In Köln steigt die Zahl der Unfälle mit Bussen und Bahnen

Häufig verursachen Autofahrer Unfälle mit Bussen oder Bahnen

Kölner Verkehrsbetriebe wollen mit neuer Technik Unfälle verhindern

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Die Zahl der Unfälle, an denen Fahrzeuge der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) beteiligt sind, ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Die KVB registrieren pro Woche im Durchschnitt 10 Unfälle. Nach Angaben der Polizei wurden dabei im vergangenen Jahr etwa 250 Menschen verletzt.

Aus der Unfallstatistik der Polizei ergibt sich, dass bei jedem dritten schweren Unfall mit Verletzten Autofahrer die Verursacher sind. Häufigste Unfallursachen: Missachten der Vorfahrt oder Fehler beim Abbiegen auf die Gleise der Stadtbahnen. Jeden fünften schweren Unfall verursachen Stadtbahn- oder Busfahrer.

Konsequenz: KVB baut Strecken teilweise um

"Wir beobachten die Unfallentwicklung mit Sorge", sagt Thorsten Moeck, Sprecher der KVB. Um Unfallschwerpunkte zu entschärfen, bauen die Kölner Verkehrsbetriebe Strecken um. So wurden beispielsweise im Stadtteil Deutz die Gleise der Linien 3 und 4 so angehoben, dass sie sich in der Straßenmitte deutlicher von der Fahrbahn der Autos abheben.

Köln: Verkehrsbetriebe wollen mit neuer Technik Unfälle verhindern

00:39 Min. Verfügbar bis 04.02.2028


Auch Schilder sollen helfen: "An einem Unfallschwerpunkt in der Innenstadt haben wir ein Schild aufstellen lassen, das auf die nächste sichere Abbiegemöglichkeit hinweist", sagt KVB-Sprecher Moeck. "Das hat geholfen, die Zahl der Unfälle dort zu reduzieren."

ADAC: Autofahrer durch Navis und Handys abgelenkt

Ein weiterer Unfallschwerpunkt ist den Zahlen zufolge der Bereich der Messehallen. ADAC-Unfallexperte Roman Sudholt geht davon aus, dass Autofahrer dort besonders häufig durch Elektronik im Auto abgelenkt sind. "Wenn Autofahrer mit Navigationsgeräten und Handys den Weg suchen, dann fehlt vielleicht die Aufmerksamkeit für die Straßenbahn", so Sudholts Vermutung.

Fußgänger gucken oft aufs Handy

Auch Menschen zu Fuß seien häufig abgelenkt: "Bei Fußgängern beobachten wir das Head-Down-Syndrom, das Aufs-Handy-Gucken. Dann haben sie den Verkehr nicht mehr richtig im Blick und die Gefahr besteht, vor die Straßenbahn zu laufen".

ADAC-Experte Sudholt fordert, dass beim Unterricht in den Fahrschulen die Gefahr durch Straßenbahnen noch stärker berücksichtigt wird.

Kollionswarngeräte für die Stadtbahnen geplant

Um Unfälle künftig zu vermeiden, wollen die Kölner Verkehrsbetriebe in ihren Fahrzeugen Kollisionswarngeräte einbauen. "In diesem Jahr werden wir Geräte testen", sagt KVB-Sprecher Thorsten Moeck. Und die funktionieren so: "Sensoren erfassen Hindernisse auf den Gleisen. Das Fahrpersonal wird frühzeitig gewarnt und kann schneller reagieren".

In den kommenden sechs Jahren wollen die Kölner Verkehrsbetriebe die Hälfte der Flotte erneuern. Alle neuen Fahrzeuge sollen mit Kollisionswarngeräten ausgerüstet werden. Die Kölner Verkehrsbetriebe hoffen so, die Zahl der Unfälle zu reduzieren.

Unsere Quellen:

  • Kölner Verkehrsbetriebe
  • Polizei Köln
  • ADAC

Sendung: WDR.de, Köln: Verkehrsbetriebe wollen mit neuer Technik Unfälle verhindern, 03.02.2026, 6.00 Uhr

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