Dachdecker in NRW beklagen steigende Preise

WDR 02:35 Min. Verfügbar bis 11.03.2028

Seit dem Iran-Krieg Dachdecker in NRW beklagen steigende Preise

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Der Krieg im Iran wirkt sich auch auf Dachdeckerbetriebe in NRW aus. Baumaterialien sind knapp und die Preise steigen.

Schweißbahnen, Dämmmaterial, Alubleche: All das ist im Moment oft Mangelware oder im Preis gestiegen. Dachdeckerbetriebe in ganz NRW merken das im Moment sehr stark. Besonders kleine Betriebe treffen die hohen Preise sehr.

Zu der Verknappung der Materialien kommt hinzu, dass zu Beginn des Iran-Kriegs viele Betriebe offenbar auf Vorrat gekauft haben. Das sagt Jan-Philipp Scherwat, Junior-Chef beim Fachhandel Scherwat in Gevelsberg. Sein Unternehmen verkauft unter anderem Material für den Dachbau.

Jan-Philipp Scherwat

Jan-Philipp Scherwat beobachtet hohe Preise bei seinen Zulieferern

Preisanstiege von bis zu 25 Prozent

Er und seine Kollegen bekommen regelmäßig neue Meldungen zu Preisanstiegen von Lieferunternehmen, sagt Scherwat. Einige Materialien seien bis zu 25 Prozent teurer als noch vor dem Krieg. Schweißbahnen beispielsweise seien aktuell um bis zu 15 Prozent teurer und die nächste Preiserhöhung kommt am 4. Mai. Dann kommt laut Scherwat nochmal ein Aufschlag von 15 bis 18 Prozent hinzu.

Preise ändern sich täglich

Auch Martin Weber, Geschäftsführer der Dachdecker- und Zimmerer-Innung Essen, kann die Probleme bestätigen: "Man kann von einem richtigen Preisschock sprechen." Auch viele Betriebe in Essen beklagen sich über steigende Preise bei Baumaterialien und Lieferengpässe, sagt er. Die Materialpreise bei den Händlern würden sich darüber hinaus täglich verändern.

Martin Weber

Martin Weber bekommt die Probleme der Dachdeckerbetriebe in Essen mit

Laut Weber führt das in vielen Fällen auch dazu, dass die Kosten für laufende Baustellen neu errechnet werden müssen. Besonders betroffen sind Bitumen-Bahnen, die für Flachdächer gebraucht werden und Dämmmaterialien. Denn für die werde Rohöl bei der Herstellung gebraucht.

Das merkt auch Dachdeckermeister Max Peters aus Sprockhövel. "Teilweise müssen wir auf Alternativprodukte umsteigen. Oder auch Angebote und Aufträge nach hinten verschieben", sagt er. "Bisher sind die Kunden aber geduldig", so Peters weiter, "die können die Lage ja auch nachvollziehen."

Deutschlandweites Problem

Nicht nur in NRW, sondern in der ganzen Bundesrepublik hat die Baubranche mit steigenden Kosten zu kämpfen. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) sagte am Freitag gegenüber der Reuters, dass die steigenden Preise die Aussichten für dieses Jahr deutlich getrübt hätten.

Dachdecker in NRW beklagen steigende Preise

WDR 24.04.2026 00:43 Min. Verfügbar bis 23.04.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Jan-Philipp Scherwat
  • Gespräch mit Martin Weber
  • Gespräch mit Max Peters
  • Agentur Reuters

Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 24.04.2026, 06:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Dortmund, 24.04.2026, 18:09 Uhr

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