Aufräumarbeiten nach Sturm | Aktuelle Stunde

00:40 Min. Verfügbar bis 24.10.2027

Wetter in NRW: Weiter Schauer und Böen - Sturmfluten im Norden

Stand:

Das Sturmtief "Joshua" bringt weiter Schauer und Böen nach NRW. Insgesamt blieb der Westen seit Donnerstag jedoch von größeren Schäden verschont. Im Norden hingegen sorgte der erste Herbststurm des Jahres am Freitag für Unwetterwarnungen, es kam zu Sturmfluten.

Am Freitagabend ziehen dichte Wolken mit vereinzelten Schauern durch NRW. Bei Temperaturen von 2 bis 11 Grad wird es frisch, teilt die WDR-Wetterredaktion mit, dazu weht der Wind teils mit stürmischen Böen bis 65 km/h. Auch in der Nacht sind einzelne Schauer unterwegs und es bleibt windig.

Nachdem sich Tief "Joshua" am Donnerstagnachmittag mit Böen bis zu 90 km/h über NRW angekündigt hatte, ließ der Sturm am Freitag im Tagesverlauf nach. Größere Schäden oder Verletzte blieben nach bisherigen Erkenntnissen aus. Ernster als im Westen ist die Lage allerdings in Norddeutschland.

Wetter in NRW bleibt windig und regnerisch

WDR Studios NRW 24.10.2025 00:24 Min. Verfügbar bis 24.10.2027 WDR Online

Sturmfluten in Norddeutschland - Bahnverkehr betroffen

An der Nordseeküste und im Raum Hamburg kam es am Freitagabend zu Sturmfluten. In der Hansestadt flutete das Wasser auch den Fischmarkt - dort erreichte es einen Pegelstand von mehr als 1,7 Metern.

Die Sturmflutwarnung für die Nordseeküste und das Elbgbiet wurde inzwischen aufgehoben. Allerdings gelten an der Küsten sowie auf den Nord- und Ostfriesischen Inseln weiter Unwetterwarnungen vor Orkanböen.

Der Höhepunkt des Sturms sei teilweise vermutlich erst am späten Abend vorbei, teilte der Deutsche Wetterdienst dem NDR mit. Im Binnenland rechnet der DWD zwar früher mit einer Wetterberuhigung. Ganz vorbei ist die Gefahr dann aber nicht.

Für Bahnreisende, die zum Ende der Herbstferien aus dem Norden nach NRW zurückkehren, könnte das Sturmtief für Probleme sorgen. Im Regionalverkehr in Schleswig-Holstein und Hamburg sind aufgrund der aktuellen Wetterwarnung Beeinträchtigungen möglich, teilt die Deutsche Bahn auf ihrer Seite mit. Gleiches gilt für den Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen.

Sturm "Joshua" ohne größere Schäden in NRW

In Nordrhein-Westfalen hatte "Joshua" am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag Polizei und Feuerwehr auf Trab gehalten. Es gab vielerorts Einsätze, häufig wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste oder loser Dachziegel.

Die stärksten Böen wurden in Wuppertal (93 km/h) und Aachen-Orsbach (89 km/h) verzeichnet - sie hatten die Stärke 10. Laut der WDR-Wetterredaktion liegen die höchsten Windspitzen hinter NRW.

Aufräumarbeiten nach dem Herbststurm in NRW

00:31 Min. Verfügbar bis 24.10.2027

So war die Lage im:

Feuerwehreinsätze im Ruhrgebiet

Eine Drehleiter reicht hinauf zum Werbebanner

Ein Werbebanner forderte in Dortmund den Einsatz der Feuerwehr.

Erste Ausläufer des Sturmtiefs hatten am Donnerstagnachmittag das Ruhrgebiet erreicht. In der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs erfassten Böen ein riesiges Werbebanner - es sah aus, als mache sich dieses selbständig. Die Feuerwehr musste anrücken und den Bereich sowie das Banner absichern. Nach Angaben der Einsatzkräfte wird die Firma, die es befestigt hatte, das Werbebanner nun vollständig abmontieren.

