"Wir können ja nichts machen, außer hoffen": Duisburg nach Stahlgipfel

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Nach dem "Stahlgipfel" im Kanzleramt in Berlin am Donnerstag sind die Mitarbeiter bei Thyssenkrupp in Duisburg vorsichtig optimistisch.

Es ist der Tag nach dem Stahlgipfel im Kanzleramt. Wie sehen das die Familien, deren Existenz an der Wertschöpfungskette Stahl hängen? Wir haben dazu vor dem Thyssenkrupp Stahlwerk in Duisburg mit der Belegschaft gesprochen.

"Wir können ja nichts machen, außer hoffen": Duisburg nach Stahlgipfel

Lokalzeit aus Duisburg 06.11.2025 28:32 Min. Verfügbar bis 06.11.2027 WDR Von Petra Vennebusch

Vorsichtiger Optimismus

Heute Mittag beim Schichtwechsel war die Stimmung vorsichtig optimistisch. Viele hier hoffen nach den angekündigten Senkungen des Energiepreises auf eine bessere Perspektive für die Zukunft.

Unterschrieben ist ja immer noch nichts. Mitarbeiter Thyssenkrupp Duisburg

Enttäuschung der letzten Jahre

Die Mitarbeiter sind über die letzten Jahre aber immer wieder enttäuscht worden. "Es wird gegipfelt und gegipfelt und am Ende kommt nichts Konkretes raus", erklärt ein Mitarbeiter, der die Berichterstattung nach dem Stahlgipfel intensiv verfolgt hat.

Stahlgipfel im Kanzleramt

WDR 5 Morgenecho - Medienschau 07.11.2025 03:26 Min. Verfügbar bis 07.11.2026 WDR 5

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Das ist längst nicht bei allen so. Einige haben keine Lust mehr, die Berichterstattung zu verfolgen. Wenn es konkrete Ergebnisse gebe, dann erfahre man das vom Betriebsrat, heißt es aus einer Gruppe, die in den Feierabend geht.

Betriebsrat äußert sich noch nicht

Der Betriebsrat von Thyssenkrupp steht heute noch zu keinem offiziellen Statement bereit. Am Freitag ist am TOR 1 beim Duisburger Stahlhersteller sowieso wenig los.

Schutzhelme mit dem Schriftzug «thyssenkrupp» liegen auf einem Tisch im Besucherzentrum «Oceanworld» auf der Werft von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS)

Auch die Hoffnung der Thyssenkrupp-Mitarbeiter stapelt sich mittlerweile

Das gilt auch für das Betriebsratsbüro. Der Kalender ist nach dem Stahlgipfel voll mit weiteren Besprechungen. Zeit für ein Interview ist da heute nicht.

Ministerpräsident zufrieden

NRW-Ministerpräsident Wüst hatte sich nach den Gesprächen zufrieden mit den "Stahlgipfel"-Ergebnissen gezeigt: "Es gab im Kern kaum einen wesentlichen Dissens. Das war ein guter Tag für den Stahl. Natürlich muss das alles umgesetzt werden. Da haben das letzte Wort immer auch Parlamente."

Hoffen und Bangen

Bei den Menschen am Stahlstandort Duisburg ist deutlich mehr Anspannung zu spüren, sowohl beim Betriebsrat als auch bei den Mitarbeitern. Und so bleibt ein Satz eines Mitarbeiters exemplarisch: "Wir können ja nichts machen, außer zu hoffen. Also hoffen wir einfach weiter."

Quellen:

  • Reporter vor Ort
  • Pressekonferenz nach Stahlgipfel
  • Statement Hendrik Wüst
  • Betriebsrat Thyssenkrupp

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