Schriftzug Wunderschön vor einem Strand und blauem Meer
Die kunstvoll geschwungene Holztreppe in der Buchhandlung Livraria Lello

Livraria Lello, Mercado do Bolhão, Besenmacherei Belmonte, Azulejos und Afurada

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In und um Porto gibt es spannende Ausflugsziele zu entdecken: Überall in der Stadt kann man die berühmten Kacheln Azulejos finden. Die Livraria Lello und der Mercado do Bolhão laden zum Bummeln ein. Interessant ist das traditionsreiche Handwerk, das in der Besenmacherei Belmonte gepflegt wird. Es lohnt sich ein Ausflug ins Fischerdorf Afurada.

Livraria Lello

Die Livraria Lello gilt als eine der schönsten Buchhandlungen der Welt. Ihr bekanntestes Merkmal ist die kunstvoll geschwungene Holztreppe im Inneren. Sie erinnert an die beweglichen Treppen aus der Harry-Potter-Welt, und so hält sich bis heute die Legende, J. K. Rowling habe hier Inspiration für ihre Romane gefunden. Ob diese Geschichte wahr ist oder nicht, bleibt offen. Die Buchhandlung ist längst zu einem touristischen Anziehungspunkt geworden und nimmt sogar ein Eintrittsgeld. Dieses wird beim Kauf eines Buches angerechnet. Im Sortiment finden sich zahlreiche kunstvoll gestaltete Sonderausgaben und literarische Raritäten. Im Inneren bewahrt die Livraria zudem besonders wertvolle Werke auf, darunter signierte Erstausgaben und seltene Drucke, etwa von Antoine de Saint-Exupéry.

Mercado do Bolhão

Mitten im Herzen von Porto liegt der Mercado do Bolhão, einer der bekanntesten Märkte Portugals und ein Wahrzeichen der Stadt. Das historische Markthaus wurde 1914 eröffnet, als Porto sich ein modernes Gebäude im Stil der damaligen Eisen-Glas-Architektur leistete. Zwischen Obst-, Gemüse- und Fischständen herrscht geschäftiges Treiben, das bis heute den authentischen Charakter des Ortes ausmacht. Nach einer mehrjährigen Sanierung erstrahlt der Mercado do Bolhão nun wieder in neuem Glanz.

Blick von oben auf die Markthalle in Porto

Die historische Markthalle in Porto wurde 1914 eröffnet.

Besenmacherei Belmonte

In den engen Gassen der Altstadt von Porto liegt die Besenmacherei Belmonte. Seit 1927 werden hier in traditioneller Handarbeit Bürsten, Pinsel und Besen gefertigt. Die Werkstatt wird heute von Sergio geführt, der das Handwerk von seinem Vater übernommen hat – wie schon dieser einst von seinem eigenen Vater. Hergestellt werden Bürsten und Besen für die unterschiedlichsten Zwecke, von Alltagsgegenständen bis zu exklusiven Einzelstücken. Für die Luxusbürsten werden edle Hölzer verwendet, und je nach Modell dauert die Fertigung viele Stunden, manchmal sogar Tage. Die aufwändig gearbeiteten Bürsten sind echte Unikate und mit Preisen von bis zu 300 Euro nicht billig.

Kisten mit langstieligen Bürsten in der Besenmacherei Belmonte

Seit 1927 werden in der Besenmacherei Belmonte in traditioneller Handarbeit Bürsten, Pinsel und Besen gefertigt.

Azulejos – Kunst aus Kacheln

Überall in Porto begegnet man ihnen: den kunstvoll bemalten Fliesen, den sogenannten Azulejos. Sie schmücken Bahnhöfe, Wohnhäuser und Kirchen – mal in modernem Stil, meist aber traditionell in leuchtendem Blau und Weiß. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist neben dem Bahnhof São Bento die Kirche Santo Ildefonso, deren Fassade mit rund 11.000 Kacheln bedeckt ist – ein Meisterwerk portugiesischer Handwerkskunst.

Eine Wand mit blauen Fliesen zeigt eine Szene mit Waschfrauen

Den Azulejos, den traditionellen blauen Fliesen, begegnet man in Porto in Bahnhöfen, Wohnhäusern und Kirchen.

Afurada

Unweit von Vila Nova de Gaia liegt das Fischerdorf Afurada. Afurada hat sich seinen ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt. In den schmalen Gassen flattert Wäsche im Wind, und in der Luft liegt der Duft von Holzkohle und frischem Fisch. Viele Familien dort leben seit Generationen vom Fischfang. Zur Mittagszeit verwandelt sich das Dorf in ein einziges Freiluftrestaurant: Überall werden Sardinen und andere Fische auf offenen Grills direkt vor den Häusern zubereitet. Auch das öffentliche Waschhaus gehört zum Dorfleben. Seit Ende des 19. Jahrhunderts treffen sich hier die Frauen von Afurada, um gemeinsam Wäsche zu waschen, zu plaudern und zu singen. Das Gebäude wurde modernisiert, doch der Geist des Ortes ist geblieben. Einst wuschen die Frauen auch gegen Bezahlung, um das Einkommen der Familien aufzubessern, während die Männer auf See waren. Bis heute ist das Waschhaus ein lebendiger Treffpunkt, ein Ort der Gemeinschaft und gelebten Tradition.

Ältere Frau trägt eine Schüssel mit Wäsche auf dem Kopf

Eine typische Waschfrau in Afurada

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Porto
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Christopher Pfaff
Das Douro-Tal. Unterwegs zum Welterbe und den schönsten Weingütern
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Michael Müller Verlag, 2023
ISBN ‎978-3966851633
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Catrin Ponciano
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Johannes Quirin
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Daniela Schetar, Friedrich Köthe, Monica Gumm (Fotos)
Bildatlas Porto. Portugal Norden
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