In Kerpen gibt es Streit um die Zukunft der Bäder
WDR. 02:37 Min.. Verfügbar bis 22.05.2028.
Alleine im vergangenen Jahr schwammen und planschten im beliebten Freibad Türnich im Rhein-Erft-Kreis rund 17.000 Badegäste.
Technik, Kasse und Schwimmaufsicht werden in diesem Jahr erst einmal nur städtische Mitarbeiter übernehmen. Sie wechseln vom Kerpener Spaßbad Erftlagune. Weil sie dort aber fehlen, bleibt die Erftlagune und ihr Freibadbereich geschlossen.
Kerpen noch ohne Haushalt für 2026
Auf ihrer Homepage schreibt die Kerpener Verwaltung, dass sie externe Fachkräfte nicht einsetzen kann. Der Start einer Freibadsaison in der Erftlagune sei abhängig von den Haushaltsentscheidungen des Stadtrats, heißt es weiter. Doch die Fraktionen im Kerpener Rat sind sich uneinig darüber, wie es überhaupt finanziell weitergehen soll. Es gibt für 2026 immer noch keinen städtischen Haushalt und damit kein Geld für zusätzliche Kräfte am Beckenrand.
Erftlagune als Schulschwimmbad?
In den Fokus der Gespräche zwischen den Fraktionen rücken nun die Schwimmbäder. Die Kerpener CDU als größte Fraktion im Kerpener Stadtrat schlägt vor, dass die Erftlagune erst einmal nur noch für das Schulschwimmen genutzt werden solle, sagt Fraktionsvorsitzender Heiner Funke. Zur Zukunft der Kerpener Schwimmbäder soll es mit allen Fraktionen auch einen runden Tisch geben. Ein Datum für das Ende des Kerpener Haushaltsstreits ist jedoch noch nicht in Sicht.
Trotz Öffnung bleibt das Spassbecken Erftlagune geschlossen.
Unsere Quellen:
- Stadt Kerpen
- Gespräch mit Heiner Funke, Fraktionsvorsitzender der CDU Kerpen
- Gespräch mit Annika Effertz, Mitglied des Vorstands der Grünen Kerpen
Sendung: WDR.de, In Kerpen gibt es Streit um die Zukunft der Bäder, 22.05.2026, 6.02 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 22.05.2026, 19.30 Uhr
