Bei den Verhandlungen zur Zukunft der Rheinfähre zwischen Meerbusch und Düsseldorf-Kaiserswerth geht es mittlerweile um den Kaufpreis. Das hat der WDR erfahren. Hintergrund ist, dass der Betreiber die bei Touristen beliebte Fähre aufgeben will. Sie fährt seit Dezember nicht mehr und liegt im Düsseldorfer Hafen.
Meerbusch und Düsseldorf wollen Rheinfähre retten
Seit Dezember liegt die Rheinfähre im Düsseldorfer Hafen.
Der Betreiber der Fähre sagt, dass sie für ihn nicht mehr wirtschaftlich sei. Sie werde immer weniger von Berufspendlern genutzt. Denn seit Corona gebe es mehr Homeoffice. Und wer einen Dienstwagen habe und damit bezahltes Benzin, nehme lieber den längeren Weg über die A44-Rheinbrücke anstatt das Geld für die Fähre zu bezahlen.
Doch bei Tagesausflüglern ist die Fähre in den warmen Monaten immer noch sehr beliebt. Sie nutzen sie, um vom ländlichen Meerbusch Rheingemeinden ins historische Düsseldorf-Kaiserswerth und zurück zu kommen.
Auch die Meerbuscher und Düsseldorfer Stadtspitzen hatten sich deshalb für eine Rettung stark gemacht. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hatte schließlich die Rheinbahn ins Spiel gebracht.
Rheinbahn: Fährbetrieb muss sich rechnen
Der aktuelle Stand ist jetzt, dass die Rheinbahn ihre Vorprüfung abgeschlossen hat und es sehr konkrete Kaufpreisverhandlungen gibt. Das Verkehrsunternehmen überlegt also tatsächlich, den Betrieb zu kaufen.
Allerdings sagt die Rheinbahn auch klar, dass sich das Ganze rechnen muss. Erst wenn es ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept gebe, würde man der Düsseldorfer Stadtspitze eine Empfehlung aussprechen.
Auch ob die bisherige Preisvorstellung der Rheinbahn für den Besitzer der Fähre okay wäre, ist noch nicht klar. Die Inhalte eines Gesprächs zwischen beiden Seiten am Montag gelangten nicht an die Öffentlichkeit.
Unsere Quellen:
- Rheinbahn
- Frühere Infos der Stadt Düsseldorf und Meerbusch
Sendung: WDR.de, Kauft Rheinbahn die Meerbuscher Rheinfähre, 03.03.2026, 14:10 Uhr
