E-Ladesäulen mäßige Versorgung, Preise hoch

Aktuelle Stunde 04.11.2025 30:32 Min. UT Verfügbar bis 04.11.2027 WDR Von Alexander Klein

Mehr Ladesäulen für Elektroautos in NRW

Stand:

Die Zahl der öffentlichen Ladesäulen für Elektroautos ist in NRW deutlich gestiegen. Insgesamt gibt es nun über 35.000 Ladepunkte.

Innerhalb eines Jahres hat sich die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte in NRW um rund ein Fünftel erhöht - und damit etwas mehr als im Bundesdurchschnitt. Nach Angaben der Bundesnetzagentur gab es zum 1. Oktober dieses Jahres 35.286 öffentliche Ladepunkte in NRW.

Auf einen öffentlichen Ladepunkt kamen (mit Stand 1. Juli) 19,5 E-Autos. Das hat der Verband der Automobilindustrie (VdA) errechnet. Berücksichtigt wurden dabei sowohl reine Batteriefahrzeuge als auch Plug-in-Hybride. Bundesweit lag der Wert bei 16,7. Unter allen Bundesländern lag NRW damit auf dem drittletzten Rang. Der VdA-Auswertung lagen Daten der Bundesnetzagentur und des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zugrunde. 

Am besten war die Versorgung in NRW zum 1. Juli in Oberhausen mit nur rund zehn E-Autos pro Ladepunkt. Dahinter folgen Mönchengladbach und Gelsenkirchen. Die meisten Fahrzeuge je Ladepunkt gab es im Kreis Euskirchen mit 39,8 E-Autos.

Schwankende Preise im Tagesverlauf

Für den Umstieg auf Elektromobilität ist aber nicht nur die reine Anzahl an Ladepunkten wichtig. Auch der Preis, zu dem geladen werden kann, muss stimmen – gerade für die, die sich keine eigene Wallbox installieren können. Und hier gibt es deutliche Unterschiede.

Wer sich vertraglich an einen Anbieter bindet, zahlt oft weniger als die, die spontan irgendwo laden. Mittlerweile gibt es laut ADAC auch dynamische Ladepreise, bei denen der Anbieter – ähnlich wie an der Tankstelle – zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedliche Preise anbietet.

Laden an Raststätten "mangelhaft"

Der ADAC hat zudem die Ladeinfrastruktur entlang von Autobahnen unter die Lupe genommen. Demnach ist mehr als die Hälfte von jeweils 25 untersuchten Rastanlagen und Autohäfen als mangelhaft oder sogar sehr mangelhaft bewertet worden, darunter die Rastplätze Kucksiepen bei Wuppertal an der A1, Hösel Ost bei Ratingen an der A3 und Peppenhoven Ost an der A61.

Frust über langsames E-Auto laden an der Autobahn in Wuppertal

WDR Studios NRW 04.11.2025 00:24 Min. Verfügbar bis 04.11.2027 WDR Online

Lediglich ein Viertel der untersuchten Standorte habe mit mindestens zehn Ladepunkten ein zahlenmäßig ausreichendes Angebot gehabt. Bei einem Drittel der Anlagen sei mindestens ein Ladepunkt defekt gewesen.

Über das Thema berichten wir am Dienstag (04.11.) in den Hörfunknachrichten und im WDR 5 Westblick ab 17.04 Uhr.

Unsere Quellen:

  • Bundesnetzagentur
  • ADAC
  • Kraftfartbundesamt (KBA)
  • dpa

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