In Reichshof sollen medizinische Laborproben bald per Drohne transportiert werden. Das Dortmunder Logistikunternehmen Morpheus hat das Projekt in einer Anwohnerversammlung vorgestellt und bereitet nun den Start der Testphase vor.
Warum Drohnen für Laborproben im Rheinisch-Bergischen-Kreis?
Der Transport zwischen Bergisch Gladbach‑Hebborn und Reichshof dauert mit dem Auto bislang oft über eine Stunde. Die Drohnen sollen die Strecke deutlich schneller schaffen und damit Abläufe im Labor beschleunigen. Schon nächste Woche beginnen erste Teststarts und -landungen.
Parallel werden die Laborteams geschult, wie sie die Fluggeräte sicher be- und entladen. In ein bis zwei Monaten soll der Regelbetrieb starten - wenn die Tests erfolgreich verlaufen. Rund sieben Drohnenflüge pro Tag sind geplant.
Technik mit Sicherheitsstandards
Die Drohnen wiegen rund 25 Kilo, haben eine Spannweite von knapp drei Metern und erreichen mehr als 100 km/h. Sie fliegen in etwa 100 Metern Höhe. Überwacht werden sie in Echtzeit von Morpheus. Für zusätzliche Sicherheit sorgt ein integrierter Fallschirm, der Abstürze verhindern soll.
Erfahrungen - und mehr Kommunikation
Eine Lastendrohne in der Luft
Morpheus hatte bereits im vergangenen Jahr Testflüge für einen nachfolgenden Regelbetrieb zwischen Krankenhäusern im sauerländischen Iserlohn durchgeführt. Wegen Beschwerden wurden diese gestoppt. Nun setzt das Unternehmen auf frühzeitige Informationen und Dialog.
Nach den Osterferien findet ein weiterer Infoabend in Bergisch Gladbach‑Hebborn statt.
Unsere Quellen:
- Morpheus Logistik
- Gemeinde Reichshof
Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 24.03.2026, 15:30 Uhr