1,3 Billionen Euro. So viel Geld gibt Deutschland jedes Jahr für Soziales aus. Von der Krankenversicherung über die Pflegeversicherung bis hin zum Bürgergeld: Deutschlands Sozialstaat hat sich seit seinen Anfängen im 19. Jahrhundert massiv verändert. Leistungen wurden eingeführt, andere wieder abgeschafft, ein stetiger Wandel, der immer von öffentlichen Debatten begleitet wurden.
Auch 2025 debattiert Deutschland über den Zustand und die Zukunft des deutschen Sozialstaats. Für die einen ist er Garant für soziale Gerechtigkeit und ein Sicherheitsnetz, das wir als Gesellschaft gemeinsam eingezogen haben. Für die anderen ist er teuer, ineffizient, aufgebläht.
Doch was für ein System haben wir uns da überhaupt geschaffen? Was genau ist das eigentlich, der "Sozialstaat"? Und warum fällt es uns häufig so schwer, differenziert über den Status Quo zu debattieren und zu streiten?
Ein Gespräch mit Professor Ulrich Becker, Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München.
Redaktion: Valentina Dobrosavljević