Präsenzunterricht fällt aus: Pro und Contra | Aktuelle Stunde

06:15 Min. Verfügbar bis 12.01.2028

Schulen geschlossen: Wie läuft es mit Distanzunterricht in NRW?

Stand:

Wegen Unwetterwarnungen mussten am Montag Millionen Schüler von zuhause aus lernen. Wie gut hat der Distanzunterricht funktioniert?

Bei Familie Greving hat man sich mit der Situation arrangiert: Einträchtig sitzen Mutter Ricarda und Sohn Jonah am Schreibtisch - sie am Laptop, er am Tablet-Computer. Die Bankkauffrau aus Gescher-Hochmoor (Kreis Borken) hat an diesem Montag eine Doppelrolle. Neben ihrer "normalen" Arbeit im Homeoffice muss sie zusätzlich ihren 7-jährigen Sohn bei seinen Aufgaben unterstützen. Offenbar klappt das ganz gut, auch wenn Jonah hin und wieder nachdrücklich zum Arbeiten motiviert werden muss.

Distanzunterricht

Ricarda Greving und Sohn Jonah

Ganz einfach sei die Aufgabe trotzdem nicht, meint die berufstätige Mutter: "Ich muss versuchen, alles parallel zu machen." Gott sei Dank habe sich die Grundschule ihres Sohnes beim Arbeitspensum etwas zurückgehalten. "Wir müssen jetzt etwa eine Stunde lang arbeiten. Und dann darf schon die Spielzeit eingeläutet werden." Auch Jonah weiß das eher lockere Arbeitspensum zu schätzen: "Wenn ich eine Pause brauche, dann darf ich auch zwischendurch mal spielen."

Wechsel ins Homeoffice nicht für alle Eltern möglich

Die Nachricht, dass die Schule ihres Sohnes am Montag geschlossen bleibt, habe sie kalt erwischt, sagt Greving. Zum Glück habe sie problemlos ins Homeoffice wechseln können. Viele andere Familien hätten wohl erheblich mehr Schwierigkeiten gehabt, so kurzfristig eine Betreuung für ihre Kinder zu organisieren.

Schulschließungen in NRW wegen Glatteis: Zurecht?

WDR 5 Westblick - aktuell 12.01.2026 01:40 Min. Verfügbar bis 12.01.2027 WDR 5


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Kritik daran kommt auch von der Landeselternschaft der Grundschulen. Für berufstätige Eltern sei die Info über drohende Schulschließungen zu spät gekommen, sagte die Vorsitzende Josephine Behrens dem WDR. Wenn die Schulen bereits am Freitag auf ein solches Szenario für Montag hingewiesen worden seien, wäre es sinnvoll gewesen, auch die Eltern dabei einzubinden. Dann hätten sie die Möglichkeit gehabt, schon über einen Plan B für die Betreuung der Kinder nachzudenken.

Aber: Sicherheit stehe an erster Stelle. So sieht das auch Ricarda Greving. Der kurzfristig organisierte Homeschooling-Tag sei zwar "umständlich" und "nervig", doch Sicherheit gehe vor, so Greving.

Ein Schulbus im Graben, das möchte keiner in den Nachrichten hören. Ricarda Greving

Von technischen Problemen beim Distanzunterricht, wie sie vor allem in den ersten Wochen nach den Schulschließungen in der Corona-Pandemie immer wieder aufgetreten waren, weiß sie nichts zu berichten.

Keine größeren technischen Probleme beim Distanzunterricht

So geschmeidig wie bei Familie Greving verlief der Tag aber nicht überall in NRW. In den sozialen Netzwerken berichten manche Eltern von Stress, Netzwerk-Problemen und wenig motivierten Lehrkräften. Die Aufgaben der Schule hätten kaum ausgereicht, die Kinder länger als einige Minuten zu beschäftigen.

Größere technische Probleme beim Homeschooling gab es am Montag wohl nicht. Darauf deutet zumindest eine nicht-repräsentative Umfrage des Philologenverbands NRW unter Gymnasiallehrern und -lehrerinnen hin. Am Morgen seien die Server zeitweise etwas schwerfällig gewesen - das habe sich aber schnell wieder normalisiert.

