Der indische Mutterkonzern will seinen Standort des Werks Bharat Forge CDP in Ennepetal wohl bis Ende 2027 schließen. Das habe er in einer Mitteilung an seine Beschäftigten klar gemacht, sagte die zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall, Elin Dara, dem WDR: "Das ist eine Katastrophe für die Menschen und die Region."
Großer Verlust für Ennepetal
Die 400 Beschäftigten des Autozulieferers Bharat Forge CDP in Ennepetal würden dadurch ihre Arbeit verlieren, die Stadt Ennepetal einen großen Gewerbesteuerzahler und einen der größten Arbeitgeber, so Dara: "Am Ende bleibt nur eine Industriebrache übrig." Das Werk in Ennepetal soll demnach noch bis zum Sommer 2027 produzieren und dann bis Ende des Jahres abgewickelt werden.
Betriebsrat informiert zu Schließungsplänen
Heute informieren Betriebsrat und Gewerkschaft die Beschäftigten in einer Betriebsversammlung über den aktuellen Stand und was das für sie möglicherweise heißt. Gewerkschaftssekretärin Dara geht von langwierigen Verhandlungen mit der Geschäftsführung aus, um möglichst viel für die Mitarbeiter rauszuholen.
Ungewissheit für Beschäftigte
Der Betriebsrat wird jetzt einen Anwalt und einen wirtschaftlichen Berater einschalten und dann eine Strategie für Gespräche zu einem Sozialplan entwickeln: "Das bedeutet Monate der Ungewissheit für die Beschäftigten, in denen sie nicht wissen wie hoch ihre Abfindung ist und wie lang sie noch gebraucht werden."
Unklar sei auch, was das Aus für Auszubildende bedeutet, deren Ausbildung eigentlich noch über den kommenden Sommer hinaus dauert. Die übrigen Standorte von Bharat Forge CDP in Deutschland sind von der Schließung nicht betroffen. Am Standort in Ennepetal wird Schmiedetechnik aus Stahl und Aluminium hergestellt, die vor allem in der Automobilindustrie eingesetzt wird.
Unsere Quellen:
- IG Metall
- Interview Gewerkschaftssekretärin Elin Dara
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 14.04.2026, 11:31 Uhr