Sprühende Funken und ein Mann mit Arbeitshelm, dazu Schrift: Zukunft Wirtschaft - wie kommt NRW voran?

Zukunft Wirtschaft - Wie kommt NRW voran?

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Elektromobilität, KI und CO2-freie Fabriken - selten war der Umbruch in der Wirtschaft so groß. Und NRW steht im Zentrum. Viele Unternehmen müssen sich jetzt neu erfinden. Was das konkret bedeutet, wo Probleme liegen und wie Lösungen aussehen, zeigen wir in unserer Serie "Zukunft Wirtschaft - Wie kommt NRW voran?"

Diese Serie ist ein Gemeinschaftsprojekt der WDR-Wirtschaftsredaktion und der Lokalzeit im WDR Fernsehen.

Die Reporterinnen und Reporter der Lokalzeit sind da vor Ort, wo sich die Transformation abspielt: Bei der Metallhärterei, die mit Hilfe von KI deutlich weniger CO2 verursacht, beim Autozulieferer, der sich zum Experten für Spezial-Filter entwickelt oder beim Chemiehersteller, der aus alten Produkten neue Chemikalien gewinnt.

Wo genau, ist auf unserer NRW-Karte zu sehen. Die konkreten Beispiele sind auf dieser Seite zusammengestellt.

Übersicht:

Neues Konzept wegen Kohleausstieg: Fahrzeugbauer Gloria aus Grevenbroich

Das Riesenthema "Transformation" betrifft auch Unternehmen, die vom Braunkohle-Tagebau leben. Gloria Fahrzeugbau ist in Grevenbroich angesiedelt - und damit am Rand des Tagebaus Garzweiler. Wegen des Kohleausstiegs muss der Hersteller von Spezialfahrzeugen jetzt neue Märkte erschließen.

Klimafreundlichere Stahlproduktion dank Laser-Messtechnik: Minteq aus Duisburg

Die Stahlproduktion bei Thyssenkrupp in Duisburg steht vor dem Umbruch. Der CO2-haltige Energieträger Kohle – oder Koks im Hochofen – soll in den nächsten Jahren und Jahrzehnten durch klimafreundlich erzeugten Wasserstoff ersetzt werden. Damit die Stahlherstellung umweltfreundlicher wird, kommt noch mehr moderne Technologie zum Einsatz. Zum Beispiel bei der Vermessung der Gefäße, in denen der Stahl transportiert wird. Know How und Instrumente dazu kommen auch aus Duisburg – von der Firma Minteq.

Eigenes Gaskraftwerk statt Kohle: Martinswerk aus Bergheim

Aluminiumhydroxid stellt die Chemiefabrik Martinswerk in Bergheim her. Der Stoff kommt vor allem als Flammschutzmittel zum Einsatz. Für die Produktion braucht die Fabrik viel Energie, und die lieferte bisher Braunkohle aus dem nahen Tagebau. Jetzt hat das Martinswerk in ein neues Gas- und Dampfkraftwerk investiert, das deutlich weniger CO2-Emissionen verursacht.

Kunststoff produzieren ohne CO2: Craemer, aus Herzebrock-Clarholz

CO2-frei produzieren - in diese Richtung ist der Kunststoffhersteller Craemer aufgebrochen. Jahresrechnung für Strom bisher: rund zwei Millionen Euro. Verbunden mit entsprechend hohen CO2-Emissionen. In Zukunft produziert das Unternehmen eigenen Strom – mit neuem Windrad auf dem Firmengelände.

Autozulieferteile aus grünen Quellen: Benteler aus Paderborn

Benteler stellt Stahlrohre und Karosserieteile aus Stahl her. Der Stahl wird mit elektrischer Energie erzeugt. Und die stammt jetzt auch aus erneuerbaren Quellen. Für die grüne Produkt-Linie sozusagen. Den Strom für die eigene Produktion will das Unternehmen verstärkt bei Windparks und Photovoltaikanlagen einkaufen.

Transformation als Unternehmensphilosophie: 3 Win Maschinenbau aus Aachen

Transformation - das steht für den Umbau der Wirtschaft. Der alle Unternehmen betrifft. Investieren in eine klimaneutrale Energieversorgung, durch digitale Produktion schneller und effizienter werden, und in der Autoindustrie: auf die E-Mobilität umstellen. Aber es geht auch ums Prinzip: Als Unternehmen immer wandlungsfähig zu bleiben. 3 Win Maschinenbau aus Aachen ist ein Beispiel, wie Transformation zur Unternehmensphilosophie werden kann.