Hingegen erklärte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW (GEW), Ayla Celik, beim Thema Distanzunterricht gebe es noch viel zu tun: "Trotz vorhandener Standards bestehen weiterhin große Unterschiede bei technischer Ausstattung, Endgeräten sowie der Qualität von Internet- und WLAN-Zugängen - sowohl an Schulen als auch in den Haushalten der Lernenden." Das führe dazu, dass viele Schüler und Schülerinnen keine optimalen Bedingungen vorfinden und gegenüber anderen benachteiligt sind. Hier müsse das Land dringend nachbessern, so Celik.

Mehr auf Eigenverantwortung der Eltern setzen?

Manche Eltern posten auch Videos, in denen sie fast triumphierend darauf hinweisen, dass es vor ihrer Haustür überhaupt kein Glatteis gibt.

Christina Feldheim aus Siegen möchte nicht klagen - trotz Doppelbelastung. Die Lehrerin musste am Montag den Fernunterricht für ihre eigenen Klassen leiten und gleichzeitig ihre neun und 16 Jahre alten Töchter Martha und Louisa unterstützen. Ihre Kinder hätten am Montag ihre Aufgaben und Arbeitsblätter bekommen, so Feldheim, und seien gut beschäftigt gewesen.

Dennoch hätte sie es im Nachhinein besser gefunden, Schülern und Eltern mehr Eigenverantwortung zu geben, so Feldhaus. Eltern hätten in diesem Fall freie Wahl gehabt, ob sie ihre Kinder am Montag zur Schule schicken. Oder sie angesichts der Straßenverhältnisse lieber zuhause lernen zu lassen. "Das hat am Freitag doch auch gut geklappt."

Fandet ihr die Schulschließung ok? Viele Reaktionen in unserer Whatsapp-Community

Wir haben euch auch in unserem Whatsapp-Kanal WDR aktuell gefragt: "Fandet ihr die Schulschließung ok?" Innerhalb der ersten 60 Minuten kamen 400 Antworten. Das Bild in unserer Whatsapp-Community ist geteilt: Viele finden die Entscheidung richtig: "Sicherheit geht vor", heißt es beispielsweise. Andere hätten sich mehr Differenzierung gewünscht und erzählen, dass es bei ihnen gar nicht glatt war: "Die Entscheidung hätte bei den jeweiligen Kommunen liegen sollen: In Minden kann es ganz anders aussehen als in der Eifel." Auch wird darauf hingewiesen, dass man ähnliche Situationen früher auch gemeistert hätte: "In den 60er-Jahren wurde auch bei Schnee und Eisglätte unterrichtet."

Unsere Quellen:

  • Interviews mit Ricarda Greving und Christina Feldheim
  • Interview mit Josephine Behrens, Vorsitzende der Landeselternschaft der Grundschulen
  • Pressestellen Philologenverband und GEW
  • Social Media

Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 12.01.2026, 18:45 Uh

Kommentare zum Thema

32 Kommentare

  • 32 Thomas 13.01.2026, 14:31 Uhr

    Ich finde es übertrieben, oder besser gesagt es falsch formuliert, von Distanzunterricht zu sprechen, denn in der Regel werden nur Aufgaben übermittelt, die zu erledigen sind. Also das ist kein Unterricht, sondern nur erweiterte Hausaufgaben. Das lief leider auch in der Coronazeit so und im Nachhinein wurde erwartet, das der Unterrichtsstoff verstanden wurde. Leider waren Nachfragen zum Stoff nur rudimentär möglich.

  • 31 Andreas Friedrich 13.01.2026, 12:00 Uhr

    Ein paar Aufgaben an die Schüler zu schicken, wenn überhaupt geschehen, kann man beim besten Willen nicht als Distanz Unterricht bezeichnen. Unterm Strich war es also ein weiterer, verlorener Tag der Bildung. So eine ministeriale Schließung der Schule darf es auf keinen Fall mehr geben! Bald stehen wieder Streiks im ÖPNV an, da gehen wieder genug Tage verloren.

