Rachel Salamander, Tochter polnischer Juden, wurde 1949 in Deggendorf geboren. Sie wuchs in einem Displaced Persons (DP) Camp für Überlebende des Holocaust auf. Ihre erste Sprache war das im Camp gesprochene Jiddisch, Deutsch lernt sie erst in der Schule.
In München gründete Rachel Salamander 1982 eine auf jüdische Literatur und Literatur zum Judentum spezialisierte Buchhandlung. Salamander wurde Impulsgeberin wegweisender regionaler und internationaler Initiativen und Projekte zur jüdischen Kultur und Geschichte.
Bis heute sieht sie als Aufgabe, die jüdische Geisteswelt zu rekonstruieren und wurde vielfach für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie war die treibende Kraft hinter der Wiedereröffnung der denkmalgeschützten Münchner Synagoge an der Reichenbachstraße. Die Feier zur Wiederherstellung fand im September 2025 im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz statt.
Autorin: Larissa Schmitz
Redaktion: Chris Hulin
Sendung: WDR 5, Neugier genügt, 16.04.2026, 10:04 Uhr