Energieeffiziente Produktion von Schokoladenformen: Agathon aus Essen

Agathon aus Essen stellt Kunststoff-Formen für Schokoladen-Hohlkörper her, zum Beispiel für Schoko-Osterhasen von Ferrero, Lindt oder Nestlé. Die Produktion ist energieintensiv. Und auch umwelttechnisch muss sich etwas grundsätzlich ändern.

Wärmepumpe statt Erdgas: MPG Feinrohr aus Menden

MPG aus Menden produziert Rohre für industrielle Wärmetauscher. Dafür braucht das Unternehmen auch viel Wärme und Energie. Der Firmenchef hat schon früh angefangen, völlig neu und klimaneutral zu denken. Für die Transformation gibt es ein umfassendes Konzept.

Neue Materialien aus Bauschutt: Tiefbau Tielkes aus Hünxe

Kiesabbau ist am Niederrhein ein echtes Reiz-Thema. Immer mehr Baggerlöcher und immer mehr Landschaft verschwindet in Seen. Gibt’s da nicht auch andere Möglichkeiten? Gibt es: Statt neuen Kies abzubauen, lassen sich neue Materialien umweltfreundlich aus Bauschutt gewinnen. Das entsprechende Verfahren hat eine Firma aus Hünxe entwickelt.

Von der Aluhütte zum Rechenzentrum: Speira aus Neuss

Das Rheinwerk in Neuss ist ein traditionsreiches Alu-Werk. Inzwischen gehört es dem internationalen Aluminiumkonzern Speira. Wegen der hohen Strompreise hat das Werk die Produktion von Rohaluminium aufgegeben – und geht neue, emissionsärmere Wege.

Motorblöcke für Verbrenner als Auslaufmodell: Eisenwerk aus Brühl

Unter der Haube von Benzin- und Dieselautos steckt oft ein Produkt aus Brühl: Das Eisenwerk gießt Motorblöcke. Das Verbrenner-Aus in der EU zwingt zum Umdenken. Die Produktion umzustellen, ist aber gar nicht so einfach.

Klimaneutraler Stahl mit KI: Dirostahl aus Remscheid

Die Firma Dirostahl in Remscheid ist die größte Freiformschmiede in Deutschland. Hier machen sie aus Stahlklötzen tonnenschwere Präzisionsringe, zum Beispiel für Windenergieanlagen. Dafür braucht das Unternehmen vor allem eines: viel Erdgas, um die Öfen zu heizen. Aber schon seit Jahren arbeitet Dirostahl an einer klimafreundlichen Alternative - mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

Neu aufgestellt mit E-Mobilität: Kaiser und Waltermann aus Sundern

Die Zeichen stehen auf Krise, gerade bei den Automobilzulieferern. Aber viele Betriebe haben sich schon auf den Weg gemacht – und ihre Herstellung auf neue Märkte angepasst. Kaiser und Waltermann hat sich vom klassischem Automobilzulieferer zum Experten für die Produktion von speziellen Verbindungsteilen gewandelt. Für ganz neue Kunden – zum Beispiel in der Medizintechnik.

Kunststoffe aus pflanzlichen Rohstoffen: Simplyfined aus Dortmund

Transformation, der Umbau der Wirtschaft, braucht neue Ideen und Startups. Zum Beispiel in der Chemieindustrie. NRW ist der wichtigste Standort in Deutschland. Fossile Energieträger sind immer noch Standard in der Branche. Eine junge Firma aus Dortmund hat eine klimafreundliche Alternative gefunden.

Umweltfreundlicher kühlen: Westfalen AG aus Münster

Beim Kühlen von Lebensmitteln zum Beispiel in Supermärkten sind bisher synthetische Kältemittel Standard. Das Problem: Sie sind sehr schädlich fürs Klima. Die Firma Westfalen AG aus Münster hat ein umweltfreundliches Verfahren entwickelt. Sie bereitet CO2 aus der Produktion als Kühlmittel auf.

CO2-freier Zement-Ersatz: MC Bauchemie aus Bottrop

Für Beton braucht man Zement. Und bei der Zement-Herstellung entsteht enorm viel C02: Bis zu acht Prozent der CO2-Emissionen weltweit. Die Bottroper Firma MC Bauchemie forscht seit Jahren an der Zement-Alternative. Die deutlich klimafreundlicheren Ersatzstoffe sind bei immer mehr Bauprojekten im Test.