  • 30 Susi 13.01.2026, 11:34 Uhr

    Die individuellen Situationen zeigen eine Vielfalt von problematisch bis ohne Probleme und haben sehr viele Faktoren. Organisatorische und technische Strukturen sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Genannt wurde u.a., dass teure Endgeräte unerschwinglich und nicht vorhanden sind. Die iPad-Lösungen sind in der Tat sehr luxuriös. Demgegenüber kostet ein Raspberry Pi 400 Kit eigentlich nichts, bietet aber eine sehr gute Möglichkeit zum Lernen. Diese Lösung ist mit Bildungsbudget usw. finanzierbar. Toll wäre auch im Hinblick auf die Medienkompetenz, wenn die Schulen Raspberry Pi im Unterricht thematisieren könnten.

  • 29 Daniel 13.01.2026, 10:16 Uhr

    Ich zitiere aus der gestrigen Nachricht der Schulleitung (Grundschule): "Da unsere Kinder auf mögliche Videokonferenzen allerdings gar nicht vorbereitet sind [...]". Die zugeschickten Aufgaben waren in weniger als zwei Stunden erledigt - statt einem ganzen Morgen Unterricht und Betreuung. Von der OGS nachmittags ganz zu schweigen. Die Ministerin hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Erst wenn alle Schulen, d.h. Lehrer und Schüler, auf Distanzunterricht vorbereitet sind, darf dieser auch angeordnet werden. Ansonsten ist es faktisch schulfrei - und die Eltern sind die Dummen. Und mit ihnen deren Arbeitgeber. Wird irgendwo erfasst, wieviele Eltern spontan Urlaub einreichen mussten? Wieviele nur teilweise gearbeitet haben? Was sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Schulschließung?

    Antworten (1)
    • PBMM 13.01.2026, 16:49 Uhr

      Hoffentlich denken die Eltern bei der nächsten Wahl daran und ziehen daraus die richtigen Schlüsse. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Menschen in NRW jammern und dann stellt sich heraus, dass sie diese Regierung mitgewählt haben. Und besonders die Arbeitgeber sind extrem CDU nah. Die dürften sich eigentlich gar nicht beschweren.

  • 28 Anonym 13.01.2026, 08:14 Uhr

    Wie ist es gelaufen? Die Lehrer hatten einen freien Tag, haben die Arbeitsblätter hastig in drei verschiedene Plattformen eingestellt und die Eltern durften neben Ihrer eigenen Arbeit auch noch den Hilfslehrerjob übernehmen. Lost Place dieses Land.

  • 27 G. Nervt 13.01.2026, 07:16 Uhr

    Unser Sohn hat von 8:00 bis 15:30 vor dem Rechner auf irgendeine Aufgabe aus einem der für gestern vorgesehenen 5 Fächer gewartet. Da kam aber nichts. Gar nichts. Es war draußen auch nicht glatt. Nur Restschnee und ein bisschen Regen - wie sonst auch gerne mal. Ich habe dazu zwar eine Meinung, aber leider keinen Bademantel. Deshalb lediglich: "Schöne Restwoche allerseits!"

  • 26 Anonym 13.01.2026, 07:05 Uhr

    Meiner Meinung nach war die Entscheidung des Schulministeriums die einzig richtige Entscheidung! Denn nur weil es am Standort der Schule oder an einzelnen Orten kaum oder gar kein Glatteis gibt, heißt es nicht dass es überall so ist. Zudem hätte es mMn. zu noch größeren Unterrichtsversäumnissen geführt, hätte man die Entscheidung den Eltern überlassen, da so ein Teil der Schüler in der Schule ist aber ein anderer Teil nicht. Zudem müssen auch Lehrer pendeln, sodass auch für diese ein größeres Gefahrenpotential besteht. Und wäre es gestern zu größeren Unfallzahlen gekommen, würde diese Debatte genau andersrum geführt werden. Und aus eigener Erfahrung muss ich sagen, ich lerne im Homeschooling mehr und besser als in der Schule, da die Videokonferenzen wie Unterricht sind nur ohne störende Mitschüler. Und bezüglich der Aussage früher war alles besser: Ja früher gab es mehr Schnee und der Unterricht lief trotzdem aber der Unterschied ist die Kontinuität der Wetterlage!

    Antworten (2)
    • Anonym 13.01.2026, 10:11 Uhr

      Jeder Arbeitnehmer muss pendeln - warum soll es hier Extrawürste für Lehrer geben? Die Eltern können IMMER entscheiden, dass sie die Kinder zuhause lassen, wenn es zu gefährlich ist. Die Entscheidung gehört in die Hände der Schulen - so hat es BaWü und RLP auch gehandhabt.

