Ein Sportstadion, die OWL-Arena, bei Tag.

Zum 33. Mal Tennis in Halle Von einer ostwestfälischen Idee an die Weltspitze

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Was 1993 begann, zählt heute zu den wichtigsten Rasenturnieren der Welt. Eine Erfolgsgeschichte aus Ostwestfalen.

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Christian Michel

Wenn Alexander Zverev, Daniil Medvedev, Taylor Fritz oder Ben Shelton in diesen Tagen nach Halle reisen, dann wirkt das fast selbstverständlich. Dabei ist es alles andere als das. Denn Halle in Westfalen gehört nicht zu den großen Sportmetropolen der Welt.

Nur etwa 22.000 Menschen leben hier. Und doch blickt die Tenniswelt seit Jahrzehnten jeden Sommer nach Ostwestfalen.

Vom Außenseiter zum festen Termin im Kalender

Als das Turnier Anfang der 1990er-Jahre gegründet wurde, galt die Idee als gewagt. Ein internationales Rasenturnier in einer kleinen ostwestfälischen Stadt? Die Konkurrenz saß in Rio, Barcelona oder Washington.

Doch Halle entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer festen Größe. Spätestens als Roger Federer das Turnier zu seinem persönlichen Wohnzimmer machte und insgesamt zehnmal gewann, stieg auch die internationale Aufmerksamkeit. Aus dem einstigen Außenseiter wurde ein ATP-500-Turnier – die zweithöchste Kategorie im Herrentennis unterhalb der Masters-Serie. Heute zählt das Turnier zu den wichtigsten Vorbereitungsstationen auf Wimbledon.

Eine Woche Ausnahmezustand

Dass viele Profis immer wieder zurückkehren, hat nach Angaben von Turnierdirektor Ralf Weber mehrere Gründe. Neben dem Preisgeld schätzen viele Spieler die Infrastruktur. Trainingsplätze, Hotel, Fitnessmöglichkeiten und kurze Wege liegen dicht beieinander.

Für Halle ist das Turnier längst auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Hotels sind gut gebucht, Restaurants profitieren von den zusätzlichen Gästen, Unternehmen nutzen das Event für Geschäftskontakte. Während der Turnierwoche reisen Spieler, Trainer, Sponsoren, Medienvertreter und Tennisfans aus vielen Ländern nach Ostwestfalen. Für eine Stadt dieser Größe ist das eine Aufmerksamkeit, die weit über die Region hinausreicht.

Weltklasse im beschaulichen Halle

Auch abseits der Anlage ist das Turnier präsent. Im Golfclub Teutoburger Wald treffen sich regelmäßig Profis zum Abschalten. Für viele Beteiligte ist das Turnier längst mehr als eine Sportveranstaltung.

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum sich das Turnier über Jahrzehnte behauptet hat. Aus einer ambitionierten Idee in einer kleinen ostwestfälischen Stadt ist ein fester Termin im internationalen Tennis geworden.

Von einer ostwestfälischen Idee an die Weltspitze

WDR 12.06.2026 00:36 Min. Verfügbar bis 11.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • Stadt Halle
  • Terra Wortmann Open

Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 12.06.2026, 16.31 Uhr

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