Das Windrad ist Teil eines Windparks mit 50 Anlagen. Es befindet sich auf einem Feld bei Warstein-Belecke.
"Es liegt am äußeren Rand des Windparks in der Nähe der Bundesstraße - wahrscheinlich haben die Täter es sich darum ausgesucht", sagt Windparkbetreiber Matthias Kynast.
Bereits fünf Vorfälle in diesem Jahr
Solche Einbrüche passieren nach seiner Einschätzung immer wieder - in letzter Zeit gehäuft. Nach WDR-Recherche hat es allein in diesem Jahr fünf Einbrüche oder Einbruchsversuche gegeben: zwei im Kreis Soest, einer im Kreis Paderborn und zwei im Kreis Borken.
Die Täter sind in der Regel Profis, sagt Windradbetreiber Günter Pulte aus Kirchhundem. Sie haben es auf die Kupferleitungen abgesehen, die den Strom im Inneren des Windrads von oben nach unten transportieren.
Oft am hellichten Tag
Kupferleitungen wurden durchschnitten.
"Oft kommen sie am helllichten Tag, tragen Westen und Bauhelme und fahren mit einem Kleintransporter vor", so Pulte. "Dann räumen sie in Seelenruhe aus, weil alle denken, dass das offizielle Monteure sind."
Für Matthias Kynast kommt zum eigentlichen Materialschaden noch der Ausfall seines Windrads hinzu, das jetzt seit sechs Tagen stillsteht. Damit summiert sich sein Verlust auf geschätzte 80.000 Euro.
Unsere Quellen:
- Polizei Kreis Soest
- Windradbetreiber Matthias Kynast
- Windradbetreiber Günter Pulte
- Recherchen bei Polizeidienststellen im Münsterland