Ladetechnik für E-LKW: SBRS aus Dinslaken 

Elektro statt Verbrennermotor - das betrifft auch den Lkw-Verkehr. Immer mehr Speditionen achten auf ihre Klimabilanz – und die Frage: Wie umweltfreundlich sind die LKW? Um einen 44-Tonner elektrisch zu machen, braucht es nicht nur innovative Autohersteller – sondern auch ein spezielles Ladenetz. Daran arbeitet die Dinslakener Firma SBRS.

CO2- und verbrauchsarme Spülmaschinen: Miele aus Gütersloh

Langlebige und energieeffiziente Geräte bauen – das ist schon lange Thema von Miele in Gütersloh. Das Unternehmen hat auch einen Plan, die Produktion der Haushaltsgeräte möglichst CO2-neutral zu machen. Das geht bis zur Dicke der Wände in einer Spülmaschine.

KI für ressourcenschonende Produkt-Tests: Dr. Q aus Dortmund 

Beim Umbau der Wirtschaft Richtung Klimaneutralität ist auch immer häufiger Künstliche Intelligenz im Spiel – KI. Ein Startup aus Dortmund hat eine Software entwickelt, die etablierten Mittelständlern in Zukunft viel Geld, Energie und Dreckarbeit spart.

Spezialkunststoffe als Metallersatz: Barlog aus Overath

Metalle sind ein kostbarer Rohstoff. Und wer daraus etwas herstellt, braucht viel Energie. Die Firma Barlog entwickelt Spezialkunststoffe, um Metall-Bauteile zu ersetzen. Das schont Ressourcen und kann Kosten sparen. Ist aber eine Herausforderung, weil die Kunststoff-Teile mindestens genauso widerstandsfähig sein müssen.

Stoßwellentechnik für die Textilindustrie: Klein Anlagenbau aus Freudenberg

Bei Klein Anlagenbau sind sie Experten für Stoßwellentechnik. Ein Verfahren, das bisher vor allem bei Bauteilen für die Autoindustrie zum Einsatz kam. Jetzt ist der Maschinenbauer dabei, die Technik auch für ganz andere Bereiche nutzbar zu machen – zum Beispiel die Aufbereitung von Hanf in der Textilindustrie.

Elektro-Hafenkräne: Konecranes aus Düsseldorf

Hafenkräne müssen schwere Lasten heben, ganze Tage lang. Bisher gab es die riesigen Geräte deshalb mit Diesel-Antrieb. Aber inzwischen ist die Technik so weit, dass sie auch mit Strom funktionieren - sogar aus der Batterie. Wie bei Konecranes in Düsseldorf.

Nachhaltige Fabrik für Schwerwellpappe: Tricor aus Goch

Es ist schon beim privaten Bauen ein anspruchsvolles Projekt: Ein Haus zu errichten, das den Energiestandard KfW 40 erfüllt. Das bedeutet: Es darf nur 40 Prozent der Energie eines Standardhauses verbrauchen. Aber eine ganze Fabrik nach KfW 40 zu bauen? Das hat der Kartonhersteller Tricor in Goch gerade getan – und noch mehr Energiesparideen umgesetzt.

CO2 aus Heizkraftwerk zur Kosmetik-Produktion: Babor aus Aachen

Die klimaneutrale Fabrik ist Thema in vielen Branchen. Der Kosmetikhersteller Babor hat dazu Photovoltaikanlagen auf die Dächer gepackt. Auch das Produkt selbst soll nachhaltiger werden. Neuestes Projekt: Das Unternehmen will die CO2-Emissionen der nahen Müllverbrennungsanlage Weißweiler nutzen. Umgewandelt in Alkohole sollen sie als Grundstoff in der Produktion dienen.

Lasertechnik aus Ostwestfalen: Engelbrecht aus Preußisch Oldendorf

Weniger Stromverbrauch bei der Metallverarbeitung, mehr Grün auf dem Gelände, die Produktionsabfälle werden recycelt: dafür hat die Firma Engelbrecht Lasertechnik aus Preußisch Oldendorf gerade den Zukunftspreis des Handwerks 2025 in Ostwestfalen-Lippe bekommen. Die Firma hat 1871 als Schmiede begonnen hatte und fertigt heute mit energiesparender Lasertechnik Metallteile.

