Warnhinweis bezüglich Afrikanischer Schweinepest

Afrikanische Schweinepest Siegen-Wittgenstein wird Sperrzone

Stand:

Die Afrikanische Schweinepest verwandelt ganz Siegen-Wittgenstein in eine Sperrzone. Dafür sorgt eine neue Allgemeinverfügung.

Von
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Julia Arns
und
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Ulf Priester

Nach neuen Funden infizierter Wildschweine in Netphen-Grissenbach und Nenkersdorf Anfang Mai hat der Kreis Siegen-Wittgenstein die Sperrzonen jetzt massiv ausgeweitet. Damit unterliegen weite Teile des Kreises ab sofort strengsten Schutz- und Transportverboten.

Nur einzelne Bereiche in Bad Laasphe, Freudenberg, Burbach und Neunkirchen sind bislang der weniger strengen Sperrzone I zugeordnet. Der letzte Fundort in Netphen-Grissenbach wird aktuell nach weiteren infizierten Tieren durchsucht.

Untersuchung des aktuellen Fundorts

"Sobald die Suche abgeschlossen ist, wird auch dieses Gebiet voraussichtlich zur Kernzone erklärt und auch dort eine Einzäunung errichtet“, so Kreisveterinär Dr. Ludger Belke.

Ein gerade erst gebauter Zaun

Zäune sollen die Afrikanische Schweinepest eindämmen.

Gleichzeitig laufen mit Hochdruck Arbeiten an einem Zaun entlang der hessischen Landesgrenze. Von Siegen bis nach Haiger und weiter bis nach Hallenberg. 70 Kilometer soll er insgesamt lang werden, 20 Kilometer davon haben die Arbeiter bereits errichtet.

Siegen-Wittgenstein wird Sperrzone

WDR 28.05.2026 00:31 Min. Verfügbar bis 27.05.2028

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Zaunarbeiten laufen auf Hochtouren

Parallel dazu wird auch auf hessischer Seite ein Zaun gebaut. So soll zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen eine sogenannte weiße Zone entstehen. In dieser sorgen Berufsjäger laut Kreis dafür, dass der Bereich frei von Wildschweinen bleibt, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Denn die Verbreitung nimmt Fahrt auf, erklärt Kreisveterinär Dr. Ludger Belke.

"Das Problem ist, dass sich die Wildschweine aktuell in der Fortpflanzungsphase befinden. Daher legen sie weite Strecken zurück. Ein weiteres Problem stellen Aasfresser wie Fuchs, Krähe oder Milan dar, die das Virus weiter verbreiten." Kreisveterinär Dr. Ludger Belke

Seit dem Ausbruch im Sommer 2025 wurden laut NRW-Landesregierung in Siegen-Wittgenstein sowie den Nachbarkreisen mehr als 700 infizierte Wildschweine registriert. Durch die Ausweitung der Sperrzonen, auch auf hessisches und rheinland-pfälzisches Gebiet, sind die Länder in engem Austausch.

Einschränkungen für Bevölkerung

Für die Menschen im Kreis bedeutet das spürbare Einschränkungen: Wälder und freie Landschaft dürfen vielerorts nur noch auf offiziellen Wegen betreten werden, Hunde müssen an die Leine. Wer ein totes Wildschwein entdeckt, ist verpflichtet, den Fund umgehend dem Veterinäramt zu melden.

Quelle:

  • Kreis Siegen-Wittgenstein

Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 28.05.2026, 12:31 Uhr

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