Teurer Wohnraum in NRW

00:27 Min. Verfügbar bis 29.09.2027

Teurer Wohnraum in NRW: Hohe Mieten und lange Wartelisten belasten

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Wer umziehen muss, hat es derzeit schwer: Die Mieten sind in den vergangenen Monaten erneut gestiegen. Aber auch wer Eigentum kaufen möchte, sieht sich nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts mit hohen Immobilienpreisen konfrontiert - und das nicht nur in den Ballungsräumen von NRW.

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Hohe Wohnkosten sind einer der zentralen Treiber bei den Sozialleistungen. Und neben den gestiegenen Mieten wird auch Wohneigentum wieder teurer: Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen sind laut Statistischem Bundesamt gestiegen - und das mit wenigen Ausnahmen bundesweit.

Preiswerte WG-Zimmer und kleine Apartments Mangelware

Bis es zur Schlüsselübergabe kommt, sind Studierende oft lange auf der Suche nach Wohnungen. | Bildquelle: IMAGO / photothek /Sebastian Rau

Bezahlbarer Wohnraum ist vor allem in Ballungsräumen knapp. Das stellt zum nahen Semesterstart auch Studierende und Erstsemester vor Herausforderungen. In Städten wie Köln, dem größten Hochschulstandort in NRW, sind preiswerte WG-Zimmer und kleine Apartments Mangelware.

Wohnungssuche vor Semesterbeginn

WDR Studios NRW 29.09.2025 00:44 Min. Verfügbar bis 29.09.2027 WDR Online

Studierende zahlen mehr als 500 Euro Miete im Monat

So sind die Mieten in Hochschulstädten nach aktuellen Zahlen des Moses Mendelssohn Instituts in den vergangenen Monaten weiter gestiegen. Im Schnitt zahlen Studierende bundesweit mehr als 500 Euro im Monat, in Nordrhein-Westfalen liegt der Schnitt bei 474 Euro. Besonders tief müssen sie in Düsseldorf und Köln in die Taschen greifen. Hier werden laut der Untersuchung monatlich im Durchschnitt 600 Euro fällig. Ebenfalls teuer ist Bonn mit 525 Euro.

Zu Beginn des Sommersemesters lagen die deutschen Studierenden-Mieten im Schnitt noch bei 493 Euro. Das entspricht somit einer Steigerung um 2,4 Prozent. Gegenüber dem Wintersemester davor sind es 3,3 Prozent.

Kleinere Studienstädte etwas preiswerter

Interessenten stehen wartend in einer Schlange auf dem Gehweg einer Wohnung | Bildquelle: picture alliance / CHROMORANGE / Sigbert Georgi

Deutlich preiswerter können Studierende in NRW zum Beispiel in Bielefeld wohnen: Hier werden nur durchschnittlich 360 Euro fällig. Oder sie ergattern einen preiswerten Platz in einem der Studenten-Wohnheime. Davon gibt es aber nur relativ wenige in NRW - und viel zu wenige in den beliebten Studienorten Köln und Düsseldorf.

Wohneigentum wird in Deutschland zunehmend teurer

Doch auch wer nach Wohneigentum sucht, hat es in der aktuellen Marktsituation schwer: Nach Preisrückgängen von durchschnittlich 1,5 Prozent für Häuser und Wohnungen seit dem vierten Quartal 2022 drehte der Markt Ende 2024. Im 2. Quartal 2025 stiegen die Preise nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Schnitt um 3,2 Prozent über das Niveau des Vorjahreszeitraums und um 1,1 Prozent höher als im ersten Vierteljahr.

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Eigentumswohnungen steigen weiter im Preis

Eigentumswohnungen kosteten in Köln und Düsseldorf im Schnitt 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. In ländlichen Kreisen mussten Käufer 3,6 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresquartal. In kreisfreien Großstädten außerhalb der deutschen Top-7-Metropolen verteuerten sich Wohnungen um durchschnittlich fünf Prozent zum Vorjahresquartal. Dagegen gaben die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,2 Prozent nach - allerdings auf hohem Niveau.

Rapide gestiegene Baupreise, Material- und Handwerkerkosten

Privaten wie professionellen Bauherren machen rapide gestiegene Baupreise, Material- und Handwerkerkosten zu schaffen, während sich die Kreditzinsen auf erhöhtem Niveau eingependelt haben. In Deutschland fehlen nach Expertenschätzung Hunderttausende Wohnungen. Das Ifo-Institut erwartet, dass dieses Jahr nur 205.000 Wohnungen fertiggestellt werden. 

Guter Jahresstart bei Neubauten

Ob der "Bau-Turbo" der Bundesregierung die Lage entspannen wird, muss sich noch zeigen. Immerhin, die bisherige Jahresstatistik fällt positiv aus: Von Januar bis Juli 2025 wurde der Neubau und Umbau von 131.800 Wohnungen genehmigt. Das waren 6,6 Prozent oder 8.200 Wohnungen mehr als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres.