    • Ruhri 13.01.2026, 10:23 Uhr

      @Anonym; umgekehrt, es war nur an einzelnen Orten zu bestimmten Zeiten glatt. Das war nur ein schmaler Streifen mit Glatteis der nachts von West nach Ost zog. Dahinter kam normaler Regen. Als am Morgen die Kinder zur Schule gegangen wären war nur noch im Osten Glatteis und im Reg.Bezirk Arnsberg und genau das wurde vorhergesagt. Das mit Distanzunterricht „ohne störende Mitschüler“ irritiert, würde ich eigentlich nur an einer Brennpunktschule vermuteten aber da funktioniert auch kein Fernunterricht.

  • 25 Andre Schäfer 13.01.2026, 00:24 Uhr

    Distanzunterricht wegen "Schneefrei"? Lächerlich. Zu meiner Schulzeit, vor über 40 Jahren, gabs in 10 Schuljahren in Summe 10 Tage Schnee- und Hitzefrei. Schneefrei in der 3. Klasse, Winter 78/79, über 50cm Neuschnee in einer Nacht. An den 10 Tagen Extraferien hatte keiner Zuhause Unterricht, nicht mal besondere Hausaufgaben, einfach frei. Denn die Schule haben schon damals gewusst, dass 2 oder 3 Tage extra frei nicht mal 10% der Ausfallzeit über Jahrs ausmachen, die der schon damals viel zu dünnen Lehrpersonal-Decke geschuldet waren. Betreuen konnte mich bei Ausfällen daheim niemand. Homeoffice gabs noch nicht. Und als Bäckerei-Verkäuferin und Schlossermeister arbeiten Sie eh nicht von Zuhause aus. Extrafrei hieß für mich, draußen spielen, egal bei welchem Wetter. Oder in der Stadtbücherei sitzen. 10 Tage in 10 Jahren wegen dem Wetter. 80 Tage allein in 6 Jahren wegen kranker Lehrer und fehlender Vertretung! Ein 3-fach Hoch auf die Bildungspolitik!

  • 24 Rollgardina Pfefferminz 12.01.2026, 22:38 Uhr

    Ist doch besser, wenn ein Kind mal einen Tag zuhause oder beim Nachbarn bleibt, bevor es mit dem Fahrrad stürzt oder unter den Schulbus rutscht. Gibt so viel zu lernen für's Leben, das nicht Mathe per Fernunterricht ist: Schnee schippen oder Staubsaugen helfen, Brot backen, malen, singen, Handarbeiten, Sendung mit der Maus gucken... Meine Güte, welch ein Aufstand :)

  • 23 Tom 12.01.2026, 22:22 Uhr

    Bei uns waren nicht die Aufgaben das Problem sondern der Internetanschluss. Wir wohnen am Rand vom Ruhrgebiet und warten immer noch auf den Netzausbau. Die Kinder wurden von den Großeltern abgeholt und konnten so am Unterricht teilnehmen.

  • 22 Jon 12.01.2026, 21:15 Uhr

    Schulen geschlossen: Wie läuft es mit Distanzunterricht in NRW? Perfekt, auch zur Coronazeit.

  • 21 Eine Mutter 12.01.2026, 21:15 Uhr

    Zwei Kinder neben dem Job (zum Glück am Home-Office -Tag) um 8 Uhr parat an abends schnell vorbereiteten Endgeräten sitzen zu haben und für jede Rückfrage zur Verfügung zu stehen, weil es eben einfacher ist, als der Lehrerin über eine Tastatur die seltenst verwendet wird eine Verständnisfrage zu stellen. Ja so sieht dann ein solcher Tag aus, bei dem draußen Regen den Schnee zu Matsch aber nicht zu monstergefährlichem Glatteis verwandelt. Wo lag denn die Sorge? Beim Ausrutschen? Sorgt euch doch mal um Missstände in Schulen!!

