Der jüdische Podcaster und Aktivist Shai Hoffmann geht seit 2023 gemeinsam mit der Palästinenserin Jouanna Hassoun regelmäßig in Schulen, um dort im Zuge ihres Projekts "Trialog2 mit Schülerinnen und Schülern über den Nahostkonflikt zu sprechen. Wie wichtig es ist, miteinander ins Gespräch zu kommen – das erlebt der 43-Jährige tagtäglich.
Hoffmann beobachtet eine Polarisierung und Politisierung, "wie hasserfüllt in den sozialen Medien miteinander gesprochen wird, wie viel Schuldzuweisungen und Unwissen es gibt". Und auch unter den Lehrkräften hat sich seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 eine gewisse Sprachlosigkeit breitgemacht.
Bei den Reaktionen der Schülerinnen und Schüler hat er nach eigenen Worten "fast alles erlebt" – von Generalisierungen über antisemitische Äußerungen bis hin zu rassistischen Kommentaren. Doch es sind immer wieder auch Erlebnisse dabei, die ihm Hoffnung machen und die zeigen, dass es gelingen kann, den gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder zu stärken.
Was genau es mit dem "Trialog"-Projekt auf sich hat, welche Rolle dabei seine eigene Biografie spielt und wie er selbst auf den Nahostkonflikt blickt – darüber sprechen wir mit dem Aktivisten, Podcaster und Geschäftsführer der gemeinnützige Unternehmensgesellschaft "Gesellschaft im Wandel", Shai Hoffmann, in der Redezeit auf WDR5.
Redaktion: Monika Kophal