Andrea* hat ihren Ex-Partner angezeigt, weil er sie mutmaßlich über Jahre hinweg ohne ihr Wissen betäubt hat. Als sie sich dessen sicher ist, ruft sie die Polizei. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, doch die Aussicht auf ein Gerichtsverfahren macht ihr auch Angst. Während Andrea noch verarbeitet, was ihr mutmaßlich widerfahren ist, fehlt ihr vor allem eins: Unterstützung aus dem Justizsystem.
Abhilfe schaffen könnte die psychosoziale Prozessbegleitung. Aktuell diskutiert der Bundestag über deren Ausweitung. Betroffene von häuslicher Gewalt bekämen dann kostenfrei jemanden an die Seite gestellt, von der Anzeige bis zur Aussage.
*Name von der Redaktion geändert
Autor: Timo Stukenberg
Redaktion: Alina Eckelmann
WDR 5, Neugier genügt, Sendung vom 11.06.2026, 10.04 Uhr