  • 20 Susanne 12.01.2026, 20:58 Uhr

    Ich finde es lächerlich, ein paar verschickte pdf-Arbeitsblätter an Grundschulen als Distanz-"Unterricht" zu bezeichnen. Wo war da der Unterricht? Letzten Endes blieb es an den Eltern - meist den Müttern -hängen. Und hinterher kriegt dann der aufstrebende junge Mann den nächsten Karriereschritt angeboten, denn den kann man ja einplanen, Frau hat sich wohl zu wenig angestrengt. Bei wem Home Office und Kinderbetreuung klappt: Glückwunsch! Wenn nicht, sind vielleicht Kinder (gibt auch welche mit erhöhtem Förderbedarf) oder Tätigkeit zu anspruchsvoll. Ich kann diese Bilder von Müttern mit dem Laptop neben den Kindern nicht mehr sehen. Zeigt lieber mal eine Pflegekraft, Ärztin oder auch einfach nur Führungskraft beim "Homeschooling". Für die aktuellen NRW-weiten Schließungen habe ich überhaupt kein Verständnis. Dafür war die Lage in den einzelnen Kommunen zu unterschiedlich. Bei uns wäre überhaupt keine Schließung nötig gewesen. Anderswo hätte vielleicht ein späterer Beginn gereicht.

  • 19 oberts 12.01.2026, 20:45 Uhr

    Es ist genauso gelaufen, wie erwartet: Meine Tochter, 11. Jg. hätte heute 7 Stunden, ergo 7 Lehrer/innen gehabt. 2 haben Aufgaben versendet. 5 haben sich gar nicht gemeldet! Arbeitsverweigerung wie schon in der Pandemie....

  • 18 Dani 12.01.2026, 20:21 Uhr

    Hier mal ein positives Beispiel: Meine Tochter ist schon in der elften Klasse und Distanzunterricht stellt natürlich kein Problem da. Seit Corona, gibt es jedes Schuljahr einen geplanten Distanzlerntag (der war im November 2025), damit auch die Schulneulinge an die Technik herangeführt werden und beherrschen. Der Distanztag war TOP organisiert und unsere Schule ist vorbereitet, normal hätte sie bis 16h Unterricht gehabt, heute wurde mit Pausen nach jeder Einheit von 8h bis 15h per Videokonferenz unterrichtet.

  • 17 Stephanie 12.01.2026, 20:07 Uhr

    Ein Verweis auf Aufgaben in Anton ist für mich nicht ausreichend. Die Grundschullehrer entspannen sich und die Eltern machen wieder alles. Viel neues lernt so keiner.

  • 16 Katinka B. 12.01.2026, 20:05 Uhr

    Wie sind wir früher eigentlich zur Schule gekommen? Ich komme aus einer sehr schneereichen Region. Da wurde und wird nicht jede Straße gekehrt. Wenn der Pass früh um sieben komplett zu war, kamen wir eben eine Stunde später. Besser als gar nicht. Corona hat uns doch gezeigt, dass für Kinder Distanzunterricht schädlich ist. Wenn wir immer die Schulen schließen, wenn gerade richtig Winter oder Sommer ist, frage ich mich: Wie weit wollen wie eigentlich noch verweichlichen?

  • 15 Del Sol 12.01.2026, 19:45 Uhr

    Ich bin eine Schülerin, und bei mir hat’s super geklappt. Ich habe alle meine Aufgaben in Ruhe erledigt, und es war viel besser zu Hause zu bleiben, weil draußen sehr kalt war.

  • 14 Katinka B. 12.01.2026, 19:27 Uhr

    Ich frage mich, wie wir früher in die Schule gekommen sind. Ich komme aus einer sehr schneereichen Region. Da wurden und werden bis heute nicht alle Straßen gekehrt. Wenn der Bus es früh um sieben nicht über den Pass schaffte, kamen wir eben eine Stunde später. Immer noch besser als gar nicht. Aus der Coronazeit müssten wir doch etwas gelernt haben. Nämlich, dass Homeschooling für viele Kinder ein echtes Problem ist. Ich frage mich, wie weit wir noch verweichlichen wollen. Winter ist ein normaler Zustand und keine Katastrophe!!

