Im Herbst 2025 einigt sich die Koalition aus CDU/CSU und SPD auf eine Reform des Bürgergeldes. Gut drei Jahre nach seiner Einführung soll nicht nur der Name "Bürgergeld" weichen, sondern auch die Ausgestaltung der Grundsicherung. Die Devise: strengere und schnellere Sanktionen, mehr Eigenverantwortung einfordern. Damit findet eine der zentralen Debatten rund um den Zustand und die Zukunft des deutschen Sozialstaats ihren vorläufigen Höhepunkt.
Dabei sind sich viele Expertinnen und Experten einig: Das Einsparpotenzial ist an dieser Stelle begrenzt. Die wahren Brocken in der Sozialstaatsdebatte liegen woanders – beispielsweise bei der Diskussion über die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung. Wie beeinflusst die Bürgergeld-Debatte die große Diskussion rund um den deutschen Sozialstaat? Und wie schaffen wir es, dass sich die Debatte nicht nur auf einen bestimmten Teilbereich verengt, sondern wir über Reformen des Sozialstaats als Ganzes sprechen?
Autor: Marius Elfering
Redaktion: Valentina Dobrosavljević