Rentner im eigenen Haus in Pulheim ermordet: Lebenslange Haft
02:40 Min.. Verfügbar bis 28.05.2027.
Damit ist fast drei Jahre nach einem tödlichen Raubüberfall auf einen 85-Jährigen die juristische Aufarbeitung abgeschlossen. Der Bundesgerichtshof lehnte die Revision des Hauptbeschuldigten als unbegründet ab. Das Urteil des Kölner Landgerichts ist rechtskräftig.
Das Gericht hatte im Mai 2025 den Hauptbeschuldigten zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem stellte es bei ihm die besondere Schwere der Schuld fest. Das bedeutet, dass der Verurteilte deutlich länger als 15 Jahre in Haft bleiben wird.
Pulheim: Überfall auf 85-Jährigen war 2023
Der 27-Jährige hatte im September 2023 den 85-Jährigen mit Komplizen überfallen, um ihn auszurauben. Dabei hatte der Verurteilte dem Rentner laut Gericht die tödlichen Verletzungen zugefügt.
Sohn des Opfers hält emotionales Plädoyer
In dem Prozess vergangenen Jahres waren die Söhne des Getöteten die Nebenkläger. Weil ihre Anwältin erkrankt war, hatte einer der Söhne ein emotionales Plädoyer gehalten. Er hoffte, dass eine solche unbegreifliche Tat niemand erleben müsse. Darin beschrieb er auch noch einmal, wie grausam die Täter mit seinem Vater umgegangen waren.
Es war der zweite Prozess in diesem Fall. Der 85-Jährige wurde bereits im September 2023 in seinem Haus in Pulheim überfallen und so schwer verletzt, dass er unmittelbar starb.
Ein Mann noch auf der Flucht
Die Täter vermuteten Bargeld im Haus des Rentners, konnten den Tresor aber nicht öffnen. In diesem Fall gibt es laut Polizei vier Täter, einer sei immer noch auf der Flucht und befinde sich in seinem Heimatland Libanon.