Weibliche Genitalbeschneidung stellt eine schwere Verletzung der Menschenrechte dar. Laut Schätzungen von UNICEF sind mindestens 230 Millionen Mädchen und Frauen weltweit davon betroffen. Und das Thema beschränkt sich nicht nur auf den afrikanischen Kontinent, sondern betrifft auch Europa und Deutschland, betont die somalisch-deutsche Dolmetscherin und Aktivistin Jawahir Cumar. Vor fast 30 Jahren gründete sie deswegen den Verein "stop mutilation Deutschland e.V." und engagiert sich seitdem für ein Ende dieser Praktik.
Die Beratungsstelle bietet betroffenen und gefährdeten Mädchen und Frauen Unterstützung, Begleitung und Schutz vor weiblicher Genitalbeschneidung. Jawahir Cumar ist überzeugt: Eine vermeintliche kulturelle Tradition darf nicht die körperliche und psychische Gesundheit gefährden.
Redaktion: Monika Kophal
WDR 5, Neugier genügt, Sendung vom 18.06.2026, 10.04 Uhr