Illegale Zigarettenfabrik in Düsseldorf: Verdächtiger auf der Flucht
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Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft sucht zusammen mit dem Essener Zollfahndungsamt einen Ukrainer, der in Düsseldorf mit mehreren Komplizen eine Zigarettenfabrik betrieben haben soll. Der Prozess dazu läuft seit Januar 2026 vor dem Landgericht.
Nach Angaben der Ermittler könnte sich der 37-jährige, 1,90 Meter große Mann möglicherweise im Raum Aachen aufhalten. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass er sich ins europäische Ausland abgesetzt hat.
Illegale Zigarettenfabrik in Düsseldorf: Polizei sucht mit Fahndungsfoto
Der Ukrainer wird dringend verdächtigt, zusammen mit anderen Beschuldigten zwischen April 2024 und März 2025 eine illegale Zigarettenfabrik in Düsseldorf betrieben zu haben.
Zeugen werden gebeten, sich mit Hinweisen beim Essener Zollfahndungsamt zu melden. Die Ermittler warnen aber davor, dass der Mann gefährlich und bewaffnet sein könnte. Er ist seit knapp einem Jahr, seit März 2025, auf der Flucht.
Die illegale Zigarettenfabrik war im vergangenen Jahr aufgeflogen. Bei der Razzia wurden 25 Millionen gefälschte Markenzigaretten und 15 Tonnen Tabak sichergestellt. Der entstandene Steuerschaden wird auf rund 54 Millionen Euro geschätzt.
Prozess vor dem Landgericht
Gegen vier Mittäter läuft seit Januar dieses Jahres der Prozess vor dem Düsseldorfer Landgericht. Angeklagt sind vier Männer aus Polen und der Ukraine im Alter zwischen 45 und 58 Jahren. Ihnen werden die Bildung einer kriminellen Vereinigung und besonders schwere Steuerhinterziehung vorgeworfen. Für den Prozess sind bis Ende August insgesamt über 40 Verhandlungstage angesetzt.
Über den Fall berichtet heute Abend auch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY…Ungelöst“ ab 20:15 Uhr.
Unsere Quellen:
- Zollfahndungsamt Essen
- Staatsanwaltschaft Düsseldorf
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 25.02.2026, 10:31 Uhr