Frust über langsames E-Auto-Laden an der Autobahn in Wuppertal

02:36 Min. Verfügbar bis 04.11.2027

Frust über langsames E-Auto-Laden an der Autobahn in Wuppertal

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Die Ladesäulen für E-Autos an der Autobahn in Wuppertal sind laut ADAC besonders schlecht. Das sorgt für Frust bei E-Autofahrern.

Von René Rabenschlag

Es ist Mittagszeit: Sascha Hahn ist mit seiner Partnerin unterwegs ins Sauerland und will sein E-Auto aufladen. Er hält an der A1 bei Wuppertal - dem Rastplatz Kucksiepen. Doch ausgerechnet diese Ladesäulen sind vom ADAC gerade als "sehr mangelhaft" bewertet worden.

Der weiße ID.3 von Sascha Hahn würde noch weit über 100 Kilometer schaffen. Der Akku ist noch in etwa halb voll, aber bis zum Ziel im Sauerland würde die Ladung nicht reichen. Da er und seiner Partnerin sowieso gerade einen Kaffee trinken wollten, nutzen sie den Stopp zum nachladen.

"Auf dem Rastplatz hat man an den Ladesäulen nie Luxus - in Belgien oder so ist das schon besser. Da sind die Plätze überdacht." Sascha Hahn, E-Autofahrer

Der 51-jährige IT-Techniker hat aber hier am "Kucksiepen" auch nichts anderes erwartet. Er steckt das dicke Ladekabel der Säule am Auto ein und wendet sich dem Display zu. Der Tag ist mit 13 Grad sonnig herbstlich und Sascha Hahn könnte sich auch ein wenig Zeit lassen, um sich durch die Menüs des Touchscreens zu drücken. Ist aber nicht nötig: "Ich kann nicht meckern, es ging sofort freizuschalten und hat mit dem Laden begonnen." Jetzt geht er mit seiner Partnerin rüber zum kleinen Rasthaus, um sich den Kaffee zu holen.

Nur 50 kW Ladeleistung

E-Auto Ladestation von e.on mit der Aufschrift für 0,61€/kWh laden über die E.ON Drive Comfort App

E-Auto Ladestation

Parallel parkt in der zweiten Ladebucht ein Mercedesfahrer seinen SUV ein. Er möchte sich nicht öffentlich äußern, zumal er zur gleichen Zeit telefoniert, aber auch bei ihm läuft der Ladevorgang problemlos an. Der Mann trägt Anzug und scheint geschäftlich unterwegs zu sein.

Während er im Fahrzeug sein Gespräch fortsetzt, fährt ein weiteres E-Auto an der Säule vorbei, der Fahrer hätte wohl gerne geladen - doch beide Plätze sind belegt. Nach gut 15 Minuten fährt der Mercedes wieder los - voll ist er dabei sicher nicht geworden, denn die Ladesäule kann nur mit 50 kW laden. Unter anderem das kritisiert der ADAC in seinem Test, denn andere Ladepunkte können bis zu sechs mal schneller laden (300kW).

"Schneller wünscht man sich immer, aber nach drei Jahren E-Auto hat man sich daran gewöhnt." Sascha Hahn, E-Autofahrer
Ein Mann und eine Frau stehen an einer e-Auto Ladestation, warten und trinken einen Kaffee

Sascha Hahn und seine Partnerin warten an der Ladesäule

Den Kaffee trinken Sascha Hahn und seine Partnerin noch neben dem Auto weiter. Er hat inzwischen gelernt, immer mal wieder nachzuladen. Auch jetzt ist der Wagen in der Pause nicht voll geworden, aber bis zum Ziel wird der Akku reichen.

Die Kritik des ADAC sieht er indirekt schon, denn natürlich würde er sich hier eine bessere Ladeinfrastruktur wünschen. Doch Sascha Hahn ist ein positiver Mensch: "Normalerweise hat man auf Raststätten immer bessere Ladesäulen" – aber heute startet er ja in den Kurzurlaub und wer will sich da schon ärgern.

Frust über langsames E-Auto-Laden an der Autobahn in Wuppertal

WDR Studios NRW 04.11.2025 00:43 Min. Verfügbar bis 04.11.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Gespräche und Interviews des Reporters vor Ort
  • ADAC

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