Dietmer Yntema und Frank Buchholz

„Lecker an Bord“ – die kulinarische Sommerreise 2025 Schafskäse vom Urbauern

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Die Köche erreichen ihren dritten und letzten Liegeplatz der Sommerreise durch den Norden Frieslands: den Zuiderhaven in Harlingen. Es ist der einzige friesische Hafen mit direktem Zugang zur Nordsee. Björn Freitag freut sich auf seiner Erkundungstour heute auf jede Menge Gemüse und Frank Buchholz übt sich im Käsemachen.

Zur Folge

Zuerst radelt Björn zu Biobauer Jochum de Boer nach Kimswerd, der in seinem Gewächshaus zahlreiche Gemüsesorten anbaut. Der Koch hilft beim Bestäuben der Zucchiniblüten und erfährt, wie wichtig Jochum ein gesunder Boden ist.

Frank verbringt den Tag bei Dietmer Yntema. Auf dem Milchviehbetrieb seines Vaters in Wons hat der „Urbauer“ eine Käsemanufaktur aufgebaut. Getreu dem Motto „Zurück zur Natur“ stellt er seinen Käse traditionell in Handarbeit her. Frank hilft beim Frischkäse-Machen und kostet sich durch die Käseauswahl.

Die letzte Station für Björn ist Sexbierum, ein kleines Dorf unweit des Wattenmeers. Dort leben Jurjen und Annechien Bruinsma mit ihrer Familie. Die Landwirte setzen auf einen naturnahen Anbau von Brokkoli, Kartoffeln und Schalotten. Björn kann direkt bei der Ernte mitanpacken.

Bestes Klima für smakelijkes Gemüse

Harlingen - das „Tor zur Nordsee“ – empfängt die "Lecker-an-Bord"-Crew mit einem fantastischen Blick auf das offene Meer. Nach gelungenem Anlegemanöver im Hafen ist der Anlegeschluck ein liebgewordenes Ritual.

Jochum de Boer in seinem Gewächshaus.

Björn ist unterwegs nach Kimswerd, wo er sich mit Jochum de Boer trifft. Der Biobauer kultiviert sein Gemüse in einem großen Gewächshaus. Den Familienbetrieb hat er vor 30 Jahren von seinem Vater übernommen, damals mit einer konventionellen Tomaten-Monokultur. Jochum stellte den Betrieb dann auf Bio um und hat das Sortiment auf rund 30 Gemüsesorten erweitert.
Björn trifft den Gärtner in seinem 7.500 Quadratmeter großen „Kaltgewächshaus“: Das schützt die Pflanzen vor Kälte, Wind, Regen und Frost, wird aber nicht aktiv beheizt. Es nutzt allein die Sonnenenergie und den Glashauseffekt, um ein milderes Klima im Inneren zu erzeugen. Durch die konstanteren Temperaturen ist es besonders gut geeignet für den Anbau von mediterranem Gemüse.

Bei der heutigen Erkundungstour erfahren die befreundeten Köche unter anderem, warum das raue Nordseeklima so gut für „smakelijkes“, also leckeres Gemüse ist.

Harlingen ist einer der ältesten Seehäfen der Niederlande und noch heute ein wichtiger Umschlagplatz für Waren. Skipper Kai Linnenbrügger steuert das Hausboot in den Zuiderhaven, der mitten in der schönen Altstadt liegt. Von hier starten Björn und Frank mit ihren E-Bikes und gehen auf kulinarische Entdeckungsreise ...

Björn besucht zuerst den Gemüsehof von Annechien Bruinsma. Seine Radtour führt ihn dabei immer am Wasser entlang, denn die Felder liegen direkt hinter dem Deich. Annechien und ihr Mann Jurjen sind beide auf landwirtschaftlichen Betrieben in Sexbierum aufgewachsen. Ihr gemeinsamer Traum war schon früh, einen eigenen Betrieb zu führen. Und sie hatten Glück: Sie konnten einen biodynamischen Betrieb direkt am Wattenmeer übernehmen. Ihrem eigenen Hof gaben sie dann den schönen Namen „Waddengeluk“ - „Wattglück“.

