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ARD Infonacht
22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Die Grafik des WDR5 Dok5 "Tschernobyl - die Katastrophe und wir" zeigt einen Menschen mit Gasmaske, im Hintergrund das zerstörte Tschernobyl.

Tschernobyl - die Katastrophe und wir: 40 Jahre nach dem Reaktorunglück

Vier Jahrzehnte nach der Explosion im Atomkraftwerk von Tschernobyl erzählt die Doku-Serie von einem Ereignis, das die Welt verändert hat.

Von Sarah Fischbacher, Meret Ava Reh, Phillip Syvarth, Judith Rubatscher

In fünf Folgen rekonstruiert der Podcast nicht nur die historischen Abläufe, sondern blickt vor allem auf menschliche Schicksale hinter dem Unglück. Es geht um die Frage: Was hat diese Katastrophe mit uns gemacht? Im Zentrum stehen die Geschichten von drei Menschen – Anatolii zum Beispiel. Er ist in einem kleinen Ort in der Ukraine aufgewachsen. Kurz nach der Explosion wird er von Funktionären der Sowjetunion rekrutiert und direkt in das verstrahlte Gebiet geschickt. Ohne ausreichenden Schutz soll er als sogenannter Liquidator helfen, die Katastrophe einzudämmen – mitten im zerstörten Reaktor findet der Einsatz statt. Was hat die Strahlung mit ihm gemacht?

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Tschernobyl - die Katastrophe und wir: Der Super-GAU (1/5)

Am 26. April 1986 explodiert der Reaktor-Block 4 im Atomkraftwerk Tschernobyl. Radioaktive Strahlung breitet sich über weite Teile Europas aus. Aber keiner hat dem jungen Ukrainer Anatolii gesagt, worum es genau geht. Nur, dass es irgendwo einen Unfall gab und er jetzt Teil eines Aufräum-Trupps ist. In Europa gelangen Informationen über die Reaktorkatastrophe nur langsam an die Öffentlichkeit – und in unterschiedlichem Umfang: Ulrike in der DDR erfährt viel weniger als Monika in der BRD. Unsicherheit macht sich breit.

Tschernobyl - die Katastrophe und wir: Körpereinsatz (2/5)

Anatolii und die anderen Liquidatoren sind vor Ort des Unfalls massiver Strahlung ausgesetzt. Nach Arbeiten in der Sperrzone werden sie sogar direkt beim explodierten Reaktor-Block zum Einsatz gerufen. Nach der Katastrophe beschließt die Anti-AKW-Aktivistin Monika aus der BRD nach Wackersdorf zu fahren, um gegen eine geplante Wiederaufarbeitungsanlage von Atommüll zu protestieren. Die Gewalt zwischen Demonstrierenden und der Polizei eskaliert. Währenddessen verfasst Ulrike aus der DDR mit ihrer geheimen Frauengruppe einen kritischen Brief an die Regierung.

Tschernobyl - die Katastrophe und wir: Wir sind das Volk (3/5)

Die sogenannte "Pfingstschlacht von Wackersdorf" hinterlässt bei Monika bleibende Eindrücke. Ulrikes oppositionelle Frauengruppe wird zu einem Treffen ins Amt für Atomsicherheit und Strahlenschutz eingeladen. Anatoliis gesundheitliche Beschwerden werden nach dem Einsatz am explodierten Reaktor immer schlimmer, doch er bekommt keine richtige Diagnose und Behandlung. Dann fällt die Mauer.

Tschernobyl - die Katastrophe und wir: Die Kinder von Tschernobyl (4/5)

Anatolii erhält schließlich in Nürnberg eine Diagnose. Eine Mutter aus Belarus sucht ebenfalls dringend Hilfe für ihren kleinen Sohn, der schwer an Krebs erkrankt ist. Auf dem Parkplatz eines Krankenhauses in Essen spricht sie einen jungen Arzt an. Das Treffen verändert nicht nur das Leben ihres Sohnes, sondern auch das vieler anderer Kinder aus den verstrahlten Gebieten.

Tschernobyl - die Katastrophe und wir: Das Vermächtnis (5/5)

Jahrzehnte nach dem Unfall ist Tschernobyl zu einem Lost Place geworden. Influencerin Julia ergreift die einmalige Gelegenheit. Sie besucht die unbewohnte Geisterstadt Prypjat und bekommt eine seltene Genehmigung zur Besichtigung des zerstörten Kontrollraums von Reaktor 4. Im Jahr 2022 ist dann plötzlich Schluss mit den Tagesbesuchen in der Sperrzone. Russland greift die Ukraine an und Anatolii flieht nach Deutschland – dort trifft er einen alten Bekannten.

WDR 5, Samstag, 2. Mai 2026 bis 30. Mai 2026, 13.30 - 14.00 Uhr
WDR 5, Sonntag, 3. Mai 2026 bis 31. Mai 2026, 18.30 - 19.00 Uhr
Von: Sarah Fischbacher, Meret Ava Reh, Phillip Syvarth, Judith Rubatscher
Redaktion im WDR: Nikolaus Steiner
Produktion: RB/WDR 2026

Sendung: WDR5, Tiefenblick, 02.05.2026, 13.30 Uhr

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