Bedburg will Anwohner besser vor Starkregen schützen
WDR. 18.06.2026. 02:30 Min.. Verfügbar bis 18.06.2028.
In der sogenannten Ressourcenschutzsiedlung von Bedburg-Kaster kehrt Normalität ein. Zwar stehen hier und da noch Fahrzeuge von Handwerkern vor den Häusern, aber die meisten Schäden sind beseitigt. Im vergangenen September wurde das Neubaugebiet während eines Starkregens überschwemmt. Betroffen war auch Markus Kurzawe.
"Ich habe die braune Brühe gesehen und von einem Tag auf den anderen ist das normale Leben weg." Markus Kurzawe, betroffener Anwohner
Nun soll der Umbau eines Entwässerungsgrabens verhindern, dass die Siedlung mit ihren rund 130 Häusern erneut überschwemmt wird.
Entwässerungsgraben wird ausgebaut
Dabei geht es um den so genannten Hohenholzer Graben: ein Entwässerungsgraben mit Verbindung zur Erft. Der Graben verläuft genau zwischen der Siedlung und einer benachbarten Tagebauhalde. Das ist in Bedburg die Kasterer Höhe.
Bei dem Starkregen mit über 188 Litern pro Quadratmeter schossen Schlamm und Wasser von der Kasterer Höhe in die Siedlung. Der Hohenholzer Graben konnte diese Menge nicht stemmen, weil sein Verlauf immer wieder durch Röhren verengt wird. Die sollen nun weg.
Diese engen Röhren im Hohenholzer Graben verhinderten das Abfliessen des Wassers.
Mehr Wasser soll in die Erft abfließen
Doch warum dauert das alles so lange? Nach Angaben der Stadt Bedburg haben sich Verhandlungen über den Erwerb von Grundstücken in die Länge gezogen. Denn die Kasterer Höhe am Rand der Ressourcenschutzsiedlung war zum Zeitpunkt des Starkregens im Besitz mehrerer Eigentümer.
Nun gehört alles der Stadt. Sie will zusammen mit dem Erftverband den Hohenholzer Graben leistungsfähiger machen. Das Regenversickerungsbecken der Siedlung soll zudem eine Art Notausgang erhalten, durch den Wasser in die Mühlenerft abfließen kann.
