Ist das Rheinwasser für den Hambacher See sauber genug?

WDR 00:41 Min. Verfügbar bis 29.04.2028

Tagebau Hambach Ist das Rheinwasser sauber genug für den geplanten See?

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Ab 2030 will RWE Rheinwasser in den Tagebau Hambach leiten. Dafür wurden schon Leitungen gebaut. Aber ist das Wasser überhaupt sauber genug? Das soll jetzt eine Studie klären.

Von Stephan Pesch

Der Lärm von Bagger und LKW dringt bis in den kleinen Ort Elsdorf-Esch am Rand des Tagebaus Hambach. RWE baut hier die so genannte Rheinwassertransportleitung. Durch die etwa 45 Kilometer lange Pipeline soll ab dem Jahr 2030 Wasser aus dem Rhein in den Tagebau strömen. Der Plan: Hambach soll einer der größten Seen Deutschlands werden.

Doch ist das Wasser überhaupt sauber genug? Denn die Qualität des Rheinwassers ist umstritten. Darin seien viel zu viele Chemikalien und Spurenstoffe, beklagt beispielsweise der Umweltverband BUND.

Für RWE dagegen ist das Wasser des Rheins sauber genug, um damit den Tagebau Hambach zu füllen. Für mehr Klarheit soll nun ein neues, wissenschaftliches Gutachten sorgen, das vom nordrhein - westfälischen Umweltministerium in Auftrag gegeben worden ist.

Gutachter untersuchen Veränderungen des Grundwassers

Grafik der Neuland-Hambach GmbH, wie der Tagebau Hambach in Zukunft aussehen könnte

So könnte der Tagebau Hambach in Zukunft aussehen.

Für den Bau der Leitung hat RWE eine Genehmigung des Landes NRW. Für das Einleiten des Rheinwassers nicht, denn das dafür notwendige Genehmigungsverfahren steht noch aus. Zuvor soll aber noch ein wissenschaftliches Gutachten klären, wie sich verschiedene Stoffe im Wasser des Rheins auf ihren Weg durch Boden und Gestein verhalten, schreibt Johannes Poth, Sprecher des NRW- Umweltministeriums.

Das Ziel sei Klarheit zu schaffen, wie sich die Zusammensetzung des Wassers verändert, wenn es vom See in den umgebenen Untergrund übertritt. Es werde geprüft, welche Stoffe an den Gesteinsschichten haften bleiben, ergänzt Johannes Poth.

Genehmigungsverfahren soll im Herbst beginnen

Das Grundwasser-Zentrum in Dresden wird die Studie erstellen. Beraten werden die Dresdener Wissenschaftler vom Erftverband mit Sitz in Bergheim.

Bis zum Herbst 2026 soll das Gutachten des Grundwasser-Zentrums Dresden auf dem Tisch liegen. Dann soll auch das Genehmigungsverfahren für die Einleitung des Rheinwassers in den Tagebau Hambach beginnen.

Die dafür zuständige Behörde ist die Bezirksregierung Arnsberg. Zunächst wird RWE seine Antragsunterlagen einreichen, die dann geprüft werden. Vorgeschrieben ist auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit. Die Arnsberger Behörde geht schon jetzt von einem umfangreichen und langen Genehmigungsverfahren aus.

Darf Wasser des Rheins in den Tagebau Hambach ?

WDR 28.04.2026 00:48 Min. Verfügbar bis 28.04.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW
  • Erftverband
  • RWE
  • Grundwasser-Zentrum Dresden
  • Bezirksregierung Arnsberg

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Köln, 29.04.2026, 18:09 Uhr 

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