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22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Cover zum Podcast „Leni Riefenstahl, Influencerin des Bösen“. Zu sehen ist eine Bildmontage mit einem Porträt von Riefenstahl vor einem Gemälde, das Adolf Hitler zeigt.

Riefenstahl: Influencerin des Bösen

Sie war berühmt, gefeiert, stilprägend – und eine der wichtigsten Propagandistinnen des NS‑Regimes. Leni Riefenstahl gilt bis heute als Ausnahmeerscheinung der Filmgeschichte. Ihre größten Erfolge feierte sie mit Filmen für Adolf Hitler. Und doch behauptete sie bis zu ihrem Tod mit 101 Jahren: Sie habe von den Verbrechen der Nazis nichts gewusst. Nichts geahnt. Immer zu spät von allem erfahren. Mitschuld ausgeschlossen.

Von Katja Paysen Petersen

Der Podcast „Riefenstahl: Influencerin des Bösen“ nimmt diese Selbstinszenierung auseinander. Host Katja Paysen‑Petersen rekonstruiert Riefenstahls Leben neu – mit bislang unveröffentlichten Tonaufnahmen aus ihrem Nachlass, abgeglichen mit historischen Quellen. Die Serie erzählt vom Aufstieg einer ehrgeizigen Künstlerin, von Nähe zur Macht, von Lügen, Selbstmythen – und davon, wie Propaganda funktioniert. Damals wie heute.

Podcast-Empfehlung: Riefenstahl – Influencerin des Bösen

WDR 5 Tiefenblick 04.04.2026 01:43 Min. Verfügbar bis 21.03.2031 WDR 5 Von Katja Paysen‑Petersen


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Alle Folgen schon jetzt in ARD Sounds hören. „Alles Geschichte – Der History Podcast“.

Riefenstahl – Hitlers Fangirl (1/5)

Wir öffnen Leni Riefenstahls Nachlass: bislang unveröffentlichte Gespräche mit Freunden, Journalisten und ihrem Verleger. Das bringt uns ins Deutschland Anfang der 1930er: gesellschaftliche Umbrüche und politisches Chaos. Riefenstahl sucht ihren Platz, wechselt vom Tanz zum Film, führt als eine der ersten Frauen Regie. Dann erlebt sie Adolf Hitler live im Berliner Sportpalast. Ein Moment, der alles verändert.

Riefenstahl – Nazi‑Soap am Nordseestrand (2/5)

1932, noch vor der Machtergreifung der Nazis, trifft Riefenstahl Hitler an der Nordsee. Sie sagt später: Sie habe sein Filmangebot abgelehnt. Stimmt das? Wir prüfen ihre Version. Klar ist: Nach 1933 bekommt sie einen Auftrag, der ihr Leben – und ihre Lebenslüge nach dem Krieg – für immer prägt.

Riefenstahl – Großes Kino für den Führer (3/5)

Angeblich kein Vertrag, nur drei Tage Vorbereitung – und der Beginn einer beispiellosen Karriere: Mit „Sieg des Glaubens“ und „Triumph des Willens“ wird Riefenstahl zur Star‑Regisseurin des NS‑Staates. Später behauptet sie, alles sei unpolitische Kunst gewesen. Wir zeigen, wie sie ihre Nähe zur Macht umdeutet – und warum „Olympia“ 1936 ihr wohl bester Film ist.

Riefenstahl – Leni in Hollywood (4/5)

Hollywood, 1938. Riefenstahl reist mit „Olympia“ durch die USA, trifft Walt Disney – während in Deutschland Synagogen brennen. In Amerika wird sie gefeiert und angefeindet zugleich. Zurück in Berlin plant sie neue Filme mit Hitler. Dann erreicht sie in den Dolomiten die Nachricht vom Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Riefenstahl – Sonderfilmtrupp für Hitler (5/5)

September 1939: Riefenstahl zieht mit einem eigenem „Sonderfilmtrupp“ nach Polen. In Końskie wird sie Zeugin eines Massakers – das sie später abstreitet. Zurück in Deutschland dreht sie „Tiefland“ und nutzt Sinti und Roma aus Lagern als Statisten. Nach 1945 beginnt ihre größte Inszenierung: die Legende vom Nicht‑gewusst‑haben.

Eine Produktion von Vincent Productions und Plotprodukt für den Westdeutschen Rundfunk 2026.

WDR 5, Sonntag, 29. März 2026 bis 19. April 2026, 18.30 - 19.00 Uhr
Von: Katja Paysen‑Petersen
Redaktion: Annette Blaschke und David Rother
Produktion: WDR 2026

Sendung: WDR5, Tiefenblick, 29.03.2026, 18.30 Uhr

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