In der Öffentlichkeit begegnet uns der Tod ständig – im Tatort, in Nachrichten, in Bildern vom Krieg. Doch den alltäglichen Tod sehen wir kaum, sagt Nora Klein. Wie aber sieht er aus, dieser Tod? Wie fühlt er sich an? Und wie denken wir über ihn, wenn er näher kommt? Um das herauszufinden, hat die Fotografin ein außergewöhnliches Buchprojekt gestartet.
Gemeinsam mit der Autorin Sonja Hartwig hat sie über einen Zeitraum von acht Jahren Menschen begleitet, die nicht mehr lange zu leben haben, mit ihnen über den Tod gesprochen und sie fotografiert. In dem so entstandenen Buch "Wer bist du, Tod?" finden sich Porträts mit Texten und Bildern von acht Menschen, die Antworten auf Fragen nach dem Tod geben.
Durch die Arbeit an dem Buchprojekt hat Nora Klein nicht nur viel über den Tod erfahren: Durch ihre intensive Auseinandersetzung mit dem unausweichlichen Ende habe sie auch viel über das Leben gelernt. Sie erklärt, warum sie sich einen natürlicheren Umgang mit dem Tod wünscht und welche besonderen Möglichkeiten die Fotografie dabei bietet.
Redaktion: Gundi Große