  • 13 CM 12.01.2026, 19:25 Uhr

    Also bei uns war die Menge des Unterrichts von der Klassenlehrerin abhängig. In unserer Klasse (Grundschule) haben die Aufgaben gereicht um - mit einigen langen Zwischenpausen - bequem bis 14Uhr durchzukommen. Es waren nicht wenige, aber auch nicht zuviele Aufgaben. In einer Klasse darunter waren es aber wohl nur eine Hand voll Aufgaben. Offiziell, da die Schüler ja keine Unterlagen dabei hatten. Auch kamen bei dieser Klasse die Aufgaben erst heute Vormittag und wirkten eher wie "schnell mal was hingeworfen". Trotzdem dürfte es unterm Strich sicherer gewesen sein als alle Schüler antreten zu lassen - zumindest in Abhängigkeit vom Wohnort. Viele Grüße

  • 12 Günter Sparbrod 12.01.2026, 19:01 Uhr

    Die Schulschließungen waren absolut konsequent. Wenn die Politik bzw. das Ministerium nicht so entschieden hätte und es wäre zu Unfällen gekommen, hätten die gleichen Medien, die die jetzige Entscheidung des Ministeriums kritisieren, die Politik für ein zögerliches Handeln zerrissen. Es sind die Medien, die Unsicherheiten schüren und die Politik zum vorsichtigen Handeln veranlassen.

    Antworten (2)
    • Mone 12.01.2026, 22:33 Uhr

      Sicherlich wäre rückblickend nicht überall eine Schulschließung nötig gewesen. Aber wer hätte die Verantwortung übernommen, wenn es zu Unfällen mit verletzen Schüler/innen gekommen wäre? Eine schwierige Entscheidung für Politer/innen. Die Eltern hätten allerdings deutlich eher informiert werden müssen. Die Notbetreuung hätte für alle Kinder offen sein müssen. Leider haben die Schulen meiner Kinder keine bzw. nur ein paar Aufgaben bei "Anton" gegeben. Schade, dass nicht alle Lehrer/innen Ihren Job ernst nehmen. Sicherlich wird der eine fehlende Schultag die Kinder nicht dümmer machen - hier geht es aber um Verantwortung und Loyalität. Kassier/innen und Ärzte und viele andere haben trotz Glatteis ihren Job gemacht.

    • Andre Schäfer 13.01.2026, 00:43 Uhr

      Ja. Und die meisten Unfälle hätte es vor der Schultür gegeben, wo Elterntaxis auf eisglatter Fahrbahn ineinander rutschen. Wenn zu meiner Zeit der Schulbus draußen auf den Dörfern nicht durchkam, weil die Straßen (noch) nicht geräumt und gepökelt waren, ist der Fahrer ausgestiegen und hat die Schneeketten auf die Hinterachse geworfen. Und dann ist er im hohen Gang seines Nicht-Automatik Busses den Berg rauf und im kleinsten Gang ohne Gas den Berg runter gefahren. Damals konnten die noch fahren und haben sich nicht blind auf Assistenzsysteme einer Automatikkarre verlassen. Und wenn gar nichts ging mit fahren, ging die Tür auf und dann hatten wir eben zu Fuß zu gehen. Hat sich keiner drüber aufgeregt. Da war man halt eben erst zur 3. Stunde in der Schule. Und dann konnte man meist direkt wieder nach Hause gehen. Weil der Lehrer nicht da oder mal wieder krank war und es natürlich kein Personal für eine Vertretung gab ...

  • 11 Marc 12.01.2026, 18:48 Uhr

    Es sollte in der Verantwortung der Kommunen liegen, und in vielen Fällen darf man auch den erwachsenen Eltern zutrauen zu entscheiden, ob das Kind den Schulweg sicher schaffen kann oder nicht. Für das gesamte Land den Unterricht ausfallen zu lassen, ist einfach unsinnig. Die fehlende Motivation allerdings hängt nicht davon ab, ob der Unterricht online, in der Schule oder als eigenverantwortliches Arbeiten stattfindet. Motivieren muss man sich schon selbst. Und die schlechte Ausstattung der Schulen liegt in unserer Verantwortung. Wenn wir immer nur den Kopf schütteln, wenn mal wieder etwas nicht funktioniert, aber ansonsten weder Geld, noch Zeit, noch Mühe in die Bildung unserer Kinder investieren, dann dürfen wir uns nicht wundern. Seit der ersten PISA-Studie muss jeder wissen, dass es und was konkret in den skandinavischen Ländern besser läuft als bei uns.

