Die Senate von zehn betroffenen Universitäten warnen massiv vor den geplanten Kürzungen. Dadurch würden nicht nur Forschung und Lehre, sondern auch "die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Attraktivität des Landes geschwächt." So heißt es in einer Resolution der Senate. Zudem würden wichtige zukunftsweisende und nachhaltige Innovationen dem Sparzwang zum Opfer fallen.
Kürzung der Finanzmittel schwächt Uni und Land
Rektorin Birgitta Wolff sieht die Uni als Innovationsschmiede gefährdet
Wuppertals Rektorin Birgitta Wolff ist mittelmäßig fassungslos. Ihre Uni hätte Einbußen von zirka 5,7 Mio zu verkraften, wenn die Politik die Finanzierung runterfahren würde. Es würde schon versucht, Geld einzusparen, zusammenzurücken, weniger private Gebäude für den Lehrbetreib anzumieten - aber damit könne nicht alles aufgefangen werden.
Ihr zufolge müsste sie pro Fachbereich zwei Professorenstellen samt Mitarbeiter streichen. Darunter würde nicht nur die Qualität des Ausbildung leiden. "Die Uni ist wichtiger Innovationsbooster, Fachkräftepool für die Wirtschaft, für die Region. Die Politik würde den Standort NRW mit den Kürzungen schwächen", sagt Birgitta Wolff.
Attraktivität der Unis leidet unter Kürzungen
Ursula Kocher in einem Hörsaal der Universität Wuppertal
Ursula Kocher is Fachbereichsleiterin der Geistes- und Kulturwissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal. Sie zeigt exemplarisch einen Hörsaal, um zu verdeutlichen: die Kürzung der Mittel würden bereits bestehende Probleme verstärken.
Nicht funktionierende Beamer, veraltete Overhead-Projektoren. Gleichzeitig müsse man Studenten für die Uni begeistern und sich attraktiv präsentieren. Die möglichen Auswirkungen von Sparmaßnahmen tragen nicht gerade dazu bei, die Studenten für Wuppertal zu begeistern.
Studenten wollen demonstrieren
Noch muss der Landtag im November die ersten Kürzungen beschließen. Die Universitäten hoffen, dass die Kürzungen etwas geringer ausfallen. Um das zu erreichen, wollen am 5. November Studenten vor dem Landtag demonstrieren.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Bergische Universität Wuppertal