Der Angeklagte mit seinem Anwalt

Hauptangeklagt ist ein Top-Manager von Infineon Bipolar aus Warstein

Mutmaßlicher Millionen-Betrug Prozess um Infineon Warstein geplatzt

Stand:

Der Prozess um den mutmaßlichen Millionenbetrug an einem Warsteiner Unternehmen ist komplett geplatzt. Das Landgericht Arnsberg bestätigte dem WDR, dass die Kammer die Aussetzung des Verfahrens beschlossen habe.

Am Mittwochmorgen (06.05.2026) sollte der Prozess starten, nachdem schon zwei vorherige Termine in dieser und der vorigen Woche abgesagt werden mussten. Jetzt informierte das Gericht, dass die vorsitzende Richterin überraschend erkrankt sei und deshalb die Hauptverhandlung nicht stattfinden könne. Alle Termine sind aufgehoben worden.

Das bedeutet, dass das Verfahren gegen den früheren Geschäftsführer von Infineon Bipolar in Warstein komplett neu gestartet werden muss. Es waren rund 20 Verhandlungstage angesetzt - so viele neue Termine zu finden, wird nicht einfach sein.

Seit zwei Jahren versucht das Gericht, den Prozess zu führen

Seit zwei Jahren versucht das Landgericht Arnsberg den Betrugsprozess zu führen - immer wieder kam es zu Abbrüchen. Mal war der Angeklagte plötzlich krank, dann ein Schöffe befangen, dann wurde in falscher Besetzung verhandelt.

Der frühere Manager soll rund 14 Millionen Euro Firmengelder auf andere Konten umgeleitet haben und das Geld privat eingesetzt haben - beispielsweise zum Kauf und Renovierung der Warsteiner Music Hall in Dortmund, dort, wo heute die Kunstausstellung Phoenix des Lumières ist.

Prozess um Infineon Warstein geplatzt

WDR 06.05.2026 00:40 Min. Verfügbar bis 05.05.2028

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Unsere Quellen:

  • Sprecherin des Landgericht Arnsberg
  • Beobachtungen des WDR-Reporters im Gericht

Sendung: WDR.de, Prozess um Infineon Warstein geplatzt, 06.05.2026, 15:35 Uhr

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