Stunde später. Immer noch besser als gar nicht. Aus der Coronazeit müssten wir doch etwas gelernt haben. Nämlich, dass Homeschooling für viele Kinder ein echtes Problem ist. Ich frage mich, wie weit wir noch verweichlichen wollen. Winter ist ein normaler Zustand und keine Katastrophe!!
Kommentar 13: CM schreibt am 12.01.2026, 19:25 Uhr :
Also bei uns war die Menge des Unterrichts von der Klassenlehrerin abhängig. In unserer Klasse (Grundschule) haben die Aufgaben gereicht um - mit einigen langen Zwischenpausen - bequem bis 14Uhr durchzukommen. Es waren nicht wenige, aber auch nicht zuviele Aufgaben. In einer Klasse darunter waren es aber wohl nur eine Hand voll Aufgaben. Offiziell, da die Schüler ja keine Unterlagen dabei hatten. Auch kamen bei dieser Klasse die Aufgaben erst heute Vormittag und wirkten eher wie "schnell mal was hingeworfen". Trotzdem dürfte es unterm Strich sicherer gewesen sein als alle Schüler antreten zu lassen - zumindest in Abhängigkeit vom Wohnort. Viele Grüße
Kommentar 12: Günter Sparbrod schreibt am 12.01.2026, 19:01 Uhr :
Die Schulschließungen waren absolut konsequent. Wenn die Politik bzw. das Ministerium nicht so entschieden hätte und es wäre zu Unfällen gekommen, hätten die gleichen Medien, die die jetzige Entscheidung des Ministeriums kritisieren, die Politik für ein zögerliches Handeln zerrissen. Es sind die Medien, die Unsicherheiten schüren und die Politik zum vorsichtigen Handeln veranlassen.
Antwort von Mone , geschrieben am 12.01.2026, 22:33 Uhr :
Sicherlich wäre rückblickend nicht überall eine Schulschließung nötig gewesen. Aber wer hätte die Verantwortung übernommen, wenn es zu Unfällen mit verletzen Schüler/innen gekommen wäre? Eine schwierige Entscheidung für Politer/innen. Die Eltern hätten allerdings deutlich eher informiert werden müssen. Die Notbetreuung hätte für alle Kinder offen sein müssen. Leider haben die Schulen meiner Kinder keine bzw. nur ein paar Aufgaben bei "Anton" gegeben. Schade, dass nicht alle Lehrer/innen Ihren Job ernst nehmen. Sicherlich wird der eine fehlende Schultag die Kinder nicht dümmer machen - hier geht es aber um Verantwortung und Loyalität. Kassier/innen und Ärzte und viele andere haben trotz Glatteis ihren Job gemacht.
Antwort von Andre Schäfer , geschrieben am 13.01.2026, 00:43 Uhr :
Ja. Und die meisten Unfälle hätte es vor der Schultür gegeben, wo Elterntaxis auf eisglatter Fahrbahn ineinander rutschen. Wenn zu meiner Zeit der Schulbus draußen auf den Dörfern nicht durchkam, weil die Straßen (noch) nicht geräumt und gepökelt waren, ist der Fahrer ausgestiegen und hat die Schneeketten auf die Hinterachse geworfen. Und dann ist er im hohen Gang seines Nicht-Automatik Busses den Berg rauf und im kleinsten Gang ohne Gas den Berg runter gefahren. Damals konnten die noch fahren und haben sich nicht blind auf Assistenzsysteme einer Automatikkarre verlassen. Und wenn gar nichts ging mit fahren, ging die Tür auf und dann hatten wir eben zu Fuß zu gehen. Hat sich keiner drüber aufgeregt. Da war man halt eben erst zur 3. Stunde in der Schule. Und dann konnte man meist direkt wieder nach Hause gehen. Weil der Lehrer nicht da oder mal wieder krank war und es natürlich kein Personal für eine Vertretung gab ...