  • 10 Dschungelbuch 12.01.2026, 18:20 Uhr

    Für eine Lehrkraft ist es kaum machbar, in der Kürze der Zeit Distanzunterricht zu organisieren. Realitätsfernes und praxisfernes, theoretisches Geblubber ! Seit Jahrzehnten bekannt !

  • 9 Anonym 12.01.2026, 18:19 Uhr

    Für eine Lehrkraft ist es kaum machbar, in der Kürze der Zeit Distanzunterricht zu organisieren. Realitätsfernes und praxisfernes, theoretisches Geblubber ! Seit Jahrzehnten bekannt !

  • 8 Egon Schulz 12.01.2026, 18:15 Uhr

    Diese immer weiter um sich greifenden Bevormundungen der Bürger, was um gekehrt heißt, ihnen Eigenverantwortung abzunehmen, sind unerträglich. Unerträglich sind auch diese übertriebenen Warnungen und Sendungen. Wir haben Winter, und da schneit es manchmal; zuweilen gibt es auch Eis. Es gibt wirklich wichtiger Probleme, als sind vom Wetter regieren zu lassen!

    Antworten (2)
    • Andre Schäfer 13.01.2026, 00:56 Uhr

      Tja, wer von Nachrichten lebt, muss aus jedem Furz ne Nachricht machen. Und wer von Unwettern lebt, muss aus jedem Wetter ein Unwetter machen. Noch in den 90ern haben es max. zwei Unwetterwarnungen in die Nachrichten geschafft - bundesweit. Und jetzt? Wenigstens eine die Woche, nur beim WDR, nur für NRW. Man hat immer mehr das Gefühl, dass alle, bei denen das Abi nicht zu einem richtigen Studium, nicht mal für BWL, reicht, Journalismus studieren und dass die, die selbst darin keinen Abschluss schaffen in die Politik gehen.

    • Antworter 13.01.2026, 01:16 Uhr

      Na, wie sieht's denn heutzutage aus? Dieselben Eltern, die Eigenverantwortung einfordern und ihre Kinder dann bei Glatteis zur Schule schicken, verfallen in Schnappatmung, wenn dabei doch etwas passiert und denken sofort angestrengt darüber nach, wen sie deswegen verklagen können. Kein Wunder, dass die Schulverwaltung dann lieber auf Nummer sicher geht.

  • 7 Ruhri 12.01.2026, 18:13 Uhr

    In NRW bekommen 16,4% der Kinder Sozialleistungen nach SGB II. Gehört Computer und Zugang Internet auch zu solchen Sozialleistungen?

    Antworten (1)
    • Andre Schäfer 13.01.2026, 00:58 Uhr

      An Schulen, die den Kindern nicht mal mehr die Bücher stellen? Wenn überhaupt, dann wohl nur nen Computer vom Recyclinghof.

  • 6 BehZett 12.01.2026, 17:36 Uhr

    @Michi: schön wäre es gewesen, wenn denn der iServ-Server nicht andauernd in den ersten beiden Schulstunden abgeschmiert wäre. Da wäre ich froher um ein paar simple Arbeitsblätter gewesen, die sind nämlich "endlich" und leichter verfügbar als diese permanenten Versuche, sich in nicht funktionierenden Videokonferenzen einzuloggen. Das kosten nur Zeit und Nerven bei Eltern & Schülern. Ist vllt. ein Lehrstück für Land/Stadt/Schule, Leitungen und Server-Sizing noch mal zu überprüfen. Ansonsten bin ich natürlich für "Sicherheit hat Vorrang" und fand es gut, dass es eine einheitliche Entscheidung gab. Wenn es jede Schule anders handhabt, ist das für eine Familie mit mehreren Kindern noch nerviger.

  • 5 Michi 12.01.2026, 16:38 Uhr

    Mal unabhängig davon ob die Aktion heute notwendig war oder nicht: Es fällt mir schwer vier PDF-Seiten mit Aufgaben die in ca. 30 Minuten vollständig erledigt sind als Distanzunterricht zu bezeichnen. Das ist einfach nur albern und knüpft nahtlos an das Versagen während der Panemiezeiten an. Technisch wäre es kein Problem realen Unterricht per Videokonferenz zu erteilen. jeder Schüler an unserer Schule hat ein iPad, die Lehrer auch. Teams & Co. sind vorhanden und notfalls könnte man auch auf Open-Source-Lösungen ausweichen. Wo ist das Problem? Was machen die Lehrer an solchen Tagen wie heute. Bezahlte Freizeit?

