Spielerisch Stellung beziehen
Mit TikTok-Videos und Podcasts präsentieren junge Juden ihre bunte religiöse und kulturelle Vielfalt im Netz. Vor allem in längeren Audiosendungen behandeln die Online-Aktivisten komplexe Fragen jüdischer Identität - ob Religions-, Geschlechter- oder Migrationserfahrungen. Doch auch wenn Internet-Audios und Filme zu einem frechen und spielerischen Umgang einladen, sind die Influencer und Podcaster immer wieder gezwungen, Stellung zu beziehen zu dramatischen politischen Ereignissen – ob in Europa oder im Nahen Osten.
Jüdisches Leben sichtbar machen
Gerade nach dem Hamas-Überfall in Israel am 7. Oktober 2023 und dem folgenden Gaza-Krieg steht der Antisemitismus ganz oben auf ihrer Streaming-Agenda. Die digitalen Medienmacher spenden nicht nur Trost, sondern rufen immer wieder auch zu öffentlichen Protesten auf. Die Religionsgemeinschaft, die in Deutschland oft weit verstreut lebt, stärkt so ihren Gemeinschaftssinn – und sorgt dafür, dass sie als kleine Minderheit bundesweit wahrgenommen wird.
Autor: Jens Rosbach
Redaktion: Gerald Beyrodt
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