Pfannenbrot mit Wildkräutern
WDR. 04:57 Min.. Verfügbar bis 08.05.2028.
Brennnesseln, Giersch und Löwenzahn : Pfannenbrot mit Wildkräutern
Stand:
von Christiane Brosat, Anni Sbrzesny und Janina Laudien vom Verein "draußenzeit"
Brennnesseln, Giersch oder Löwenzahn gelten häufig als Unkräuter im Garten. Dass diese Pflanzen aber weit mehr sind als das, wissen Christiane Brosat und ihre Kolleginnen vom Verein "draußenzeit". Sie backen Pfannenbrot mit Wildkräutern - am Lagerfeuer.
Zutaten für das Pfannenbrot:
300 g Dinkelmehl – Weizenmehl (alternativ Weizenmehl, am besten Vollkorn
1 TL Backpulver
1 TL Salz
1 EL Olivenöl (alternativ Sonnenblumenöl)
200 ml Wasser (alternativ Milch oder Joghurt)
1-2 Handvoll saisonale Wildkräuter, hier: Brennnessel und Löwenzahnblüten (möglich sind auch Giersch, Knoblauchrauke, Schafgarbe o.ä.)
Zutaten für das Knoblauchsrauke-Giersch-Pesto:
2 Handvoll Knoblauchrauke
2 Handvoll Giersch
Olivenöl
Geröstete Cashewkerne
1 Prise Salz
Ggf. etwas Zitronensaft
Zubereitung:
Alle Zutaten für die Brote in eine Schüssel geben. Zu einem glatten, weichen Teig verrühren. Bei Vollkorn evtl. etwas mehr Flüssigkeit verwenden. Zehn Minuten ruhen lassen. Als Letztes die Wildkräuter in den Teig kneten. Brennnesselblätter erst walzen, dann kleinschneiden - Löwenzahnblüten reinzupfen (weitere Infos zu Wildkräutern gibt es weiter unten).
Brot in der Pfanne zubereiten
Eine beschichtete Pfanne erhitzen. Teig in etwa acht Portionen teilen und diese nacheinander in etwas Öl bei mittlerer Hitze von beiden Seiten ausbacken. Pfannenbrot am besten über dem offenen Feuer backen, so bekommt es ein schönes "Raucharoma". Auf dem heimischen Herd geht es aber auch.
Pesto aus Kräutern passend dazu
Für das Pesto Knoblauchrauke und Giersch sammeln und zusammen mit dem Olivenöl in einen Standmixer geben. Cashewkerne anrösten und dazugeben. Zusammen mit dem Salz (und evtl. etwas Zitronensaft) zu einem streichfähigen Pesto pürieren. Auch das Pesto kann saisonal variieren. Andere, leckere Varianten sind zum Beispiel Bärlauch-, Brennnessel-, Giersch-, Löwenzahn-, Vogelmiere oder Minz-Pestos.
Anmerkungen zum Kochen/Backen mit Wildkräutern:
- Nur so viel nehmen, dass sich die Pflanzen-Art an dieser Stelle weiterhin vermehren kann bzw. sicher besteht. Gibt es nur vereinzelte Exemplare einer Art, alles stehen lassen. Keine Pflanzen sammeln, die unter Naturschutz stehen.
- Darauf achten, wo gesammelt wird. Gemieden werden sollten pestizidbelastete Böden (wie die Ränder konventioneller Äcker), Ränder von befahrenen Straßen und "Hundeautobahnen" sowie Naturschutzgebiete.
- Ob Wildkräuter noch gewaschen werden müssen oder nicht, ist Ansichtssache. Christiane Brosat vom Verein "draußenzeit" schreibt dazu: "Ich halte es so, dass ich sie nicht mehr wasche, wenn ich auf meinem eigenen Grundstück sammele, aber waschen würde, wenn ich die Gegend nicht gut kenne, in der ich sammele."
- Pflanzen, die verzehrt werden, sollte man sehr gut kennen und sicher identifizieren können. Unbedingt auf giftige Doppelgänger achten (z.B. Maiglöckchen und Bärlauch/ Aronstab, der sich zwischen dem Bärlauch versteckt)!