Ziegelproduktion mit grünem Wasserstoff: Janinhoff aus Münster-Amelsbüren

Besonders viel CO2 einsparen können vor allem solche Industriezweige, die bisher extrem viele klimaschädliche Gase ausgestoßen haben, wie etwa die Klinkerproduktion. Eine Ziegelei in Münster will jetzt als positives Beispiel voran gehen – und statt Erdgas schon bald europaweit als erstes Klinkerwerk grünen Wasserstoff einsetzen.

Heismann Drehtechnik: KI-Projekt für grünere Produkte

Viele klassische Metallbetriebe stecken mitten im Umbau. Weil sie auf die Autoindustrie spezialisiert waren - und die Verbrenner-Technologie. Sie müssen neue Abnehmer finden und schneller, kostengünstiger, nachhaltiger produzieren. Dabei hilft Künstliche Intelligenz. Wie konkret, haben wir uns bei Heismann Drehtechnik in Velbert angeschaut. nachhaltige Holzhausproduktion durch Digitalisierung

Nachhaltige Holzhausproduktion: Smart Castle aus Breckerfeld

Zwischen 30 und 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen haben mit dem Bauen zu tun. Eine Schreinerei aus Breckerfeld bei Hagen hat sich jetzt aufgemacht, den CO2-Fußabdruck deutlich zu senken: Mit einem neuen Fertighauskonzept.

Energiesparende Produktion von Siliziumcarbid: ESK-SIC aus Frechen

Die Firma ESK-SIC in Frechen stellt Siliziumcarbid für die Halbleiterindustrie her – dabei entsteht viel CO2. In einer neuen Anlage kann der Stoff nun recycelt werden, was weniger CO2 verursacht und Energie spart.

Klimaneutrale Firmenzentrale: KIS aus Dortmund

Die Firmenzentrale des Antriebspezialisten KIS in Dortmund ist komplett klimaneutral. Dafür hat das Unternehmen ein eigenes Konzept entwickelt und viel investiert.

Energie aus Abfall: Abfallverbrennungsanlage im Chemiepark Hürth-Knapsack

Abfall verbrennen, aber klimaneutral: Das ist das Ziel der Abfallverbrennungsanlage im Chemiepark in Hürth-Knapsack. Der Betreiber "Energy from Waste" will das entstehende CO2 abscheiden - und langfristig als chemischen Grundstoff nutzen

Emissionsfreie Kanalbohr-Maschinen: Tracto aus Lennestadt

Gasleitungen, Glasfaser- oder Stromkabel verlaufen in unterirdischen Rohren. Tracto aus Lennestadt liefert seit Jahrzehnten ein Bohrsystem, um die Löcher dafür zu graben. Der Bohrer lässt sich jetzt emissionsfrei und klimaneutral betreiben.

Deponie-Faulgas reinigen: ETW Energietechnik aus Moers

Lange Zeit wurde auf Mülldeponien aller Abfall durcheinander abgekippt, wo er teilweise bis heute gammelt und Faulgase produziert. Die Firma ETW Energietechnik aus Moers baut Anlagen zur Reinigung von Deponiegas

Pizzaherstellung mit erneuerbarer Energie: Dr. Oetker aus Bielefeld

Das Unternehmen Dr. Oetker will für seine Pizzen die Möglichkeit schaffen, sie bis 2030 ausschließlich mit erneuerbarer Energie produzieren zu können.

Filter für Medizintechnik statt Verbrenner: Hengst aus Münster

Luftfilter, Ölfilter, Kraftstofffilter sind in jedem Verbrenner eingebaut. Was man macht, wenn die Reise mehr und mehr in Richtung Elektro-Mobilität geht? Die Firma Hengst hat einen Weg gefunden.

KI spart Erdgas in der Härterei: Schmidthaus aus Breckerfeld

Seit über 80 Jahren glühen bei der Härterei Schmidthaus in Breckerfeld die Öfen. Dafür wird Erdgas benötigt. Eine geeignete Alternative gibt es dafür bisher nicht. Nun setzt das Unternehmen KI in der Ofenplanung ein, um Erdgas so sparsam wie möglich zu nutzen.

LyondellBasell: Energieeffizientes Kunststoff-Recycling

In Wesseling baut die Firma LyondellBasell eine Anlage zur Wiederverwertung von Kunststoffen. Das Ziel des Unternehmens: Aus Kunststoffabfällen neue Rohstoffe zu machen.- mit einem innovativen Prozess.

Klimaneutralität, KI, Kreislaufwirtschaft: Wo steht die NRW-Wirt

WDR Studios NRW 21.02.2026 04:59 Min. Verfügbar bis 21.02.2028 WDR Online

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