Die Idee der Achtsamkeit ist weit über 2.000 Jahre alt. Es gibt verschiedene Grundlagen, die in der Regel mit der spirituellen Praxis des Buddhismus verbunden waren. Im Westen ist das Konzept der Achtsamkeit seit den 1960er-Jahren zunehmend populär geworden. Heute gibt es eine regelrechte “Stress Reduction Industry“, die weltweit zig Milliarden Euro umsetzt.
Damit kann auch eine Trivialisierung einhergehen, so die Autorin Kathrin Fischer, die den Podcast “Erschöpfung statt Gelassenheit“ betreibt. Sie warnt davor, dass durch die “Achtsamkeitsideologie“ gesellschaftliche Probleme vom Sozialen ins Persönliche verlagert werden.
Redaktion: Monika Kophal
Buchtipp
Kathrin Fischer (2026): Achtsam geht die Welt zugrunde: Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert. Berlin: hanserblau. 256 Seiten.
WDR 5, Neugier genügt, Redezeit, Sendung vom 03.06.2026, 10:04 Uhr