Frank Buchholz und Austernfischerin Barbara Rodenburg

„Lecker an Bord“ – die kulinarische Sommerreise 2025 Wilde Austern und Smashed Potatoes

Stand:

Das Hausboot liegt weiter am Anleger im Herzen von Dokkum. Von dort aus fährt Björn Freitag nach Aldwâld, zum Ziegenhof von Doetie Trinks. Etwa 90 Toggenburger Ziegen geben die frische Milch, aus der Doetie ihren besonderen Käse herstellt. Björn hilft beim Melken und lernt, wie aus reiner Rohmilch Käse entsteht – nach alter Handwerkskunst.

Zur Folge

Frank Buchholz zieht es unterdessen ans Wattenmeer bei Lauwersoog. Austernfischerin Barbara Rodenburg nimmt ihn mit auf ihre Tour: Gemeinsam gleiten sie auf Holzschlitten durchs Watt und leeren Krebsreusen. Zurück an Land filetiert Barbaras Mann Jan einen frisch gefangenen Wolfsbarsch für das Abendessen an Bord.

In Engwierum besucht Björn dann Landwirt Pyt Sipma, der neben Flachs auch eine besondere Kartoffelsorte anbaut. Die muschelreichen Böden und ein spezielles Algensubstrat geben der Wattkartoffel „Nola“ ihr besonderes Aroma.

Neuer Tag, neue Leckereien

Ein frischer Tag im Norden von Friesland – die beiden Köche Björn Freitag und Frank Buchholz machen sich bereit für eine neue kulinarische Entdeckungsreise.

Karte der Anlegestelle in Dokkum

Auch heute sind die beiden Köche mit ihren E-Bikes in der Umgebung von Dokkum unterwegs. Während Frank Buchholz Seeluft schnuppert, radelt Björn Freitag zu zwei kleinen Dörfern im Osten von Dokkum.

Das Wetter ist am Morgen noch eher bescheiden, doch das tut der der guten Laune der Lecker an Bord-Mannschaft keinen Abbruch. Skipper Kai Linnenbrügger serviert leckeres friesisches Zuckerbrot und heißen Tee, dann brechen die Köche auf zu neuen Abenteuern ...

Auch heute sind die beiden Köche mit ihren E-Bikes in der Umgebung von Dokkum unterwegs. Während Frank Buchholz Seeluft schnuppert, radelt Björn Freitag zu zwei kleinen Dörfern im Osten von Dokkum.

Björn freut sich zuerst auf Doetie Trinks und ihre Ziegen. Doetie war früher Laborantin in einem Krebs-Institut in London, doch das Leben in der Stadt machte sie nicht glücklich. Die Natur fehlte ihr und so zog sie kurzerhand wieder zurück in ihre Heimat. Auf ihrem Hof in Aldwâld hält sie heute rund 90 Toggenburger Ziegen. Die Rasse ist sehr robust und so können die Tiere das ganze Jahr über draußen auf den großen und naturbelassenen Weiden bleiben. So bekommen sie neben Gras auch eine große Bandbreite an Wiesenkräutern zu fressen.

Aus der Ziegenmilch stellt Doetie köstliche Produkte wie Kefir, Butter, Buttermilch, Quark und verschiedene Käsesorten her. Der Käse ist ganz besonders, weil Doetie die frische Ziegenmilch verarbeitet, solange sie noch warm ist. So bleiben alle Nährstoffe und auch Mikroorganismen erhalten. Durch die enthaltenen Milchsäurebakterien der Milch reift der Käse so ganz natürlich. Björn darf in der kleinen Käserei auf dem Hof mithelfen, Käse in einer beeindruckenden alten Presse zu wenden. Und wird mit einer von Doeties Spezialitäten belohnt: Ziegenkäse mit französischer Asche.

Frank verbringt den Tag mit einem Fischer-Paar im Wattenmeer bei Lauwersoog. Barbara Rodenburg und Jan Geertsema fahren jeden Tag mit ihrem Fischkutter raus. Sie fischen noch ganz traditionell mit Stellnetzen und Reusen – inzwischen eine Seltenheit im Wattenmeer. Die Arbeit ist körperlich sehr anstrengend und die Ausbeute - verglichen mit der herkömmlichen Fischerei - gering. Doch den beiden ist diese Form der nachhaltigen Fischerei sehr wichtig. Barbara und Jan haben heute Glück: Sie fangen einige prächtige Wolfsbarsche.

Mit Barbara fährt Frank dann noch mit Schlickschlitten aus Holz durch das glittschige Watt. Eine ziemlich anstrengende Angelegenheit, doch ohne die sogenannten „Kreiten“ würden sie knietief ins Watt einsinken. Barbara kontrolliert täglich bei Ebbe ihre ausgelegten Reusen. Mit den Fallen werden spezielle Mini-Krebse gefangen, die es nur hier gibt.

Barbara zeigt Frank auch noch ihre Tages-Ausbeute an wilden Austern. Die wachsen hier von selbst und müssen nur eingesammelt werden. Mit einer prall gefüllten Kühltasche voller Meeresschätze macht sich Frank dann auf den Weg zurück zum Boot.

Björn ist derweil unterwegs nach Engwierum. Sein Ziel: der Bio-Hof „Timpelsteed“ von Pyt Sipma. Dort gibt es neben „normalem“ Gemüse auch ganz besondere Produkte, die vom nahegelegenen Wattemeer geprägt sind. Besonders bekannt ist hier in der Region die Wattkartoffel Noa. Der Boden der Kartoffeln wird zusätzlich noch mit Seetang gedüngt, für besonders viele Nährstoffe. Pyt empfiehlt dem Koch, die Kartoffeln mit Schale zu kochen und zu essen, damit der besondere nussige Geschmack voll zur Geltung kommt.

Auf dem „Timpelsteed“-Gelände gibt es auch noch den kleinen Sozialbauernhof „Vento Verde“. Hier kümmern sich Menschen mit besonderen Herausforderungen um die Anbauflächen. Über 40 verschiedene Obst- und Gemüsesorten wachsen dort. Björn erntet Rote Bete und Dicke Bohnen – dann radelt auch er zurück nach Dokkum, um mit den Vorbereitungen für das Abendessen zu beginnen.

Menü mit maritimer Note
Zurück an Bord zaubern die beiden Kochfreunde sommerliche Gerichte mit den Zutaten aus der Region: Sie servieren Wolfsbarsch im Krustentiersud, dazu Dicke Bohnen, Aubergine und „gesmashte“ Wattkartoffel. Außerdem gibt es noch Rote Bete mit Ziegenkäse und karamellisierten Nüssen. Zum Abendessen an Bord sind die Menschen eingeladen, die die Köche auf ihren Streifzügen kennengelernt haben.

Die einzelnen Folgen sind jeweils eine Woche vor TV-Ausstrahlung in der ARD Mediathek abrufbar.