Kritik an Duisburgs Oberbürgermeister : Sören Link bedauert Aussage zu Flüchtlingen
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"Ich hätte gerne das Doppelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer abgeben könnte." Das sagte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link auf einer Flüchtlingskonferenz in Berlin. Dort hatte SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel die Redner aufgefordert, die Situation in den Städten so konkret wie möglich zu beschreiben und nichts zu beschönigen.
Emotionale Debatte auf Flüchtlingskonferenz
Sören Link bedauerte anschließend "in einer emotionalen Debatte nicht die richtigen Worte gefunden zu haben. Ich wollte durch meine Aussage niemanden persönlich treffen." Der Oberbürgermeister betonte "dass wir alle Flüchtlinge in Duisburg willkommen heißen, egal woher sie kommen. Jeder wird hier als Mensch gesehen."
Duisburg hat besondere Probleme zu stemmen
Es sei ihm auf der Flüchtlingskonferenz mit rund 300 Bürgermeistern, Landräten und Kommunalpolitikern aus ganz Deutschland darum gegangen, zu verdeutlichen, dass Duisburg "eine zusätzliche Belastung zu stemmen" habe. Mittlerweile leben hier rund 12 500 Bulgaren und Rumänen, die als EU-Bürger frei reisen können, aber ohne Arbeit und Deutschkenntnisse seien. "Über 4 000 Kinder dieser Personengruppe müssen in Seiteneinstiegerklassen und Sprachförderung untergebracht werden – die gleichen Klassen, die die Kinder der Asylbewerber besuchen sollen", schildert Sören Link die aktuelle Problemlage in Duisburg.
Duisburg fordert mehr Unterstützung aus Berlin
Deshalb fordert Duisburg mehr Unterstützung vom Bund - wie viele andere Städte auch. Es sei auf der Flüchtlingskonferenz der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin darum gegangen, die Belastungen der Kommunen durch die Zuwanderung von EU-Bürgern und die Aufnahme von Flüchtlingen zu verdeutlichen.