Das brachliegende frühere Steag-Gelände in Lünen-Lippholthausen

Grünes Licht für Rossmann-Logistik-Park in Lünen

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Die Drogeriemarkt-Kette "Rossmann" möchte in Lünen 1.500 neue Arbeitsplätze schaffen. Denn dort soll ein Logistikpark entstehen.

Es wäre die größte Betriebsansiedlung in der jüngeren Geschichte der Stadt Lünen. Bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze will die Drogeriemarkt-Kette Rossmann schaffen. Auf dem Gelände des früheren Steag-Kohlekraftwerks will sie ein Warenzentral- und ein Regionallager bauen. Dazu gab der Rat der Stadt jetzt "grünes Licht".

Es ist eine 180-Grad-Wende. Eigentlich wollten die Lüner Politiker Großansiedlungen verhindern - und einen Logistiker mit viel LKW-Verkehr sowieso. Doch die Aussicht auf weit über 1.000 neue Jobs brachte ein Umdenken. Außerdem überzeugten die Rossmann-Vertreter offenbar durch ihr Konzept.

Gehälter wie im Einzelhandel

So bezahlt das Unternehmen seine Logistik-Beschäftigten nach dem Tarif des Einzelhandels. Das ist eine Forderung, die die Gewerkschaft Verdi seit Jahren beim US-Unternehmen Amazon durchzusetzen versucht - bisher ohne Erfolg. Rossmann versicherte den Politikern zudem, dass es auch viele Verwaltungstätigkeiten geben werde und viele Jobs für Menschen mit mangelnden Deutsch-Kenntnissen.

Bis zu 400 LKW pro Tag

Was bleibt, ist das erhöhte Verkehrsaufkommen. Hier rechnet der Logistiker mit 350 bis 400 LKW-Bewegungen von und nach Lünen. Das stieß einigen Ratsvertretern sauer auf und sie stimmten dagegen. Rüdiger Billeb, Vorsitzender der SPD-Fraktion, sprach für die Mehrheit der Ratspolitiker: "Wie soll ich das den Menschen in Lünen erklären, wenn ich einen solchen starken Interessenten mit vielen neuen Arbeitsplätzen ablehne?" Rossmann kündigte an, an der Gestaltung von Verkehrskonzepten mitzuarbeiten.

Im Eiltempo durch die Gremien

Jetzt müssen Pläne neu gezeichnet und der bisherige Bebauungsplan geändert werden. Und zwar schnell. Rossmann will im Herbst mit dem Bau beginnen. Damit ginge ein jahrelanger Stillstand zuende. Das Kohlekraftwerk von Steag war Ende 2018 stillgelegt worden. Der Gütersloher Entwickler Hagedorn übernahm die Fläche. Neue Ansiedlungen gab es bisher nicht - trotz zahlreicher Interessenten, wie Hagedorn betont. Am Ende zogen sich die Firmen wegen der Auflagen und Beschränkungen durch die Stadt zurück. Bis Rossmann kam.

Rat in Lünen bereitet "Rossmann" den Weg

WDR 20.03.2026 00:53 Min. Verfügbar bis 19.03.2028

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Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter bei Ratssitzung
  • Ratsvorlage der Stadt Lünen

Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 20.03.2026, 07:31 Uhr

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