Am Donnerstagabend gab es dann noch einen weiteren Einsatz am Dortmunder Hauptbahnhof, weil sich durch den Sturm ein weiteres Plakat gelöst hatte - auch dieses wurde von den Einsatzkräften entfernt.

Bäume sorgten für Einsätze im Rheinland

Die Feuerwehr steht am Unfallort

Die Feuerwehr rückte in Köln aus.

Auch im Rheinland hatten die Windböen am Donnerstagnachmittag bereits erste Auswirkungen. In Köln-Vingst fiel ein abgeknickter Baum auf ein Haus und mehrere Autos. Hier musste die Feuerwehr ausrücken, ein Kran kam zum Einsatz.

Vom Drachenfels bei Königswinter musste die Feuerwehr am Donnerstag einen Wanderer aus einer Steilböschung retten. Der Mann sei vom Weg abgekommen, wie die Feuerwehr mitteilte. Zur Rettung mussten sich die Rettungskräfte von einem Plateau etwa 30 Meter abseilen.

In Düsseldorf stürzte ein rund 50 Meter hoher Baum auf die Fahrbahn und begrub neun geparkte Pkw unter sich. Durch die Wucht beschädigte der Baum drei Fenster eines nahegelegenen Wohnhauses.

Mehrere beschädigte Autos durch herunterfallende Äste in Folge des Herbststurms

Mehrere Autos wurden durch herunterfallende Äste beschädigt.

In Krefeld wurden ebenfalls umgestürzte Bäume gemeldet - laut der Feuerwehr waren es den Donnerstag über lediglich drei Stück, einer davon fiel auf ein Auto. Für Sturmverhältnisse sei es "wirklich eine ruhige Lage", so die Feuerwehr Krefeld. Auch in Mönchengladbach war es den Angaben zufolge "eher ruhig".

Der Herbststurm zog am Donnerstag auch über die Stadt Remscheid und beschäftigte die Feuerwehr seit den Mittagsstunden. Umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste führten zu mehreren kleinen Einsätzen - insgesamt verzeichnete die Feuerwehr hier acht Sturmeinsätze. Ein Baum stürzte auf die Solinger Straße, die zwischenzeitig voll gesperrt werden musste. Verletzt wurde durch den Sturm zum Glück niemand.

Eine Fahrerin hebt ihren E-Scooter über einen umgekippten Baum. Ein Auto bleibt vor diesem stehen.

In Solingen knickten Bäume um.

Im Bergischen Land verzeichnete die Feuerwehr gegen Donnerstagabend einen Peak für Wuppertal und Solingen. Insgesamt habe es 15 sturmbedingte Einsätze gegeben, zehn davon in der entsprechenden halben Stunde. Allerdings sei nichts dabei gewesen, was die Feuerwehr nicht hätte händeln können.

Zahlreiche Einsätze wegen "Joshua" im Münsterland

Im Münsterland sorgte der Herbststurm "Joshua" am Donnerstagabend für zahlreiche Feuerwehreinsätze, etwa wegen umgestürzter Bäume und loser Dachziegel. Besonders betroffen war der Middendorfer Damm in Saerbeck. Mehrere Bäume stürzten dort auf die Fahrbahn und blockierten die Straße vollständig. Die Feuerwehr zerkleinerte die Bäume mit Kettensägen und räumte die Strecke wieder frei. Nach rund einer Stunde war sie wieder befahrbar.

Alle Entwicklungen von Donnerstag zum Herbststurm findet ihr hier:

Unsere Quellen:

  • WDR-Wetterredaktion
  • Deutscher Wetterdienst
  • ARD-Meteorologe Karsten Schwanke
  • Nachrichtenagentur dpa, AFP
  • NonstopNews, tv7news
  • WDR-Interview mit Diana Göke
  • WDR-Reporter vor Ort
  • Feuerwehren und Leitstellen der Kreise in NRW
  • Berichterstattung des NDR

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