Es sei ein großer Tag für Bertelsmann - mit diesen Worten wird die Pressekonferenz eröffnet, die eine große Investition ankündigt. Um seine Musiksparte zu erweitern, schließt sich das Unternehmen BMG (Bertelsmann Music Group) mit dem Unternehmen Concord aus den USA zusammen.
Zusammen Rechte an mehr als vier Millionen Titeln
Concord hält die Rechte an 125.000 Künstlern, darunter Jazz-Größen wie Miles Davis. Beide Unternehmen zusammen verfügen über vier Millionen Songs. Für den Zusammenschluss investiert Bertelsmann fast 1,2 Milliarden US-Dollar.
"Musik ist seit den 1950er-Jahren Teil unserer Identität. (...) Mit der heute bekanntgegebenen Transaktion stärken wir unser Medien- und Inhaltegeschäft weiter und bauen unsere Präsenz in den USA aus, dem größten und innovativsten Entertainment-Markt der Welt", erklärt der CEO von Bertelsmann, Thomas Rabe.
Bertelsmann hält Mehrheit am neuen Unternehmen
Das neue Unternehmen wird unter dem Namen BMG laufen mit Sitz in Nashville Tennessee. Der europäische Sitz soll in Berlin sein. Mit 67 Prozent wird Bertelsmann die Mehrheit am neuen Unternehmen besitzen und plant mit einem Jahresumsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar. Bertelsmann verdoppelt mit der Investition sein Musikgeschäft.
Der CEO von BMG, Thomas Coesfeld, hat bereits in den vergangenen Jahren viel investiert. Weitere Käufe könnten folgen, heißt es vom Unternehmen. Das Ziel sei, BMG als Musikunternehmen zu etablieren im Zeitalter von Streamingdiensten und KI. Schon jetzt gebe es viele Bereiche, in denen Künstliche Intelligenz eine große Rolle spiele.
Der Zusammenschluss muss noch von US-Kartellbehörden genehmigt werden. Bertelsmann geht davon aus, dass das innerhalb weniger Monate klappt.
Unsere Quellen:
- Pressekonferenz Bertelsmann
Sendung: WDR.de, Bertelsmann investiert 1,2 Millarden in US-Unternehmen, 28.04.2026, 14:00 Uhr