Marode Brücken in NRW: Künstliche Intelligenz schlägt jetzt Alarm

Lokalzeit Ruhr 20.02.2026 02:35 Min. Verfügbar bis 20.02.2028 WDR Von Kai Toss

Marode Brücken in NRW: Künstliche Intelligenz schlägt jetzt Alarm

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KI-Sensoren an Brücken im Ruhrgebiet und im Rheinland: Ein digitales Frühwarnsystem soll bei Schäden rechtzeitig Alarm schlagen.

Stahl und Beton verschleißen. Damit marode Brücken nicht überraschend gesperrt werden müssen, setzt die Autobahn GmbH jetzt auf Künstliche Intelligenz. Elf Brücken im Ruhrgebiet und dem Bergischen Land werden mit Sensoren ausgestattet, die durchgehend Daten zu Schwingungsverhalten, Temperatur oder Materialbewegung liefern.

Schäden früher erkennen

Eine von ihnen ist die Ruhrtalbrücke, über die die A52 zwischen Essen und Düsseldorf führt. Dort sind Schäden aufgetreten, die in den vergangenen beiden Wochen teilweise nur Geschwindigkeiten von maximal 40 km/h zugelassen haben. Diese Schäden, sagt Tobias Fischer von der Autobahn GmbH, hätte die KI nicht verhindern können. Sie wären aber früher entdeckt worden.

Mann mit oranger Jacke

Tobias Fischer, Autobahn GmbH

"Man kann sich das so vorstellen, als ob man eine Smartwatch hat," so Fischer. "Die misst alles Mögliche und filtert dann raus, wie es uns geht. Damit man nicht mehr zum Arzt gehen muss, wenn es im Magen grummelt, sondern man weiß es vorher schon." Diese Art von präventiver Diagnostik soll die KI auch bei Brücken anwenden und melden.

Eine KI analysiert die Messwerte, die die Sensoren liefern und warnst vor möglichen Schäden. Außer an der Ruhrtalbrücke wird die Technik auch an einer Brücke der A3 bei Oberhausen eingesetzt, heißt es. Das Projekt hat sich die Autobahn GmbH nicht selbst ausgedacht. Sie hat es mitsamt einem kleinen StartUp-Unternehmen von der Deutschen Bahn übernommen.

KI ersetzt keine Bauwerksprüfung

Marode Brücke

Die KI würde erkennen, wenn die Nutzung so einer Brücke gefährlich wäre.

Nach einem erfolgreichen Testlauf in Wuppertal ist das Pilotprojekt jetzt auf fünf Jahre angelegt. Die Autobahn GmbH will so herausfinden, ob das KI-Monitoring deutschlandweit genutzt werden kann. Sie ist zuversichtlich, dass die Bauwerke künftig auch über ihre theoretische Nutzungsdauer hinaus erhalten werden können.

"Das KI-Motoring ersetzt keine Bauwerksprüfung, es ergänzt sie sinnvoll", erklärt Tobias Fischer von der Autobahn GmbH. "Wir erhalten zusätzliche Echtzeitdaten, die unsere Ingenieurinnen und Ingenieure nutzen können.".

Monitoring als Frühwarnsystem

Laut Autobahn GmbH dient die Maßnahme dazu, dass eine Brücke so lange wie möglich genutzt werden kann. So lässt sich erkennen, wie sich das Bauwerk unter wechselnden Belastungen und Witterungsbedingungen verhält. Rissbildung, Materialermüdung oder übermäßige Belastung würde das System rechtzeitig erkennen.

Marode Brücken in NRW: Künstliche Intelligenz schlägt jetzt Alarm

WDR Studios NRW 20.02.2026 00:44 Min. Verfügbar bis 20.02.2028

Unsere Quellen:

  • Autobahn GmbH

Sendung: WDR.de, Marode Brücken in NRW: Künstliche Intelligenz schlägt jetzt Alarm, 20.02.2026, 06:02 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Ruhr, 20.02.2026, 19.30 Uhr

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