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Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
  • Moses Mendelssohn Institut
  • Statistisches Bundesamt

Kommentare zum Thema

  • G.Köln 30.09.2025, 20:00 Uhr

    Ich kann nur die vorherigen Meinungen bestätigen. Als Vermieter bleibt nicht mehr viel vom Kuchen ab. Es ist viel mehr Bürokratie und Investition als alles andere. Die Medien stellen den Vermieter immer als Geld gierig da. Ich mache sehr viel selber bei meinen Immobilien was natürlich auch Zeit Frist. Aber wenn ich sehe wie das in der Großstadt läuft dann weiß ich auch warum die mieten so hoch sind. Viele Objekte werden von Hausverwaltungen betreut. Das treibt die Kosten (Mieten) in die Höhe! Wir brauchen dringend ein umdenken und weniger Trittbrettfahrer. In diesem Sinne

    • Brigitta S. 01.10.2025, 13:49 Uhr

      @ G. Köln, in Bezug auf Hausverwaltung: Klar ist, große Miethäuser benötigen eine feste Verwaltung, damit Ordnung herrscht. Das treibt die Nebenkosten auch enorm in die Höhe. Aber Mieter sind nicht alle gleich, die einen können die Nebenkosten leichter zahlen die anderen nicht. Dabei denke ich an die Putzarbeit innen im Haus, wo eine Reinigungskraft dafür bezahlt wird. Jeder Mieter könnte zum Bsp. seine Etage wo er wohnt (Treppenhaus) abwechselnd selbst putzen in der Woche. Dann würde diese Arbeit nicht bei den Nebenkosten stehen. Leider sind viele Menschen zu faul dazu, putzen trotz Abmachung nicht. Kein Vermieter kann Geld verschenken, manche Mieter meinen, sie sind so reich. Will man was Gutes tun um die Nebenkosten niedrig halten zu können, es kommt kein Dank zurück, sondern Beschwerden. Bei weniger Mieter zählt meist der Zusammenhalt mit den Vermietern und die Qualität des positiven Verhaltens zahlt sich aus. Wer selbst Hand anlegt, erhält als Mieter auch weniger Nebenkosten.

  • Andreas Vermieter 30.09.2025, 17:54 Uhr

    Der Vermieter müßte die Immobilie Verkaufen um den Gewinn zu erzielen. Hätte aber keine Einnahmen mehr.

  • C.Hansen 30.09.2025, 16:06 Uhr

    Ich finde die Diskussionen über zu hohe Mieten in den Medien völlig unprofessionell und schlecht recherchiert. Ich selbst bin Vermieterin, muss einen ykredit bedienen und musste mehrere HundertcTausen Euro für ein teures Mehrfamilienhaus bezahlen. Nun kommen völlig Sanierungs- und Renovierungsarbeiten dazu. Die Häuser, über die viele schreiben und berichten, müssen für sehr viel Geld dauernd instand gehalten werden. Der Wertzuwachs ist entsprechend Null, viele Vermieter können sich das nicht mehr leisten und verkaufen an größere Investoren. Zudem müssen die Mieteinnahmen voll versteuert werden. Gerade die ö.r. Medien sollten besser recherchieren. Als Vermieter ist man heutzutage arm dran, wenn man ein Objekt erwirbt und vermietet. Bitte mal rechnen und besser berichten!

    • Vorsicht ! Fake ! 30.09.2025, 22:29 Uhr

      Hier werden wieder im Stil von Veronika Grimm (CSU), der Lenz ist da, die Mädchen singen Trallala ! massig dickste Kullertränen ausgedrückt. Zum einen sind das bloße Behauptungen, zum anderen sind alle vorgenannten Kosten sog, Werbungskosten, aus Vermietung und Verpachtung, die sämtlich von den Mieteinnahmen abgezogen werden können. Falls überhaupt saniert worden ist, ist die nächste Sanierung dann auch erst in frühestens 60 Jahren fällig.Selbst, wo in Ballungsgebieten die sog. Kappungsgrenze gilt, kann die Grundmiete alle 3 Jahre bis zu 15 % erhöht werden. Das wirkt, wie der Zinseszins , weil dann nach 3 Jahren erneut die Grundmiete erhöht werden kann, die zuvor bereits um 15 % erhöht worden ist. Das liegt ca 2,5 fach höher, als die allgem. Inflationsrate. Modernisierungen können auf den Mieter in Höhe 14 % p.A. umgelegt werden ,so daß der Mieter sie abzahlt. Die Anlage in Betongold war bislang die beste Anlage , noch vor der in Aktien. Die Wohnungsnot bleibt noch lange.

    • Helmut 17.10.2025, 23:36 Uhr

      Der nachfolgende erste Kommentar „Vorsicht! Fake!“ zeigt deutlich, wie jemand denkt, der davon nicht betroffen ist, weil er noch nie Wohneigetum hatte. 1) Mein erst 2007 kernsaniertes Haus (10J selbst bewohnt, seither vermietet) wirft wegen mehreren Reparaturen seit 3 Jahren nichts ab - dh nach 20 und nicht 60 Jahren. 2) die Miete richtet sich nach dem Mietspiegel und die Steigerungsmöglichkeit ist deutlich niedriger als Sie glauben - sonst bekommt man Post vom Anwalt der Mieter. 3) durch einen Mietnomaden musste ich die Mieteinnahmen von 4J hinterher komplett reinvestieren - trotzdem ist ein Zimmer noch immer unbewohnbar. Ja man hat eine Rendite, aber auf der Bank ist die sicherer und viel bequemer zu erzielen. Aber man setzt nicht alles auf eine Kante.