Auf einer Fläche von ca. 60 Hektar kultivieren sie Brokkoli, Saatkartoffeln, Schalotten und Wintergemüse. Der nährstoffreiche und lehmhaltige Boden ist für sie die Grundlage eines erfolgreichen Anbaus. Und auch das Klima passt: Der stetige Wind vom Meer hält das Blattwerk der Pflanzen trocken und beugt Pilzbefall vor. Nach dem Regen trocknen die Böden schneller, gleichzeitig bleiben sie - durch den hohen Lehmanteil - bei Trockenheit länger feucht. Diese Kombination erschwert es Schädlingen, sich auszu­breiten. Ein großer Vorteil für biodynamische Betriebe, die ohne Pestizide arbeiten. Björn kann Brokkoli direkt vom Feld ernten und radelt dann weiter zu seinem nächsten Stopp.

Für Frank geht es heute in die Käserei Oerboer in der Nähe von Wons. Dietmer Yntema führt sie zusammen mit seiner Frau Hannah. Das junge Paar will mit seinem landwirtschaftlichen Konzept zurück zu den Wurzeln. Daher auch der Namen des Betriebs: „Oerboer“ - „Urbauer“. Bei ihren Schafen haben sie sich bewusst für eine alte und regionale Rasse entschieden. Die Friesischen Milchschafe bringen die optimalen Eigenschaften für das Leben in der Region mit. Sie geben außerdem besonders gute Milch und sind sehr entspannt im Umgang.

Dietmer hat viel recherchiert, um herauszufinden, wie früher Käse gemacht wurde. Die frische Milch wird noch warm weiterverarbeitet. Das ist wichtig, damit die natürlichen Milchsäurebakterien erhalten bleiben. Dann wird noch ein Starter hinzugegeben. Das sind „gute“ Bakterien aus dem Käseansatz des Vortages mit allen Bakterien, die die Milch braucht, um zu fermentieren. Das Ergebnis ist ein natürlicher Käse, so wie er ursprünglich hergestellt wurde - und mit besonders reichen Aromen.

Frank erfährt, dass die Käsesorten nie genau gleich werden. Abhängig von Faktoren wie Witterung oder Temperatur schmeckt jeder Käse immer ein bisschen anders. Im Reiferaum kann Frank endlich den Käse probieren. Dietmer verarbeitet auch Ziegen- und Kuhmilch von benachbarten Höfen und so ist sein Käsesortiment beachtlich. Der Koch kann sich kaum entscheiden und nimmt eine Auswahl an Käsesorten mit für das gemeinsame Essen an Bord.

Björn ist unterwegs nach Kimswerd, wo er sich mit Jochum de Boer trifft. Der Biobauer kultiviert sein Gemüse in einem großen Gewächshaus. Den Familienbetrieb hat er vor 30 Jahren von seinem Vater übernommen, damals mit einer konventionellen Tomaten-Monokultur. Jochum stellte den Betrieb dann auf Bio um und hat das Sortiment auf rund 30 Gemüsesorten erweitert.
Björn trifft den Gärtner in seinem 7.500 Quadratmeter großen „Kaltgewächshaus“: Das schützt die Pflanzen vor Kälte, Wind, Regen und Frost, wird aber nicht aktiv beheizt. Es nutzt allein die Sonnenenergie und den Glashauseffekt, um ein milderes Klima im Inneren zu erzeugen. Durch die konstanteren Temperaturen ist es besonders gut geeignet für den Anbau von mediterranem Gemüse.

Jochum schwört auf den friesischen Boden: Der meernahe Schwarzerde-Lehm, kombiniert mit seinem selbst hergestellten Kompost, liefert die perfekte Basis für nährstoffreiches Gemüse mit intensivem Geschmack. Früher waren niederländische Tomaten als „Wasserbomben“ verpönt; Jochum kultiviert genau das Gegenteil: geschmacksintensiv und lecker, schwärmt der Koch. Mit einer prall gefüllten Tasche voll buntem Gemüse und vielen Ideen für das Abendessen, macht sich Björn auf den Rückweg zum Boot.  

Zurück an Bord verwandeln die Köche ihre Entdeckungen in ein raffiniertes Sommermenü: Zum Auftakt gibt es Rote Ziegenkäseravioli mit geschmolzenen Ananastomaten und Nussbutter. Als Hauptspeise servieren Frank und Björn ein Grünes Kokoscurry mit gegrilltem Hühnchen und Gurkensalat, zum Abschluss eine Ziegenkäseauswahl mit Pflaumen-Chutney. Zum Dinner an Bord sind die Menschen eingeladen, die die Köche auf ihren Streifzügen besucht haben.

Die einzelnen Folgen sind jeweils eine Woche vor Ausstrahlung in der ARD Mediathek abrufbar.