    Antworten (4)
    • PBMM 12.01.2026, 17:35 Uhr

      Ein Ipad reicht ja nicht für Distanzunterricht aus. Damit kann man großartig nichts machen, die meisten haben noch nicht einmal eine Tastatur. Ich arbeite in einer Klinik und wir haben selbstverständlich alle richtige Dienstrechner für Videokonferenzen mit allem Pipapo. Mit einem Ipad kann man sich den Popo abwischen, aber auch nicht mehr. OpenSource Lösungen sind für den Unterricht natürlich verboten, dafür können aber die Lehrer nichts. Hinzu kommt, dass die Meldung erst am späten Sonntagnachmittag eingegangen ist. Vorbereitungszeit ist also kaum vorhanden, auch Lehrer haben Familien daheim. Viele werden ihr Unterrichtsmaterial außerdem in der Schule deponiert haben.

    • Michi 12.01.2026, 20:59 Uhr

      "Mit einem Ipad kann man sich den Popo abwischen, aber auch nicht mehr" Na Sie haben aber mal so richtig keine Ahnung. Es gibt Schulen wo der gesamte Unterricht über iPads läuft. Alle Bücher und Materialien sind auf dem Gerät und / oder über die Cloud verfügbar. Auch die Lehrer haben natürlich Zugriff darauf und könnten ohne große Vorbereitung genau den Stoff den sie für den Präsenzunterricht vorbereitet haben per Online-Meeting vermitteln. Eine Tastatur ist nicht notwendig. Geht auch alles handschriftlich. Dafür gibt es Eingabestifte.

    • PBMM 12.01.2026, 22:21 Uhr

      Solche Schulen gibt es in reichen Kommunen, die es sich leisten können. Das ist jedoch nicht flächendeckend der Fall, in den meisten Gemeinden ist dafür nämlich kein Geld vorhanden. Und natürlich braucht man zum richtigen Arbeiten eine Tastatur, die Stifte sind lediglich praktisch, aber ersetzen doch keine Tasten. Schauen Sie sich mal in großen Firmen um, da hat natürlich jede Führungskraft ganz selbstverständlich eine Tastatur am Rechner.

    • Andre Schäfer 13.01.2026, 01:04 Uhr

      Unterricht nur mit iPads? Was für eine hochelitäre Schule ist das denn? Werfen da die reichen Eltern alle zusammen, damit sich die SGB-Kinder auch so ein Ding leisten können? Oder gibt es da erst gar keine Kinder, deren elterliches Einkommen unter 100.000 Euro im Jahr liegt?

  • 4 JoachimP. 12.01.2026, 16:36 Uhr

    Und was ist mit all denen die keinen Computer haben oder Netz,die sind dann aufgeschmissen,sollen aber Lernen ,wie soll das gehen. Motivation dann gleich null im Homeschuling. Bekommen die dann schlechtere Noten.?

  • 3 Anonym 12.01.2026, 16:27 Uhr

    Corona hat gezeigt, dass es Probleme gibt. Leider hat man immer noch kein Geld dafür. Wir sind halt in der Infrastruktur sehr weit hinten bezüglich der Digitalisierung. Wenn die Schüler sich über Discord treffen läuft es wesentlich besser, als mit IServ.... Mein Sohn muss in der Oberstufe seine eigenen mobilen Daten auf dem Smartphone nutzen, damit sein iPad über Hotspot Verbindung mit dem Internet hat, da das WLAN der Schule kaum Leistung hat. Wenn dann der ganze Kurs Recherche im Netzt betreiben soll, funktioniert es nicht.... Danke NRW für nichts.

  • 2 Leo 12.01.2026, 16:09 Uhr

    Aufgaben per E-Mail zu verschicken und die Schulkinder mit den Schulbüchern arbeiten zu lassen, ist ohne teure Endgeräte usw. sicher möglich.

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