Amnestie Deutschland – Flucht vor Gerechtigkeit
Verbrechen gegen die Menschlichkeit – ohne Konsequenzen? Die Podcast-Reihe "Amnestie Deutschland" erzählt von fünf Fällen, in denen im Ausland Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen wurden und deren (teilweise mutmaßlichen) Täter sich nach Deutschland absetzen konnten.
Von Von Azadê Peşmen, Bahar Sheikh, Olivia Samnick, Yağmur Ekim Çay
Host Azadê Peşmen spricht mit Betroffenen, Angehörigen und Experten und fragt: Ist Deutschland ein sicherer Hafen für Kriegsverbrecher?
Alle Folgen finden Sie in voller Länge in der ARD-Audiothek.
Amnestie Deutschland – Wie Oberst Raslan sich selbst überführt (1/5)
Ein Geflüchteter erkennt in Berlin einen ehemaligen Geheimdienstler: Anwar al Bunni trifft auf den syrischen Geheimdienstler Anwar Raslan. Eine Geschichte über Flucht, Gerechtigkeit und Vergeltung. In dieser Folge von "Amnestie Deutschland" beleuchten wir den beispiellosen Prozess von Koblenz und fragen: Kann es Gerechtigkeit für die Opfer geben?
Amnestie Deutschland – Wie Kommandeur Kyburg in Berlin untertaucht (2/5)
Ein ehemaliger Militärkommandant aus Argentinien lebt unbehelligt in Berlin: Luis Kyburg wird wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht, doch es kommt nicht zur Festnahme. Warum wurde er nie nach Argentinien ausgeliefert? In dieser Folge von "Amnestie Deutschland" geht es um die Verbrechen der Militärdiktatur, Fluchtwege und die Frage: Wird Deutschland zum sicheren Hafen für Täter?
Amnestie Deutschland – Wie Terrorist Taha Al J. vom Kalifat im Gericht landet (3/5)
Ein fünfjähriges Mädchen verdurstet in der Sonne. Der Täter ist ein IS-Terrorist, auch seine Frau greift nicht ein. Jahre später wird er dafür in Deutschland verurteilt. Welche Beweise führten zur Anklage? In dieser Folge von "Amnestie Deutschland" geht es um den ersten weltweit rechtskräftigen Schuldspruch wegen des Genozids an den Jesiden.
Amnestie Deutschland – Wie ein Armenier Rache am Genozid-Drahtzieher nimmt (4/5)
Im März 1921 wird Talât Pascha, Schlüsselfigur des Genozids an den Armeniern, mitten in Berlin erschossen. Der Täter ist ein Armenier auf einem Rachefeldzug. Doch die deutsche Justiz spricht ihn frei – warum? Diese Folge von „Amnestie Deutschland“ erzählt die Geschichte eines politischen Attentats. Es geht um die Verstrickung Deutschlands in den Völkermord, um die „Operation Nemesis“ – und um die bis heute offenen Wunden dieses Verbrechens.
Amnestie Deutschland – Wie Deutschland einen der Sivas-Attentäter schützt – bis heute (5/5)
1993 zünden Islamisten das Hotel Madımak im türkischen Sivas an, in dem Teilnehmer eines alevitischen Festivals logieren. Noch Jahrzehnte später leben einige der Täter unbehelligt in Deutschland. Warum wurden sie nicht ausgeliefert? Warum greift das Weltrechtsprinzip nicht? In dieser Folge von „Amnestie Deutschland“ rekonstruieren wir das Massaker, seine juristische Aufarbeitung und die Fragen, die bis heute offen sind.
WDR 5 von Samstag, den 12. Juli 2025 bis Sonntag, den 17. August 2025
Ausstrahlung WDR 5, Samstag um 13.30 – 14.00 Uhr (entfällt teilweise wg. Lokalzeit Stadtgespräch)
Wiederholung WDR 5, jeweils Sonntag um 18.30 – 19.00 Uhr
Von: Von Azadê Peşmen, Bahar Sheikh, Olivia Samnick, Yağmur Ekim Çay
Redaktion WDR 5 Tiefenblick: Annette Blaschke
Produktion: WDR 2025