Oberbürgermeister-Stichwahl in Duisburg: SPD gegen AfD

Lokalzeit aus Duisburg 15.09.2025 03:07 Min. Verfügbar bis 15.09.2027 WDR Von Michael Jung

Oberbürgermeister-Stichwahl in Duisburg: SPD gegen AfD

Stand:

In Duisburg wird es Ende September eine Stichwahl geben - zwischen den Oberbürgermeister-Kandidaten Link (SPD) und Groß (AfD).

Von Hanna Makowka

In Duisburg werden die Wählerinnen und Wähler in rund zwei Wochen, am 28. September, erneut zur Wahlurne gehen. Die Ergebnisse der Kommunalwahl am Sonntag stehen fest: Sören Link (SPD) konnte 46 Prozent der Stimmen einfahren, dahinter folgt Carsten Groß (AfD) mit 19,7 Prozent.

Damit hat keiner der insgesamt elf Oberbürgermeister-Kandidaten die absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht. Deshalb müssen die beiden bestplatzierten Kandidaten - Link und Groß - jetzt in eine zweite Runde gehen.

Sören Link (SPD):

Der amtierende Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD) ist in Hamborn geboren. Seit 1993 ist er in der Politik aktiv, zwischen 2005 und 2012 war er Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen. Seit 2012 ist er in Duisburg im Amt - und will wieder für die SPD ins Rathaus.

In den vergangenen 13 Jahren habe er als Oberbürgermeister "die Finanzen der Stadt in Ordnung gebracht und über eine Milliarde Euro Schulden abgebaut", meint Link. Zukünftig will er in die Stadt investieren - Straßen sanieren, den öffentlichen Nahverkehr besser ausbauen, Kita-Gebühren senken, Kitas und Schulen aus- und umbauen sowie für mehr Sicherheit und Sauberkeit sorgen. Das erzählte er im WDR-Kandidatencheck.

In den vergangenen Jahren ist er wiederholt nicht vor zugespitzten Aussagen, etwa zum Thema Migration, zurückgeschreckt - für die er sich zum Teil im Nachhinein entschuldigte. Bei vergangenen Jahren wurde Link auch schon direkt gewählt - doch viele sind mit der Situation in der Stadt unzufrieden.

Carsten Groß (AfD): Duisburg soll "ein besserer Ort" werden

Link wird gegen den gebürtigen Duisburger Carsten Groß (AfD) antreten. Er arbeitet seit 36 Jahren bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) und ist dort als Energieelektroniker tätig. Im Jahr 2018 trat er in die AfD ein.

Jetzt wurde er mit einer sehr deutlichen Mehrheit von 97,4 Prozent von seiner Partei für das Amt des Oberbürgermeisters nominiert. "Ich möchte ein Oberbürgermeister sein, der sich für alle Bürger einsetzt, die sich mit unserer Stadt identifizieren und unsere Rechtsordnung achten. Ich will alles dafür tun, um Duisburg zu einem besseren Ort mit einem Umfeld zu machen, in dem sich alle Menschen wohlfühlen und in Frieden zusammen leben und arbeiten können", so Groß.

Kandidaten anderer Parteien nicht mehr zur Wahl

Nicht mehr im Rennen um den Oberbürgermeister-Posten sind Sylvia Linn (CDU) mit 14,5 Prozent, Sebastian Ritter (Grüne) mit 6,3 Prozent, Babara Laakmann (Die Linke) mit 4,6 Prozent, Ayhan Yildirim (Duisburger Alternative Liste - Wir gestalten Duisburg) mit 2,6 Prozent, Oliver Beltermann (Junges Duisburg) mit 2,0 Prozent, Erkan Kocalar (BSW) mit 1,8 Prozent, Oliver Alefs (FDP) mit 0,9 Prozent genauso wie Dagmar Schink (Die PARTEI) mit 0,8 Prozent und Britta Söntgerath (Volt) mit 0,7 Prozent der gültigen Stimmen.

Unsere Quellen:

  • infratest dimap
  • WDR-Recherche  

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