Vor mehr als 100 Jahren wurde der Schlachthof in Gelsenkirchen-Heßler gebaut. Mit einem Kesselhaus, einem Wasserturm und einem Gefrierhaus. Und dem 45 Meter hohen Schornstein. Der sorgt jetzt für Probleme. Der Schornstein ist laut Stadt Gelsenkirchen akut einsturzgefährdet. Ein Gutachter hatte ihn untersucht und festgestellt, dass er bei starkem Wind nicht mehr sicher steht.
"Der Schornstein wird eher nicht im Ganzen umfallen, aber es könnten große Ziegel oder Steine herunterfallen", sagt ein Sprecher der Stadt. Am Montag wurden deshalb zwei benachbarte Mehrfamilienhäuser vorsichtshalber evakuiert. Die Bewohner sind bei Familien oder Freunden untergekommen.
Schornstein in Gelsenkirchen muss abgesichert werden
Außerdem gibt es Einschränkungen auf der viel befahrenen Grothusstraße zwischen der Gelsenkirchener Innenstadt und dem Stadtteil Horst. Vor dem alten Schlachthof ist sie gesperrt. Der Verkehr wird über die Gegenfahrbahn umgeleitet. In beide Richtungen ist deshalb nur noch eine Spur frei.
In dem alten Schlachthofgebäude ist eine Diskothek untergebracht. Die Stadt Gelsenkirchen hat den Eigentümer des Gebäudes aufgefordert, den Schornstein abzusichern. Die Stadt spricht von einem "engen Austausch", der Eigentümer hat nach ihren Angaben schon Statiker und Architekten beauftragt.
Dauer der Arbeiten in Gelsenkirchen unklar
Bei den Arbeiten müssen sich die Beteiligten mit der Denkmalbehörde abstimmen. Denn der alte Schlachthof steht seit Ende der 1980er Jahre unter Denkmalschutz. Eine genaue Zeit für die Arbeiten kann die Stadt nicht nennen. Nur so viel: "Das wird eine Weile dauern."
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Stadt Gelsenkirchen
- WDR-Gespräch mit Pressesprecher der Stadt Gelsenkirchen
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Sendung: WDR.de, Schornstein in Gelsenkirchen einsturzgefährdet, 12.05.2026, 15:02 Uhr
